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Gehörlosenkultur

Gehörlosenkultur
Hausarbeit
Datum: 02. Januar 2011 Autor: mrs-moneypenny Kommentare: 0

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Beschreibung:

Hausarbeit über die Gehörlosenkultur und ihre Gemeinschaft.


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Gehörlosenkultur


1. Einleitung

Im Rahmen dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema Gehörlosenkultur und ihre Gemeinschaft. Diese Begriffe und deren Bedeutung sind bis heute für den Großteil der hörenden Gesellschaft ein Mysterium. Nur wenige kommen mit dieser Gemeinschaft in Kontakt und erhalten einen Einblick in die Gebräuche, Werte und Normen dieser Gruppe. Aufgrund dessen verstehen und wissen nur wenige Menschen, was diese Gemeinschaft, abgesehen von der Hörbeeinträchtigung, verbindet und welchen Problemen sie sich gegenüber sehen. Deshalb möchte ich innerhalb meiner Arbeit über diesen Themenbereich Aufschluss geben.

Zu Beginn werde ich einen kurzen Überblick darüber geben, was in unserer Gesellschaft unter den Begriffen Kultur, Gruppe, Gemeinschaft und Subkultur zu verstehen ist um später anhand dieser Definitionen die Kultur und die Gemeinschaft der Gehörlosen zu beschreiben und herauszustellen, inwiefern es sich bei einer Gehörlosengemeinschaft um eine Subkultur oder eine Minderheit handelt. Im darauf folgenden Kapitel erläutere ich wesentliche Inhalte der Gehörlosengemeinschaft und gehe desweiteren darauf ein, welcher Personenkreis dieser Gemeinschaft zugehörig ist. Im Anschluss daran werde ich auf die Themen „Deafhood" und „Audismus" eingehen als Gesinnungen von oder gegenüber gehörlosen Menschen. In diesem Kontext gehe ich als nächstes auf die neuen Richtungen der „Deaf Studies" und der „Disability Studies" ein, die im Bereich der Forschung und Lehre in neuester Zeit immer mehr Fuß fassen. Schließlich betrachte ich noch die neue Entwicklung des Cochlea Implantats und dessen Auswirkungen auf die Gehörlosengemeinschaft. Abschließen werde ich mit einem Ausblick

2. Definitionen

2.1 Kultur:

Den Begriff Kultur zu definieren ist ein schwieriges Unterfangen, da es sich hierbei um ein sehr vielschichtiges Konzept handelt. Prinzipiell spiegeln sich in den unterschiedlichen Definitionen zwei Hauptmerkmale wider. Zum einen hat sich die Kultur durch das Gestalten von lebenswichtigen Tätigkeiten entwickelt, zum anderen verinnerlicht sie bestimmte Denk- und Handlungsweisen, die alle Mitglieder dieser Kultur gemeinsam haben. Edward Burnett Tylor schreibt „Kultur ist das komplexe Ganze, das Wissen, Glauben, Kunst, Recht, Moral, Sitten, Traditionen und alle anderen Fähigkeiten und Gewohnheiten umfasst, die sich Menschen als Mitglieder einer Gesellschaft angeeignet haben" (TYLOR 1871, S. 1). Auch die Sprache spielt in der Kultur eine tragende Rolle, denn nur durch Kommunikation zwischen Menschen kann sie überhaupt entstehen. „Kultur ist zwar ein Produkt der Sprache, aber von jedem Kommunikationsmedium wird sie neu geschaffen, von der Malerei und den Hieroglyphen ebenso wie vom Alphabet und vom Fernsehen." (POSTMAN 2003, S. 19)

Kultur ist also ein Handlungsprodukt, dass sich in abgrenzbaren Regionen entwickelt hat (z.B. Sprache, Wissenschaft, etc.) und auch die Hervorbringung der verschiedenen Inhalte und Modelle sowie individueller und gesellschaftlicher Lebens- und Handlungsformen beinhaltet.

2.2 Gruppe:

Laut Neidhardt ist die Gruppe ein soziales System, dessen Sinnzusammenhang unmittelbar durch diffuse Mitgliederbeziehungen sowie durch relative Dauerhaftigkeit bestimmt ist (vgl. NEIDHARDT 1979, S. 639ff). Eine Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Mitglieder in einer immer sich wiederholenden Wechselbeziehung zueinander stehen. Es besteht die Möglichkeit, offen über Themen zu kommunizieren, die der Gruppe zu dem Zeitpunkt als wichtig erscheinen (ebd.). Des Weiteren zeichnet sich eine Gruppe durch Regelmäßigkeit aus und ist nicht auf einen bestimmten Moment begrenzt (vgl. LENZ 2006, S. 33). Tragende Empfindungen wie Gefühle der Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit stellen wichtige Kriterien der Gruppe dar (vgl. TYRELL 1983, S. 82). So grenzt man sich als Einheit von Menschen, die außerhalb dieser Gruppe stehen, ab. Merkmale einer Gruppe können zum Beispiel eine gemeinsame Sprache, eigene Begrüßungsrituale und eine kollektive Identität sein. Es entsteht eine Gruppensolidarität. Auch das zeitliche Fehlen eines Mitgliedes wird registriert. ,,Und dass in diesem Sinne jemandes Abwesenheit explizit wird, kann geradezu als Indikator für seine Zugehörigkeit gelten" (TYRELL 1983, S. 83).

2.3 Gemeinschaft:

Unter einer Gemeinschaft versteht man grundsätzlich eine Einheit von Menschen, die nach Heintz ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl verspüren und eng miteinander verbunden sind (vgl. Heintz 2003, S. 181).

Ziel einer Gemeinschaft ist es, den Mitgliedern Sicherheit zu bieten und ihnen die Anerkennung entgegenzubringen, die sie brauchen um sich wohl zu fühlen.

Ein weiterer Anhaltspunkt für die Definition einer Gemeinschaft ist sicherlich das allgemeine Verständnis von einer gemeinsamen Identität. In speziellen Gemeinschaften kann so zum Beispiel eine Verbindung innerhalb der Gruppe geschaffen werden, die auf gemeinsamen Erfahrungen oder anderen Gemeinsamkeiten basiert und nicht bedingt ist durch soziale Beziehungen, der Bekanntschaft untereinander oder der geographischen Nähe (vgl. FISCHER, BRISTOR, GAINER 1996, S. 179).

2.4 Subkultur:

Die Definition des Begriffes „Subkultur" hat viel gemein mit den bisherigen Definitionen. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Subkultur eine eigenständige Kultur innerhalb der herrschenden Kultur des Landes ist. Geschaffen von einer Gruppe oder Gemeinschaft die in dieser herrschenden Gesellschaft eine Minderheit darstellt. Schwendter schreibt:

„Somit ist Subkultur ein Teil einer konkreten Gesellschaft, der sich in seinen Institutionen, Bräuchen, Werkzeugen, Normen, Wertordnungssystemen, Präferenzen, Bedürfnissen usw. in einem wesentlichen Ausmaß von den herrschenden Institutionen etc. der jeweiligen Gesamtgesellschaft unterscheidet" (SCHWENDTER 1978, S.11).

Auch Subkulturen besitzen eine identitätsstiftende Funktion und basieren auf einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie zeichnen sich aus, durch Faktoren wie einen eigenen geschichtlichen Hintergrund, eine besondere Sprache und ein spezielles Verhalten.

2.5 Der Vergleich der Begriffe „Minderheit" und „Subkultur" am Beispiel der Gehörlosengemeinschaft

„Minderheiten sind die Sterne im Firmament, die Mehrheiten sind die Dunkelheit, in der sie treiben." (Martin H. Fischer)

In diesem Kapitel geht es um die Frage, ob die Gehörlosenkultur sowohl eine Minderheit als auch eine Subkultur in unserer herrschenden Gesellschaft darstellt. Um diese Begriffe jedoch miteinander zu vergleichen, ist es erst nötig, ein genaueres Augenmerk auf die Begrifflichkeit „Minderheit" zu richten. Der Begriff der „Minderheit" lässt sich wie folgt definieren:

„Minderheit ist der kleinere, zahlenmäßig unterlegene Teil einer Gruppe. Minderheit ist eine kleine Bevölkerungsgruppe in einem Staat, die sich in ihrer Abstammung, Kultur, Religion und Sprache (von der übrigen Bevölkerung) unterscheidet" (www.thefreedictionary.com). Unter dem Begriff „Minderheit" versteht man also einen Teil eines Staatsvolkes, der sich durch personale und kulturelle Merkmale von der Bevölkerungsmehrheit unterscheidet, wobei die Unterschiede meistens in der Sprache, Rasse oder Religion liegen. Des Weiteren besteht eine Minderheit, wenn diese zahlenmäßig einer anderen dominierenden Gruppe unterlegen ist. Innerhalb der bestehenden Minderheiten lassen sich noch einmal einzelne Gruppen heraus kristallisieren. So gibt es beispielsweise auch eine sprachliche Minderheit. Dies bedeutet, dass bestimmte Völker eine andere Muttersprache sprechen als die Bevölkerungsmehrheit im Staat. (Beispiel: Gebärdensprache).

Wie im vorherigen Kapitel bereits erwähnt, versteht man unter „Subkultur", das eigene Normen und Werte besitzende kulturelle System einer Minderheit, die von der gesamten sie umgebenden Gesellschaft bewusst abweicht. In diesem Kontext ist wichtig, dass die Subkultur in jeder Hinsicht gleichwertig ist mit der dominierenden Kultur, jedoch in manchen Bereichen mehr Einschränkungen erlebt (vgl. SCHULTEIS 2006, S. 1). Innerhalb dieser beiden Begrifflichkeiten kommt es immer wieder zu Überschneidungen. Im Hinblick auf die Gehörlosenkultur fällt auf, dass sie sich, aufgrund der vielen Überschneidungen in den Definitionen, zu beiden Begriffen zuordnen lässt. Allerdings ist die Sichtweise, Gehörlosenkultur als Subkultur zu bezeichnen, eher selten vertreten, obwohl doch hier eigentlich eine Chance für die Gehörlosenkultur liegt, auch außerhalb der Gehörlosenforschung Beachtung zu finden. Der Unterscheid zwischen Minderheit und Subkultur liegt deutlich darin, dass die Minderheit sich hauptsächlich durch die Anzahl der Personen auszeichnet, wobei die Subkultur eher das Hauptaugenmerk auf die kulturellen Eigenschaften legt. Sie dient dazu, Identität her zu stellen und besitzt ihre eigene kulturelle Grundlage, so z.B. die Geschichte, Sprache, Erfahrungen, Werte und Normen (ebd.). Dieses identitätsstiftende Moment ist auch eine wichtige Begründung für die Gemeinschaft der Gehörlosen. Somit beschreibt der Begriff der Subkultur die Gehörlosengemeinschaft noch treffender als der Begriff der „Minderheit".

Der österreichische Schriftsteller und Sozialwissenschaftler Rolf Schwendter erläutert in seinem Werk „Theorie der Subkulturen" einige Kriterien, an denen eine Subkultur erkennbar ist und die durchaus auch auf die Gehörlosengemeinschaft übertragen werden können. So besitzen Subkulturen andere Werte und Normen als die herrschende Gesellschaft. Abgesehen von der Deutschen Gebärdensprache äußert sich das in der Gehörlosengemeinschaft z.B. auch durch ein anderes Verständnis von Nähe und Distanz. Die Selbstorganisation der Bedürfnisse stellt ein weiteres Merkmal dar. Die Vertretung dieser besonderen Bedürfnisse macht sich in Deutschland der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. zur Aufgabe. Um in der herrschenden Gesellschaft Öffentlichkeit herzustellen dienen wichtige Organe wie spezielle Zeitschriften, Zeitungen oder eigene Universitäten. Ebenso gibt es in der Kultur der Gehörlosen verschiedene Milieus die einen Gegensatz bilden zu den gängigen. Hierunter kann man spezielle Gruppen verstehen wie den Deutschen Gehörlosen-Sportverband. Als weiteres Merkmal wäre noch der Begriff der Gegenökonomie zu nennen. Dies sind Firmen, die eigens von der entsprechenden Subkultur gegründet wurden und von ihnen geleitet werden. (vgl. SCHWENDTER 1978, S. 27 )

3. Die Gehörlosengemeinschaft

Wie schon eingangs erwähnt, stellt der Zusammenschluss der Gehörlosen in unserer Gesellschaft eine besondere Gruppe dar (vgl. VOGEL 2002, S. 1). Padden definiert diese Gemeinschaft als eine Gruppe (gehörloser und schwerhöriger) Menschen, die gemeinsame Ziele vertreten und zusammen arbeiten, um diese Ziele zu erreichen. Zu dieser Gemeinschaft können auch Personen gehören, die zwar nicht gehörlos sind, die aber die Ziele der Gemeinschaft aktiv unterstützen und die mit den Gehörlosen zusammenarbeiten, um diese Ziele zu erreichen (PADDEN 1989, S. 5). Nach Helmut Vogel gibt es verschieden Merkmale, die diese Gemeinschaft und ihre Kultur klar kennzeichnen (vgl. VOGEL 2002, S. 2).

  • fließende Kommunikation in Gebärdensprache zwischen den Gebärdensprachlern
  • die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse in Gehörlosenschulen, Familien und Gesellschaften
  • von Generation zu Generation weitergegeben
  • die geschichtliche Entwicklung der Gehörlosengemeinschaft
  • die Bräuche und Witze, die über das Leben der Gehörlosen berichten
  • die Vertrautheit durch die ähnlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit Gehörlosen aus anderen regionalen und internationalen Ländern

Doch auch wenn sich eine hörgeschädigte Person in diesen Merkmalen wiederfindet, ist sie nicht zwangsläufig Mitglied der Gehörlosengemeinschaft. Die wohl wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme an der Gemeinschaft und deren Akzeptanz ist, dass man sich vollständig mit dieser identifiziert, also sich selber nicht als Mensch mit einer Behinderung, sondern sich als Teil einer linguistischen Minderheit sieht und mit den Werten und Normen dieser Gemeinschaft korreliert. Die Gehörlosengemeinschaft lehnt also Personen ab, die sich der biomedizinischen Sicht von Gehörlosigkeit zuwenden (vgl. SKELTON 2003, S. 454).

Die Tatsache, dass eine Person eine Hörschädigung hat, ist also kein Kriterium dafür, Zugang zu der Gemeinschaft der Gehörlosen zu haben. Ganz im Gegenteil, es gibt eine große Bandbreite von Faktoren, die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft sind (vgl. COKELY 1986, S. 57 ). So ist der Status des Hörlevels weniger ausschlaggebend als der Grad der Identifizierung mit der Gruppe. Es gibt durchaus auch hörende Personen, die innerhalb der Gemeinschaft akzeptiert werden, da sie einen Beitrag leisten und die Werte der Gemeinschaft ausleben. Jedoch ist der Grad der Akzeptanz schwankend. Dieser wird beurteilt nach den Fähigkeiten und Erfahrungen der entsprechenden Person (ebd.).

Das unten dargestellte Modell soll an dieser Stelle kurz die schwierigen Zusammenhänge innerhalb der Gemeinschaft der Gehörlosen und die Intensität der Beziehungen untereinander skizzieren.

Anhand dieses Diagrammes sieht man vier mögliche Wege, Mitglied in der Gehörlosengemeinschaft zu werden. Den audiologischen, politischen, sozialen und den linguistischen Weg (vgl. COKELY 1986, S. 55f).

Mit dem audiologischen Weg ist gemeint, dass eine Person Mitglied der Gemeinschaft wird, aufgrund der Tatsache seines Hörverlustes. Oftmals bilden ein Großteil dieser Personen den eigentlichen Kern der Gemeinschaft, da der Hörverlust natürlich Grundpfeiler der Kultur ist. So wird diesen Menschen selbstverständlich auch eine größere Akzeptanz entgegengebracht. Mit dem politischen Aspekt ist gemeint, dass Personen an der Gruppe teilnehmen, die einen großen Einfluss auf die Gemeinschaft haben, durch gewisse und spezielle Tätigkeiten in der Politik. Aus linguistischer Sicht gesehen haben Personen Zugang zu der Gemeinschaft, wenn sie in der Lage sind, sowohl die Deutsche Gebärdensprache zu verstehen, als sie auch selber als Kommunikationsmittel zu nutzen. Oft steht hier der Grad des fließenden Gebärdens, also der Sprachgewandtheit, mit dem Grad der Akzeptanz in der Gruppe in Zusammenhang. Der weiterer Weg Zugang zu der Gemeinschaft zu bekommen, ist der soziale Weg. Das bedeutet, dass man auf zufriedenstellende Weise ein Teil der Gemeinschaft wird, indem man eingeladen ist und sich angenehm begleitet fühlt und Freunde hat, die auch Teil der Gemeinschaft sind. Dieser Zugang beinhaltet natürlich auch, dass man beispielsweise in der Lage ist über die Gebärdensprache zu kommunizieren (vgl. COKELY 1986, S. 55f).

Insgesamt verdeutlicht dieses Diagramm also, dass die Teilnahme an der Gemeinschaft nicht ausschließlich auf einzelnen Faktoren basiert, sondern begründet ist, in dem Zusammenspiel von verschiedenen Umständen und der Tatsache, dass man sich mit der Gehörlosengemeinschaft identifiziert und ihre Kultur anerkennt und lebt. Ist dies der Fall, wird einem Akzeptanz entgegengebracht.

Des Weiteren soll die Mitte des Schaubildes den Kern der Gemeinschaft symbolisieren. Dieser wird gebildet aus der Personengruppe, die sowohl einen Hörverlust verzeichnen, der Gebärdensprache kundig sind und gemeinsame Erfahrungen teilen. (vgl. COKELY 1986, S. 57).

Generell lässt sich sagen, dass die Gehörlosengemeinschaften lokal gesehen, sehr kleine Einheiten bilden, die allerdings national und international eng miteinander verbunden sind. Es ist nicht unüblich, dass Freundschaften über eine große Entfernung ein Leben lang aufrechterhalten bleiben. Auch Eheschließungen innerhalb dieser Gemeinschaft sind nicht selten (vgl. SKELTON 2003, S. 458).

3.1 Deaf oder deaf - das Zugehörigkeitsgefühl der Gehörlosen

Zwischen gehörlosen Menschen und deren Zugehörigkeitsgefühlen zu einer bestimmten Kultur, gibt es erhebliche Unterschiede. Zu unterscheiden wären da vornehmlich die Gehörlosen, die sich als D/deaf (Gehörlos) und denen die sich als behindert identifizieren oder identifiziert werden. Für viele Mitglieder der Gehörlosenkultur ist die Gehörlosigkeit keine Behinderung, sondern ein Merkmal, dass einen zu einer bestimmten linguistischen Minderheit mitzählen lässt.

In der Terminologie gibt es einen Unterschied zwischen der Schreibweise „Deaf" und „deaf" (vgl. SKELTON 2003, S. 454), welche das Verständnis von der eigenen Identität verdeutlichen soll. Diese Unterscheide werden im folgenden beschrieben, wobei es natürlich auch signifikante Überschneidungen und Verbindungen zwischen diesen Gruppen gibt.

3.1.1 deaf

Der Begriff „deaf" ist dem medizinischen Modell zuzuordnen. Er bezieht sich auf den audiologischen Zustand, also die Unfähigkeit zu hören. Dieser wird im Vergleich zu Menschen mit einem normalen Hörlevel gemessen. (vgl. SKELTON 2003, S. 454 - 455) Gehörlosigkeit wird als eine Behinderung oder Beeinträchtigung verstanden. Die Menschen, die sich als deaf identifizieren oder identifiziert werden, bringen sich nicht mit Mitgliedern der Gehörlosengemeinschaft in Verbindung, denn sie streben an, sich mit hörenden Menschen zu vergleichen und sehen ihre Gehörlosigkeit als ein medizinisches Phänomen und eine Form von Behinderung. (vgl. SKELTON 2003, S. 455) Sie verwenden nicht die Gebärdensprache als erste Sprache, sondern mündliche Arten der Kommunikation wie zum Beispiel das Lippenlesen oder das Sprechen. (ebd.).

3.1.2 Deaf:

Die Terminologie „Deaf" ist dem „sozialen Modell" zuzuordnen und geht davon aus, dass nicht der Mensch behindert ist, sondern von der Umwelt behindert wird. Die hörende Welt schließt die Gehörlosen Menschen aus, letztendlich auch durch die Unfähigkeit, mit gehörlosen Menschen zu kommunizieren. Doch in diesem Falle meint Gehörlos mehr als nur taub zu sein, es beinhaltet, dass man der Gehörlosengemeinschaft zugehörig ist und mit ihr auch eine eigene Kultur und deren Werte und Normen teilt. (vgl. SKELTON 2003, S. 455) Um Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden ist es allerdings nötig, auch die Sprache dieser Gemeinschaft zu benutzen, die Gebärdensprache. Selbstverständlich sieht auch dieses Modell, dass gehörlose Menschen eine körperliche Beeinträchtigung haben, doch wird ihnen dieses nicht als Nachteil angelastet, denn diese Beeinträchtigung entsteht mehr durch die äußerlichen Gegebenheiten. Der Ausdruck „Deaf" ist eng verstrickt mit einer Konstruktion von Identität (vgl. SKELTON 2003, S. 455), mit der Gehörlosengemeinschaft, der Gehörlosenkultur und der Gebärdensprache. Somit besitzen diese Menschen eine starke „Deaf-Identität". Meist besuchen oder besuchten sie Schulen für Gehörlose, die ihnen erste Erfahrungen mit der Gemeinschaft der Gehörlosen ermöglichen.

Nachfolgend muss erwähnt werden, dass es durchaus Gehörlose gibt, die sich sowohl als deaf als auch als Deaf sehen. Dies hängt von der Gruppe oder Umgebung ab, in der sie sich bewegen. Ein Mensch kann sich der Gemeinschaft der Gehörlosen zugehörig fühlen und sich mit ihrer Kultur identifizieren, aber im Rahmen von der Familie, der Arbeit oder Vereinen, etc. sich als deaf identifizieren, in dem er sich gerade in einer anderen Welt bewegt. Die Grenzen verschwimmen hier, denn nun sieht er sich ganz anderen Anforderungen bzw. ganz anderen Auffassungen gegenüber gestellt. In diesem Kontext ist es ihm nun nicht mehr möglich über die Gebärdensprache zu kommunizieren, die er fließend beherrscht, sondern muss sich in einer Welt zurechtfinden, die eine Kommunikationsform gebraucht, die ihm vielleicht nicht vollständig zugängig ist. Er wird in seiner Kommunikation also behindert. (vgl. SKELTON 2003, S. 455 - 456)

3.2 Wiesbadener Erklärung

Diese Erklärung ist zurückzuführen auf die Kulturkonferenz vom 1. - 3. Juni 2007 des Vereins „Kultur und Geschichte Gehörloser e.V." (KuGG) in Wiesbaden. Unter dem Motto „Neue Wege in der Gehörlosenkultur" waren vor allem die Themen „Deafhood" und „Audismus" Inhalt dieser Tagung. Es galt, diese Begrifflichkeiten genauer zu erläutern und zu klären, da sie einen großen Wert für die Weiterentwicklung der Gehörlosenkultur haben.

3.2.1 Audismus

Der Begriff „Audismus" stammt ab von dem lateinischen Wort „audire", was so viel bedeutet wie „hören", und dem englischen Wort „-ismus". Die Wörter, die auf „-ismus" enden, weisen auf eine Tendenz, Richtung oder (oft extreme) Geisteshaltung hin (vgl. WOLF 2007, S.8 ).

So ist laut Teuber, der als gehörloser deutscher wissenschaftlicher Mitarbeiter in Boston (USA) arbeitet, unter dem Wort „Audismus" eine Zusammensetzung von Einstellungen und Ansichten zu verstehen, in denen der Wert des Hörens und Sprechens absolut oder zu hoch gestellt wird, woraus bewusste oder unbewusste Diskriminierungen in verschiedener Härte in Form von Äußerungen, Taten, Benachrichtigungen und Regelungen kommen, die zu tauben und schwerhörigen Menschen gesagt oder an ihnen ausgeübt werden oder gegen sie gerichtet sind (ebd.).

Dieser Art von Diskriminierung, Ausgrenzung und Bevormundung sehen sich Gehörlose tagtäglich ausgesetzt, wobei die Menschen, die diese Diskriminierung ausüben, es oft gar nicht bemerken. Das Bild, dass Behinderung immer bedeutet, Barrieren in seinem Leben zu haben, ist so verwurzelt im Denken der Mehrheit, dass auch hier wieder deutlich wird, dass wir noch weit entfernt sind von einer Inklusion. Diese Diskriminierung verursacht die Probleme der Menschen mit Behinderung. Sie werden von ihrer Umwelt behindert. So ist Audismus eine Form von Rassismus, die sich ebenso wie Sexismus u.a. gegen eine Minderheit richtet. Gehörlose werden wegen ihrer Gehörlosigkeit stigmatisiert und automatisch von der hörenden Welt als unterlegen dargestellt. So ist es nicht selten, dass Hörende versuchen die Gehörlosengemeinschaft zu dominieren, um zu formen und Macht über sie aus zu üben (ebd.).

3.2.2 Deafhood

Dieser Begriff lässt sich ableiten aus dem englischen Wort „deaf" (taub) und dem Hilfswort „hood" (sein). Unter diesem Wort ist das positive Taubsein zu verstehen, denn es richtet sich gegen das defizitäre Denken unserer Gesellschaft (vgl. WOLF 2007, S.8 ).

„Deafhood" ist ein dynamisches Konzept, das beinhaltet, bewusst zu denken und zu handeln (vgl. KuGG 2007, Wiesbadener Erklärung), eine positive Sicht- und Betrachtungsweise zu haben, den ganzen Menschen mit all seinen Fähigkeiten zu sehen und die eigene Kultur und Gebärdensprache der Gehörlosen zu akzeptieren. Es ist wichtig, die Selbstachtung und das Selbstvertrauen sowie das Selbstwertgefühl der Menschen aufzubauen und weiter zu fördern. Des Weiteren besitzt „Deafhood" als Grundprinzip die Gebärdensprache, die eine Besonderheit darstellt, da sie weltweit verwendet werden kann und somit die Lebensqualität der gehörlosen Menschen grundlegend verbessert (vgl. WOLF 2007, S.8 ). Sie trägt bei zur sprachliche Vielfalt dieser Welt und ist als Teil der Gehörlosenkultur mittlerweile ein wichtiger linguistischer Baustein unserer Gesellschaft. Somit ist „Deafhood" der Gegensatz des vorher erläuterten Begriffs „Audismus", der aus medizinischer Sicht entwickelt wurde und letztlich nur die Beeinträchtigung in den Vordergrund stellt. Deafhood sollte als richtungslenkendes Konzept für die Zukunft gesehen und verstanden werden (vgl. KuGG 2007, Wiesbadener Erklärung).

3.3 Deaf Studies - Disability Studies

Sowohl Deaf Studies, als auch Disability Studies sind emanzipatorische Ansätze, die sich zurückführen lassen auf die sozialen Bewegungen der 60er Jahre. Die Gemeinsamkeit dieser Ansätze besteht unter anderem darin, dass die Forderung besteht, Leitdifferenzen wie behindert/nichtbehindert oder gehörlos/hörend aufzuheben, da diese Begriffe einen Gegensatz beinhalten, der nur allzu schnell in Diskriminierung und Ausgrenzung münden kann. Sie haben sich als ein Ziel gesetzt, negativen Prozessen der Identitätsstiftung entgegen zu wirken (vgl. BRUHNS, HOMANN 2007).

3.3.1 Deaf Studies

Dieser Ansatz basiert auf Studien der Sprache, der Gemeinschaft und der Kultur von Gehörlosen und ging aus den Gehörlosengemeinschaften hervor (vgl. BRUHNS, HOMANN 2007).

Innerhalb dieses Ansatzes gibt es verschiedene Überschneidungen von wissenschaftlichen Disziplinen. So sind zum Beispiel die Psychologie, die Sprachwissenschaft und die Soziologie wichtige Bestandteile dieser neuen emanzipatorischen Richtung. Die Arbeitsweisen dieser Wissenschaften wurden zwar ursprünglich von Hörenden entwickelt, werden aber innerhalb der „Deaf Studies" immer aus Perspektive der Gehörlosen betrachtet und bewertet. Jedoch haben auch ebenso Hörende die Möglichkeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Gerade durch das große Interesse an der Deutschen Gebärdensprache als ein identitätsstiftendes Moment, konnte dieser Ansatz auch Einzug in die Linguistik finden (ebd.). Innerhalb dieser Sichtweise ist die Gehörlosenkultur eine Subkultur unserer herrschenden Gesellschaft. Deaf Studies empfindet die Gehörlosigkeit als eine positive körperliche Dimension. Die Verfechter dieses Ansatzes sehen sich als Minderheit, die in der umgebenden Gesellschaft oft Ausgrenzungen und Diskriminierungen ausgesetzt ist.

3.3.2 Disability Studies

Durch die internationale „Independent Living"-Bewegung (Selbstbestimmt-Leben-Bewegung) hat sich seit den 80er Jahren stark herauskristallisiert, dass die Probleme und Schwierigkeiten von Menschen mit einer Behinderung nicht in ihren körperlichen Schädigungen begründet sind, sondern in der sie umgebenden Umwelt. Durch eingeschränkte Teilhabe, Ausgrenzung, Vorurteile und Diskriminierung werden diese Menschen in ihrer Lebensführung behindert. Behinderte Menschen sind danach in erster Linie Angehörige einer unterdrückten Minderheit. Diskriminierung und Behindertenfeindlichkeit sind die wesentlichen Probleme, die mit einer Behinderung einhergehen.

Der Ansatz „Disability Studies" beschäftigt sich mit eben diesem Themenbereich. Leitziel ist in diesem Rahmen die Inklusion, womit gemeint ist, dass Integration nicht reicht, denn diese setzt eine Ausgrenzung voraus. Wichtig ist, dass sich das Bild und Verständnis von Behinderung verändert und weiterentwickelt. Im Hinblick auf „Disability Studies" wird der Mensch vom Objekt zum Subjekt der Forschung (www.zedis.uni-hamburg.de).

Dies bedeutet, dass die Erfahrungen und Sichtweisen von Menschen mit einer Behinderung in den Mittelpunkt rücken. Hieraus sollen Lösungsstrategien und -wege entwickelt werden. Jedoch ist dieser Ansatz bis heute kaum etabliert und im Rahmen der Gehörlosenkultur sehr diskutiert. Gründe für den ausbleibenden Aufstieg der Disability Studies könnten zum einen sein, dass bis heute die individualtheoretischen Sichtweisen, trotz neuer Erkenntnisse innerhalb der Behindertenpädagogik, eine vorrangige Priorität haben. Zum anderen wurden Menschen mit einer Behinderung nicht ausreichend in die Forschung integriert (vgl. BRUHNS, HOMANN 2007). Ein weiterer wesentlicher Grund ist die Tatsache, dass Disability Studies ehemals von einer richtungsgebenden Bewegung zurückgewiesen wurde, der Heilpädagogik.

Als letztes stellt natürlich auch die Namensgebung dieses Faches für viele Betroffene ein großes Problem dar. Da sich die Mitglieder der Gehörlosenkultur als linguistische Minderheit identifizieren, also die Hörbeeinträchtigung somit für sie keine Behinderung darstellt, ist der Begriff „Disability Studies" schwer mit den Idealen der Gemeinschaft zu vereinbaren.

3.4 Das Cochlea Implantat - Bedrohung für die Gehörlosenkultur

Das Cochlea-Implantat (CI) ist eine Hörprothese für Gehörlose, deren Hörnerv noch funktioniert. Indem Schall in elektrische Impulse umgewandelt wird, wird der Hörnerv in der Hörschnecke stimuliert. Diese Prothese ermöglicht den Patienten somit Sprache und Töne wahrzunehmen.

Durch die Entwicklung des Cochlea Implantates (CI) in den achtziger Jahren, fühlen sich viele Mitglieder der Gehörlosenkultur in ihrer Gemeinschaft und Identität bedroht, da sie die Zerstörung dieser befürchten. (vgl. SIEPRATH 1989, S. 72-74). Der in der hörenden Welt weitverbreitete Gedanke der Wiederherstellung beeinträchtigter menschlicher Fähigkeiten und der Gedanke der Förderung der Menschenwürde, setzt erst einmal voraus, Gehörlosigkeit als eine Behinderung zu sehen. Von dieser Sichtweise distanziert sich allerdings ein Großteil der gehörlosen Menschen. Sie befürchten durch diese Sichtweise wieder stärker defizitär wahrgenommen zu werden (vgl. BRUHNS, HOMANN 2007) Neben der signifikanten Veränderung der Lebensumstände, die ein Individuum durch diese Therapie sicherlich erfährt, hat sie auch eine weitreichende soziokulturelle Konsequenz. Viele Gehörlose sehen durch das Implantat die Kultur ihrer Sprache, der Gebärdensprache, als bedroht an. Dadurch, dass die CI-versorgten Kinder durch eine intensive hörgerichtete Erziehung zur Lautsprache geführt werden, rückt die Gebärdensprache drastisch in den Hintergrund. Umso mehr Menschen implantiert werden, desto weniger erlernen die Gebärdensprache. Sie verschwindet also zunehmend im Gesamtbild der Gesellschaft. Dies hat zur Folge, dass das medizinische Bild, nämlich das Hörunfähigkeit ein defizitärer Makel oder eine Behinderung ist, wieder in den Vordergrund tritt und auch die Anzahl der Mitglieder der Gehörlosengemeinschaft zurückgeht. Vielerorts sehen sich Gehörlose dem Vorwurf gegenüber, ihre negierende Haltung würde darin gründen, möglichst viele Menschen vom Erwerb der Lautsprache abzuhalten um so eine größere Gruppe zu sichern (ebd.).

Letztendlich muss in diesem Bereich nach Voit ein drastische Auseinandersetzung stattfinden, was beispielsweise bedeuten könnte, die Gebärdensprache sowie die Gemeinschaft für Andere reizvoller und zugänglicher zu machen. Und andererseits die Meinung der Gehörlosen zu akzeptieren, die sich eher den Besserhörenden oder Normalhörenden zugehörig fühlen (vgl. VOIT 1995, S. 44).

4. Fazit

Die Gehörlosengemeinschaft und ihre Kultur ist eine Minderheit oder Subkultur innerhalb unserer Gesellschaft in der wir leben. So ist es wichtig, von dieser Kenntnis zu nehmen und sich mit den Problemen unserer Mitmenschen zu beschäftigen und diese, wenn möglich, nicht zu vergrößern. Die Beschreibung „gehörlos" ist nicht synonym mit dem Begriff „behindert". Der Begriff „gehörlos" beinhaltet viel mehr oder ganz anderes als das. Menschen identifizieren sich über diese Begrifflichkeit. „Gehörlos" zu sein kann einerseits für viele Menschen bedeuten, Mitglied einer linguistischen Minderheit zu sein, die eine eigene Kultur pflegt. Andererseits gibt es Gehörlose, die sich eher der hörenden Welt zuordnen und ihre Gehörlosigkeit als Behinderung erleben.

Gehörlose Menschen sehen sich nicht selten Problemen gegenüber gestellt, die die Mehrheit der Gesellschaft verursacht, aber eben keine Kenntnis davon nimmt. So werden von Gehörlosigkeit betroffene Menschen oftmals unbewusst diskriminiert, sei es auf offener Straße oder in den Medien. Oft ist es die Gesellschaft, die die Gehörlosen behindert und nicht die Beeinträchtigung selber.

In den letzten Jahren versucht man innerhalb der Lehre und Forschung neue emanzipatorische Ansätze zu schaffen, die die Interessen der Gehörlosen in den Mittelpunkt rücken und neue Perspektiven schaffen sollen.

Auch wenn diese Ansätze noch nicht gleicherweise Beachtung finden, ist es eine große Chance, als eigene wissenschaftliche Disziplin, mehr Aufsehen in der dominierenden Gesellschaft zu erregen.

Meiner Meinung nach ist dies ein guter Anfang um das Thema der Gehörlosenkultur in der Gesellschaft publik zu machen und so zu erreichen, dass ein Perspektivwechsel stattfindet.

5. Literatur:

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Fischer, E.; Bristor, J.; Gainer, B. (1996). Creating or Escaping Community?: An Exploratory Study of Internet Consumers' Behaviors. In: Advances in Consumer Research, Vol. 23, S. 178-182.

Kultur und Geschichte Gehörloser e.V. (Hrsg.) (2007). Wiesbadener Erklärung. http://www.kugg.de/download/Wiesbadener-Erklaerung_KuGG.pdf (Zugriff 30.10.2007).

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http://de.thefreedictionary.com/Minderheit

http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2008/04/venter

_bruhn_homann_inklusion_horbehinderte.pdf



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