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Bücherwurm - Analyse von Fibel, Übungsheft, Arbeitsblock und Lehrerband
Datum: 02. Januar 2011 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Diese Ausarbeitung handelt von dem Lehrbuch 'Bücherwurm'. Analysiert werden Fibel, Übungsheft, Arbeitsblock und Lehrerband.

Bücherwurm - Analyse von Fibel, Übungsheft, Arbeitsblock und Lehrerband
1. Einleitung
Auf die Frage, was sie in der Schule lernen wollen, würden einem wohl alle Kinder die selbe Antwort geben, natürlich Lesen und Schreiben. Das Erlernen dieser beiden Kulturtechniken ist für sie das zentrale Thema im Bezug auf Schule. Bereits vor der Einschulung haben die Kinder
unterschiedliche Erfahrungen mit der Schrift gemacht. Viele Kinder können schon ihren eigenen Namen schreiben, einige können weitere Worte oder einzelne Buchstaben aufschreiben. Manche Kinder können schon lesen. Es gibt aber auch immer wieder Kinder, die noch keinerlei Erfahrungen mit Schrift gemacht haben; die nicht wissen, wofür man Schrift überhaupt
benötigt oder wodurch sie sich von Malen unterscheidet. Als spätere Lehrerin muss ich auf diese Erfahrungsunterschiede vorbereitet sein. Es wird meine Aufgabe sein, allen Kindern lesen und schreiben beizubringen und hier nach Möglichkeit kein Kind zu über- bzw. unterfordern. Eine mögliche Lese- und Schreiblernmethode ist ein Fibellehrgang.
Allerdings ist es bei der Auswahl der Fibel wichtig, sie genau zu untersuchen. Die einzelnen Fibeln unterscheiden sich gerade im Inhaltlichen und in den sozialerzieherischen Zielen voneinander, so daß im Grunde jedes Buch für sich beurteilt werden muss.[1]Ich möchte mich in meiner Aufgabe mit der Fibel „Bücherwurm" aus dem Klett-Verlag beschäftigen. Sie ist im Januar 2004 erschienen und zählt somit zu den neueren Fibeln.
2. Allgemeines
„Bücherwurm" ist im Januar 2004 im Klett-Verlag erschienen. Es handelt sich hier um eine Neuausgabe der im August 1998 erschienen „Bücherwurm" - Fibel. Neben dem Schülerbuch sind im Klett-Verlag noch weitere Zusatzmaterialien erschienen. Hierbei handelt es sich um ein zweibändiges Übungsheft, einen Arbeitsblock, eine Anlauttabelle, Anlautbilder, ein Anlautposter für den Klassenraum sowie speziell für den Lehrer ein Lehrerband, eine CD mit ergänzenden Liedern und Geschichten, einen Stempel mit der Bücherwurm-Leitfigur sowie eine Bücherwurm-Handpuppe. Für das 2. und 3. Schuljahr gibt es, passend zur Fibel, jeweils ein Sprachbuch, ein Lesebuch und ein Arbeitsheft. Eine Informationsschrift für die Eltern liegt bedauerlicherweise nicht vor.
2.1 Die Fibel
Die Fibel wurde von Dorothea Czarnetzki, Peter Heitmann, Hannelore Rothe, Peter Sonnenburg, Martina Weißenburg und Marion Wundke verfasst. Für die Illustrationen sind Barbara Schumann, Gisela Röder-Maurer und Wolf Mond verantwortlich. Das Werk hat einen Umfang von 144 Seiten und besitzt einen festen, stabilen Einband, der den Anforderungen bestens angepasst ist. Es wird so vor Beschädigungen geschützt. Das Format ist zwischen DIN A4 und
DIN A5 gewählt, es beträgt 201 mm x 266 mm. Die Fibel passt somit gut in jeden Schulranzen.
Inhaltlich besteht sie aus drei Einheiten: den Lehrgangsseiten, „Lesen und Schmökern" und dem Jahreskreis.
Die Lehrgangsseiten machen den größten Teil aus. Sie umfassen die Seiten 6-95. In diesem Teil werden alle Buchstaben sowie einige Buchstabenverbindungen (z.B. „ei" Seite 41, „ng" Seite 57) eingeführt.
Unterbrochen wird der eigentliche Lehrgang durch das Einfügen der „AHASeiten" sowie der „Lesekreis-Seiten". Diese Seiten sind orangefarbene Seiten, die sich an den sonstigen weißen Fibelseiten deutlich abheben. Auf ihre genaue Funktion werde ich in der Analyse (siehe Punkt 3.2, Seite 6) zu sprechen kommen.
„Lesen und Schmökern" umfasst die Seiten 96-124. Diese dienen der Festigung des Lesenlernens und führen die Kinder an Kinderliteratur heran.
Der daran anschließende Jahreskreis (S. 125-141) beinhaltet jahreszeitlich gebundene Texte, die von der Lehrperson individuell zur passenden Zeit eingesetzt werden können.
Insgesamt behandeln diese drei Bereiche eine Vielzahl von Themen, wobei ein Thema eine Seite oder maximal eine Doppelseite in Anspruch nimmt. Als Beispielthemen sind hier „Oma hilft" (S. 33), „Gute und schlechte Tage" (S. 59) oder „Das Waldhaus" (S. 113) zu nennen.
2.2 Übungshefte
Das zweibändige Übungsheft kann entweder in Schulausgangsschrift (Teil 1 und 2) oder als Kombination aus einem Übungsheft „Druckschrift" (Teil 1) und einem Übungsheft „Von Druckschrift zu Schulausgangsschrift" (Teil 2) bestellt werden. Der Lehrer erhält so die Möglichkeit den Schreiblehrgang in Druckschrift oder Verbundschrift zu beginnen. Die Übungshefte dienen der Vertiefung und praktischen Anwendung der in der Fibel eingeführten Buchstaben. Es werden immer Übungen auf Buchstaben-, Wort- oder Satzebene angeboten. Auffällig ist hier die Vielfältigkeit der Aufgaben. Zur Orientierung für die Kinder wird zu Beginn in den einzelnen Übungszeilen ein Zeilenhaus eingefügt. Dieses taucht jedoch am Ende des ersten Teils schon nicht mehr auf. Als Hilfe für Linkshänder steht der zu übende Buchstabe bei reinen Buchstabenübungen auch immer am Ende der Zeile.
2.3 Bücherwurm-Arbeitsblock: Üben - Differenzieren - Fördern
Der Arbeitsblock besteht aus 80 unverbundenen, auf Karton gedruckten Seiten. Er dient, wie der Untertitel schon verrät, dem Üben, Differenzieren und Fördern der Schüler. Mit Hilfe der Materialien im Arbeitsblock stellen die Kinder Spiele wie Dominos, Memorys oder Stabpuppen, aber auch Mini- oder Klappbücher her. Die Resultate stehen stets im Zusammenhang mit Übungen zu Lauten und Buchstaben, [...] Silben und Wörtern, [...] Sätzen und Texten.[2]
2.4 Anlauttabelle, Anlautbilder, Anlautposter
Die Bücherwurm-Anlauttabelle unterstützt den Fibellehrgang und ermöglicht den Kindern freies Schreiben. Sie liegt als Einlegekarte in jeder Fibel vor, ist aber zusätzlich auf dem
hinteren Einband abgedruckt. Die einzelnen Anlautbilder sind in alphabetischer Reihenfolge angeordnet; sie enthalten stets das gesamte Buchstabenpaar. Im Anschluss an das
Alphabet werden die Umlaute und einige mehrgliedrige Buchstabenverbindungen dargestellt.
Die einzelnen Anlautbilder werden in der Fibel bei der Einführung des jeweiligen Buchstaben aufgegriffen. Sie befinden sich jeweils am oberen linken bzw. rechten Rand. Für den Klassenraum liegt die Anlauttabelle als Poster vor. Alternativ oder zusätzlich kann aus den mitgelieferten Anlautbildern der Bücherwurm in der Klasse aufgehängt werden. Hier ist es möglich, den Bücherwurm immer dann um einen neuen Buchstaben zu verlängern, wenn dieser
eingeführt wurde. Auf der Rückseite der Anlautbilder sind neben den Druckbuchstaben die zugehörigen Schreibschriftbuchstaben in einer Vierfeldertafel abgedruckt. Der aufgehängte Bücherwurm kann so bei Bedarf umgedreht werden und ermöglicht den direkten Vergleich der
einzelnen Buchstaben. Unterstützend hierzu sind die vier Alphabete auf der Rückseite der Einlegekarte (Anlauttabelle) abgedruckt, wobei hier die Großbuchstaben bzw. die Kleinbuchstaben im direkten Vergleich zueinander stehen.
2.5 Lehrerband
Der Lehrerband zur Fibel liegt als gebundene Ausgabe vor. Er ist mit 248 Seiten sehr unfangreich. Nach einer ausführlichen Erläuterung des Fibelkonzeptes sowie didaktisch-methodischen Hinweisen werden Anregungen zur Unterrichtsgestaltung mit den einzelnen Fibelseiten gegeben. Im Anschluss daran enthält der Lehrerband Kopiervorlagen. Inhaltlich lässt sich sagen, dass der Lehrerband viele Anregungen und Hilfen zur Differenzierung, zum fächerübergreifenden Unterricht sowie zur Öffnung des Unterrichts enthält.
3. Analyse
Als Hilfsmittel für die Analyse der Fibel „Bücherwurm" werde ich hauptsächlich Peter Conradys „Aspekte einer Fibelanalyse" sowie den Aufsatz „Die Fibel - eine Herausforderung an den Lehrer" von Kurt Meiers zu Rate ziehen.
3.1. Ersteindruck
Wie so oft, ist auch bei der Entscheidung für oder gegen eine Fibel der erste Eindruck von besonderer Bedeutung. Kurt Meiers beschreibt dieses erste [...] Kennenlernen[3] als ein Anschauen der Fibel. Man registriert, was an ihr ‚dran‛ ist[4].
Den Ersteindruck von einer Fibel bekommt man schon durch den Titel sowie die Gestaltung des Einbandes. Gerade der Einband von „Bücherwurm" ist meiner Meinung nach ansprechend gestaltet. Es werden bunte, kräftige Farben verwendet, die die Fibel leuchten lassen. Die Zeichnung auf dem Einband stellt Nina und Nino - die beiden Fibelkinder - dar. Beide Kinder sind von ihren Schulsachen umgeben. Nino hat seine Schultüte als Hut auf dem Kopf und blättert in seiner
Bücherwurm-Fibel. Nina legt ihren Namen mit Wortkarten. Die Kinder machen einen fröhlichen Eindruck. Die Darstellung einer solchen Situation lässt Kinder neugierig auf das Buch werden. Auch der Titel „Bücherwurm" wird die Kinder ansprechen. Sie werden erfahren wollen, wer sich hinter dieser Figur verbirgt. Ein kleines Indiz erhalten sie hier schon, wenn sie sich die Zeichnung genau anschauen. Die Bücherwurm-Leitfigur schaut aus Ninas Schulranzen. Auch die aufgeschlagene Fibel unterstützt den positiven Eindruck des Einbandes. Die Zeichnungen sind ansprechend gestaltet, die einzelnen Figuren sehr detailgetreu und lustig abgebildet. Die Kinder können in den einzelnen Zeichnungen vieles entdecken. Als Schrift wird von Beginn an Gemischtantiqua verwand. Die einzelnen Buchstaben sind groß und gut leserlich.
Insgesamt macht die Fibel einen positiven Ersteindruck und schafft so Interesse für eine genauere Analyse.
3.2. Methode
Bei der Bücherwurm-Fibel handelt es sich um eine methodenintegrative Fibel. Sie arbeitet hauptsächlich mit der analytisch-synthetischen Methode. Es wird somit sowohl auf die Sinnentnahme als auch auf die Technik des Lesens geachtet. Schon auf der zweiten Fibeldoppelseite werden die Namen der Fibelkinder Nina und Nino als Wortpaar dargestellt. Diese werden durchgegliedert und mittels Minimalpaarvergleich die Buchstaben „a" und „o" gewonnen. Als nächstes werden die Buchstaben „i" und „n" eingeführt. Neue Worte wie „Ina" oder „an" können so erlesen werden. Alle Buchstaben werden stets als Buchstabenpaar aus Groß- und Kleinbuchstaben gelernt. Die Bücherwurm-Fibel arbeitet außerdem mit zwei Ganzwörtern: „ruft" und „ist". Das Wort „ruft" wird schon nach vier, „ist" nach sechs analytischsynthetisch
erschlossenen Buchstaben eingeführt. Diese Tatsache ermöglicht, dass die Kinder schon früh sinnvolle Sätze lesen können. Als Beispiel ist hier „Nina ruft Mama an." zu nennen. Durch
diese Methode lernen die Kinder schon früh die Bestandteile der Schrift - Buchstaben, Worte und Sätze - kennen. Der selbstständige Umgang der Kinder mit Schrift[5] wird somit begünstigt.
Positiv zu bewerten ist auch, dass auf vielen Fibelseiten in den Zeichnungen zusätzliche Wörter oder einzelne Buchstaben abgebildet sind, die die Kinder noch nicht speziell gelernt haben. Somit können leistungsstärkere Schüler neue Buchstaben oder Worte entdecken und diese zu erlesen versuchen. Innerhalb der Fibel fallen die orangefarbenen „AHA"- bzw. „Lesekreis"- Seiten auf, die sich von den weißen Lehrgangsseiten absetzen. Diese Seiten ermöglichen eine Öffnung des Unterrichts. Die Schüler können hier differenziert und selbstentdeckend lernen.
Es gibt acht „AHA"-Seiten, welche siebenmal eine Doppelseite und einmal vier Seiten umfassen. Die „AHA"-Seiten enthalten Übungen verschiedener Schwierigkeitsstufen; sie orientieren sich an den vorangegangenen Lehrgangsseiten.
Die „Lesekreis"-Seiten hingegen beziehen sich ausschließlich auf das Lesen. Es gibt sieben Doppelseiten. Auch hier ist eine Differenzierung möglich. Die Texte auf den einzelnen Lesekreis-Seiten können unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zugeordnet werden, wobei es immer Texte gibt, die ausschließlich bekannte Buchstaben enthalten.
Weitere Möglichkeiten zur Öffnung des Unterrichts sind durch die Anlauttabelle, sowie durch den Arbeitsblock zur Fibel mit seinen vielfältigen Anregungen gegeben. Der konsequente Einsatz der Anlauttabelle ermöglicht es den Kindern die Laut-Buchstabenbeziehung zu festigen und
[...] [sie] bei ihren freien Schreibversuchen zu unterstützen[6].
In der gesamten Fibel kommt die Druckschrift, speziell die Gemischtantiqua, zur Anwendung. Sie ist von Vorteil, da die Druckschrift Schulanfängern weniger Schwierigkeiten in der Wiedererkennung und beim Abschreiben von Wörtern macht, als die Schreibschrift.
Außerdem kommen die Kinder mit Druckschrifterfahrungen in die Schule und, wie im Seminar erarbeitet, ist die noch knochenmäßig unterentwickelte Hand an den motorischen Anforderungen der Verbundschrift nicht gewachsen. Druckschrift ist zudem die Regelschrift für das spätere Lesen[7].
Von Nachteil an der Bücherwurm-Fibel ist allerdings, dass keine Texte in Verbundschrift angegeben werden. Spätestens gegen Ende des ersten Schuljahrs wird jedoch die Schulausgangsschrift gelehrt. Der Lehrer muss sich hier selbstständig um Texte in Verbundschrift bemühen. Zur Überprüfung der Lernziele werden der Lehrperson im Lehrerband
gezielte Hinweise gegeben. Diese beziehen sich auf Lernstands- und Lernfortschrittsdiagnosen.
Insgesamt kann ich nach dieser Untersuchung sagen, dass es sich bei der Bücherwurm-Fibel um einen geöffneten Lehrgang handelt, der vielfältige Materialien, Anregungen und Tipps für einen offenen Unterricht enthält. Die Fibel kann zudem als handlungs- und produktionsorientiert bezeichnet werden. Differenzierungsmöglichkeiten sind gegeben. Lediglich die fehlenden Texte in Schulausgangsschrift schlagen negativ zu Buche.
3.3. Inhalt
Bei der Untersuchung des Inhalts der Fibel fällt auf, dass viele wichtige Lebensbereiche der Kinder abdeckt werden. Besonders hervorgehoben werden die Themen „Familie" und „Schule".
Diese kommen in vielen Texten zur Sprache. Hier sind z.B. die Geschichten „Lola" (S. 12) oder „Oma" (S. 21) zu nennen. Dadurch, dass alle Kinder Erfahrungen mit Schule oder auch Familie
gemacht haben werden, ist es hier gut möglich, diese Themen zu einem Klassengespräch auszuweiten. Man könnte die Kinder z.B. von zu Hause erzählen lassen. Sie lernen sich somit besser kennen. Auch die ruhigeren Kinder werden hier eher etwas beitragen.
Aber auch weitere interessante Themen, mit denen die Kinder sich identifizieren können, werden in der Fibel angesprochen. Beispiele sind hier „Freude", „Freizeit", „Tiere" oder „Umwelt".
Manche der behandelten Themen werden jedoch einem Teil der Kinder fremd sein. So werden einige Kinder das Erntedankfest nicht kennen, Weihnachten wird manchen Kindern anderer Kulturen eventuell auch kein Begriff sein. Aber auch die Geschichte „Mein Freund Arne" (S. 78), die von einem geistig behinderten Jungen erzählt, wird vielen Kindern zunächst fremd erscheinen. Allerdings ist es sehr positiv zu bewerten, dass die Fibel auch solche Themen aufgreift. Den Kindern wird gezeigt, dass sie vor behinderten Menschen keine Scheu haben müssen, dass auch diese Menschen Freude empfinden und lebensfroh sind. In der Klasse kann hier über den Umgang mit behinderten Menschen nachgedacht werden, die
Kinder können von möglichen eigenen Erfahrungen erzählen. Trotz der Themenvielfalt in der Fibel ist mir aufgefallen, dass einige wichtige Themen in der Fibel zu kurz kommen. So hat heutzutage eigentlich jedes Kind schon eigene Erfahrungen mit dem Internet gemacht.
Die Fibel bringt dieses Thema jedoch nur am Rande zur Sprache. Das Thema „Ausländer" oder „ausländische Kinder" ist meiner Meinung nach unterrepräsentiert. In der Fibelklasse gibt es lediglich das Fibelkind Nino, einen italienischen Jungen, sowie das asiatische Mädchen Ling. Alle anderen Kinder haben Namen deutscher Kinder. Diese Zusammensetzung ist jedoch völlig unrealistisch. Ich hätte es bevorzugt, wenn in der Klasse zumindest noch ein dunkelhäutiges und ein türkisches bzw. orientalisches Kind gewesen wäre. Dies würde auch den ausländischen Schülern, die zu den bei uns häufigen Ausländergruppen zählen, bessere Identifikationsmöglichkeiten bieten.
Auch sonst wird dieses Thema „Ausländer" nur zweimal in der Fibel explizit behandelt. Ein Text beschreibt, wie in Italien, China, England und Island Geburtstag gefeiert wird (S. 65) - Länder, die nicht unbedingt als Nationalität einzelner Kinder in der Klasse auftauchen und somit auch eher kaum Identifikationsmöglichkeiten für ausländische Kinder bieten. Die Fibeldoppelseite „Liebe Mutter Erde" (S. 122/123) zeigt Kinder verschiedener Nationalitäten in einem Kreis tanzend. Auffällig ist hier jedoch, dass nur das kenianische Mädchen und ein Junge aus den USA mit dunkler Hautfarbe dargestellt wurden. Sogar Indira aus Indien wird als hellhäutiges Mädchen gezeichnet. Diese Tatsache ist ein großes Manko der Fibel. Der Einsatz in Klassen mit hohem Ausländeranteil wird somit stark eingeschränkt.
Einen positiven Aspekt der Fibel sehe ich hingegen in der Verwendung von Fibelfiguren. Die Fibelkinder Nina und Nino sind schon auf dem Einband abgebildet, wobei sie auf den ersten Fibelseiten überall, auf den späteren häufig zu finden sind. Die Schüler lernen Nina und Nino somit in vielen verschiedenen Lebensbereichen kennen. Von Bedeutung ist auch Ninas Katze Lola. Tiere spielen für Kinder eine wichtige Rolle. Lola ermöglicht als „Fibeltier" somit zusätzliche Identifikationsmöglichkeiten.
Der Bücherwurm selbst kann als eine Art Maskottchen der Fibel verstanden werden. Er ist auf vielen Fibelseiten zu entdecken. Der Bücherwurm stellt zum einen bei der Einführung neuer Buchstaben diese mit Hilfe des Anlautbildes vor, zum anderen präsentiert er sich in verwandelter, witziger Gestalt passend zu den einzelnen Texten. Auch in Verbindung mit den Lektüreempfehlungen ist diese Figur stets zu sehen.
Betrachtet man die von der Fibel vermittelten Rollenvorstellungen, so fällt auf, dass nicht nur die klassischen Rollenvorstellungen zu finden sind. So hilft der Junge Ralf seiner Mutter die Wäsche aufzuhängen, während seine Freundin Maria im Hof Fußball spielt. Ninas Vater schneidet eine
Gurke für den Salat, er hilft also in der Küche. Über Ninas Mutter erfährt man, dass sie berufstätig ist, sie arbeitet in einem Büro. Auch konflikt- oder problemorientierte Texte sind in „Bücherwurm" zu finden. Streit wird in den Texten „Stefan ist nicht mehr mein Freund" (S. 98)
oder „Tom haut Timmi" (S. 58) thematisiert. Die Geschichte „Mit mir nicht!" (S. 82) beschreibt, wie ein fremder Mann ein Mädchen von einem Spielplatz mitnehmen möchte. Das Kind geht jedoch nicht mit ihm und läuft weg. Hier ist es von Bedeutung, dieses Thema mit der Klasse zu
besprechen und die Schüler vor einer solchen Gefahr zu warnen.
Viele Fibelseiten regen die Kreativität der Kinder an. Es gibt ein Rezept, welches nachgekocht werden kann, Texte können weiter erzählt werden, die Kinder werden zum Malen angeregt. Eine besondere Bedeutung kommt hier den „AHA-" bzw. den „Lesekreis"-Seiten zu. Hier gibt es viele
Basteltipps. Auch Anregungen zur Klassenraumgestaltung können diesen Seiten entnommen werden. Am Ende der Fibel steht der Jahreskreis. Dies ist positiv zu bewerten, da die Texte so passend zur jeweiligen Zeit eingesetzt werden können, auch fächerübergreifende Arbeit ist mit „Bücherwurm" möglich. Es gibt sowohl religiöse Themen als auch solche des Sachunterrichts. Die Fibel beinhaltet Lieder sowie Mal- und Bastelanregungen. Letztere treten vermehrt im Arbeitsblock zur Fibel auf.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Fibel sehr interessant gestaltet ist und Kindern viel zu entdecken bietet. Die Texte sind humorvoll und regen die Kinder zum Lesen an. Die Lektüretipps in der Fibel unterstützen die Leselust der Kinder.
3.4. Sprache
Im folgenden Abschnitt werde ich die Sprache in „Bücherwurm" betrachten. Bei genauer Analyse fällt auf, dass „Bücherwurm", wie viele andere Fibeln auch, unter dem sprachlichen Niveau von Erstklässlern liegt. Der Satzbau ist also zu Beginn der Fibel eher stereotyp. Ein Beleg hierfür sind Sätze wie „Ina ruft Nina." (S. 11) oder „Tim malt Tom." (S. 20). Die Kinder sind
jedoch in der Lage viel komplexere Sätze zu bilden. Innerhalb des Lehrgangs tauchen diese allerdings schon relativ früh, ab Seite 34, auf. Nimmt man die orangefarbenen Differenzierungsseiten hinzu, findet man schon auf den ersten Lesekreis-Seiten (S. 16/17) komplexe Satzstrukturen, die die Kinder zum Weiterdenken anregen.
Untersucht man die Anzahl der eingeführten Wörter pro Fibelseite, lässt sich sagen, dass zu Beginn höchstens zwei neue Wörter eingeführt werden. Diese Zahl steigert sich jedoch im Verlauf des Lehrgangs. Auch hier müssen die orangefarbenen Fibelseiten außer Acht gelassen werden. Buchstaben werden im Regelfall immer einzeln als Buchstabenpaar eingeführt. Lediglich auf der dritten Lehrgangsseite werden die beiden Buchstaben „a" und „o" im Minimalpaarvergleich aus den Worten „Nina" und „Nino" gewonnen, wobei diese später erneut als Buchstabenpaare mit den dazugehörigen „Großen" angesprochen werden (S. 21/22). Am Ende des Lehrgangs werden die Umlaute sowie die Buchstabenverbindungen „chs" und „äu" gemeinsam erlernt.
Bei der Reihenfolge der Buchstaben im Lehrgang ist festzustellen, dass zunächst mit einfachen Buchstaben und Lauten begonnen wird. Ähnliche oder leicht zu verwechselnde Buchstaben werden mit zeitlichem Abstand vorgestellt.
Bei der Auswahl der ersten Laute und Buchstaben wurden die Ergebnisse Neuhaus-Siemens (1994) zum Inventar vorschulisch beherrschter Buchstabenformen einbezogen[8]. Die verwendeten Fibelwörter entsprechen im Regelfall dem Grundwortschatz der Kinder, d.h. dass die verwendeten Worte den Kindern bekannt sein müssten. Allerdings wird es immer Kinder geben, die einzelne Worte nicht kennen. Dies wird vor allem bei Kindern mit anderer
Muttersprache der Fall sein.
Die Sprache in der Fibel ist fast überwiegend Standardspache, selten wird Umgangssprache benutzt. Ein Beispiel hierfür ist „Das ist ein prima Schlitten" (S. 81) als Beschreibung für ein Auto. Satzzeichen kommen schon von Beginn an zur Anwendung. So endet der erste Satz der Fibel - „Ina ruft Nina." (S. 11) - mit einem Punkt. Alle anderen Satzzeichen finden im Laufe der nächsten Seiten Verwendung. Wörtliche Rede wird das erste Mal auf der zweiten „Lesekreis"-Seite bzw. im Lehrgang auf Seite 31 innerhalb des Textes „Gans Emma" eingeführt.
Die Kinder lernen somit von Anfang an die verschiedenen Satzzeichen als Strukturen der Schriftsprache kennen. Die Gemischtantiqua der Fibel habe ich schon als Schrift herausgearbeitet. Diese kommt in den Texten als Druckschrift vor.
Innerhalb der Zeichnungen oder als Kommentare des Bücherwurms ist sie auch als Handschrift zu sehen. Im Laufe des Lehrgangs nimmt de Größe der Buchstaben ab. Auch die Schriftfarbe ändert sich in einigen Texten. So werden Dialoge innerhalb der Fibel in zwei Farben abgedruckt. Dies ist in dem Text „Eis, Reis.... und so weiter" (S. 55) festzustellen. Die Sätze der Mutter sind rot, Ninos grün abgedruckt. Dies dient der besseren Orientierung und macht ein Lesen in verteilten Rollen für die Kinder einfacher.
Innerhalb der Fibel gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Textsorten. Hierbei handelt es sich unter anderem um Erzählungen, fiktionale Texte, Gedichte, Rätsel, Briefe, Dialoge, Comics oder Sprachspiele. Die Kinder lernen so die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Schrift kennen. Auch der Übergang zum weiterführenden Lesen wird von „Bücherwurm" berücksichtigt. Es gibt 23 Lektüretipps, die Bücher namhafter Autoren aus dem Kinderbuchbereich vorstellen.
3.5. Zusatzmaterialien
Wie schon aufgeführt ist zur Bücherwurm-Fibel ein sehr umfangreiches Zusatzmaterial erhältlich. Die Übungshefte, die gleichzeitig als Schreiblehrgang fungieren, können in Schulausgangsschrift oder als Kombination aus Druckschrift und Schulausgangsschrift bestellt werden. Beide Varianten bestehen aus zwei Heften kleineren Formats. Die beiden Einzelhefte sind leichter als ein Gesamtheft. Dies wirkt sich positiv auf das Gewicht des Schulranzens aus. Auch das kleine Format ist von Vorteil. Die Erstklässler können so ohne Schwierigkeiten im oberen Seitenbereich arbeiten.
Inhaltlich ist der Übungsteil auf die Fibel abgestimmt. Zu jedem Buchstaben werden mehrere Übungen angeboten. Der Buchstabe „M" wird so im ersten Teil des Druckschriftlehrgangs auf den Seiten 18 bis 23 in 18 verschiedenen Aufgaben behandelt. Auch die Strukturierung der
Übungshefte überzeugt. Neben den Seitenzahlen am unteren linken bzw. rechten Rand, findet man am oberen linken bzw. rechten Rand den zu übenden Buchstaben bzw. Laut farblich unterlegt.
Ich beurteile das Übungsheft als abwechslungsreich und durch die vielfältigen Übungen auf die verschiedenen Schüler und ihre unterschiedlichen Lernvoraussetzungen abgestimmt. Die Bilder auf jeder Seite können von den Kindern ausgemalt werden; ihre Kreativität wird somit gefördert.
Um ein Lernen mit allen Sinnen zu erreichen, stellt der Arbeitsblock Anregungen her. Die Kinder können hier basteln, malen, schneiden und anschließend mit ihren selbst hergestellten Werken lernen und spielen. Der Unterricht kann so aufgelockert werden, wobei die Kinder direkt mit Schrift arbeiten. Allerdings befürchte ich hier, dass der Arbeitsblock keine ausreichende Anwendung in den Klassen findet. Die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit schätze ich als oftmals zu knapp ein. Als nächstes möchte ich mich der Anlauttabelle bzw. den Anlautbildern
widmen.
Die einzelnen Anlautbilder sind in alphabetische Reihenfolge angeordnet. Daran anschließend findet man die Anlautbilder für die Umlaute sowie für einige mehrgliedrige Buchstabenverbindungen. Alle Kinder können somit „ihre" Anfangsbuchstaben in der Tabelle finden. Auffällig ist, dass für alle Anlaute nur ein Bild angeboten wird. Dies mag für die Übersicht der Tabelle von Vorteil sein, allerdings werden die Buchstaben so auf einen Laut reduziert.
Will ein Kind „Ente" schreiben, wird es als ersten Buchstaben wohl kaum ein „E" wählen, weil das „E" in „Esel" eine andere Lautstruktur besitzt. Das Kind würde in einem solchen Fall vermutlich auf das „Ä" zurückgreifen. Die Herausgeber rechtfertigen diese Maßnahme im Lehrerband damit, dass auch mit zwei Anlautbildern das Lautspektrum eines Buchstabens nicht
abgedeckt sei. Auch Siegfried Buck äußerte sich zu diesem Thema: Die sprachliche Umwelt zeigt jedem Kind schon frühzeitig, dass die Buchstaben-Laut-Beziehungen unserer Sprache einfach nicht eindeutig sind.[9]
Die Bilder für die einzelnen Anlaute sind passend gewählt, wobei ich sie für relativ eindeutig halte. Jedoch ist eine ausführliche Klärung in der Klasse unumgänglich.
Ansprechend finde ich auch, dass der Bücherwurm selbst auf der Anlauttabelle abgebildet ist und dort versucht, mit dieser etwas zu verschriften. Die Kinder erhalten somit Identifikationsmöglichkeiten, sie lernen gemeinsam mit ihrem Maskottchen Bücherwurm das Verschriften von Sprache.
Abschließend möchte ich diesen Abschnitt mit der Analyse des Lehrerbandes. Ich halte das Theorie-Praxis-Verhältnis für ausgewogen. Nach einer Vorstellung des Fibelwerkes und seiner Konzeption sowie einigen methodischen Hilfen zum Lesen- und Schreibenlernen erhält der Lehrer konkrete Anregungen zum Umgang mit den einzelnen Fibelseiten im Unterricht. Auch die zugehörigen Seiten des Arbeitsblocks und einzelne Kopiervorlagen werden genannt. Jede Fibelseite wird nach verschiedenen Gliederungspunkten abgearbeitet. Der Lehrer erhält so z.B. Informationen zur Laut- und Buchstabengewinnung, zu analytisch-synthetischen Lese- und Schreibübungen, aber auch Differenzierungsangebote oder Anregungen zur weiteren Unterrichtsgestaltung. Übersetzte Fibeltexte in die Sprachen der bei ums häufig vertretenen Ausländergruppen liegen nicht vor.
3.6. Bild und Text
Die Bilder der Fibel „Bücherwurm" stehen stets in Zusammenhang mit den Texten. Zu Beginn des Lehrgangs fällt auf, dass die Bilder das Geschehen erklären; sie kommentieren den noch sehr knappen Text. Ohne Bilder könnte man die Texte so nicht verstehen. Beispielhaft hierfür ist die Geschichte „Lola" (S.12) zu sehen. Der Text besteht hier lediglich aus den Worten „Nina ruft: Lola, o Lola!" Ohne die Zeichnung wüsste man nicht, dass Lola in der Klasse aus Ninas Schultasche springt. Im Laufe des Lehrgangs geht die Bedeutung des Bildes jedoch verloren.
Der Text dominiert und das Bild illustriert ein Motiv innerhalb des Textes[10].
Betrachten die Kinder hier ein Bild, bevor sie den Text lesen, stellen sich ihnen vielleicht Fragen, die durch den Text beantwortet werden. Insgesamt kann ich sagen, dass die Bilder sehr abwechslungsreich sind und das Interesse der Kinder wecken. Sie sind sachlich richtig und für Erstklässler ansprechend gestaltet. Diese Tatsache motiviert die Schüler dazu, den Text lesen zu wollen. Arnold Gömminger und Horst Schiffler betonten, dass Lesenlernen „in der Verbindung mit kindlichem Erleben geschehen [soll], und letzteres [...] vor allem in den Bildern verdeutlicht" (Grömminger, Arnold 2002, 86.) wird. Auch sei hier noch einmal erwähnt, dass einige Bilder noch unbekannte Worte enthalten. Hier handelt es sich um die Beschriftung verschiedener Gegenstände innerhalb der Bilder. Diese wurden vermutlich der Vollständigkeit halber eingefügt, können aber auch zum Entdecken neuer Buchstaben oder Wörter und somit zur Differenzierung des Unterrichts dienen. Inwieweit diese Möglichkeit jedoch genutzt wird ist fraglich. Für die Bildtechnik innerhalb der Fibel wurden hauptsächlich Zeichnungen gewählt, wobei diese schon früh Sprechblasen enthalten. Außerdem kommen Fotos, ein Comic oder auch Bilder aus der vorgestellten Kinderliteratur zur Anwendung.
4. Schlussbemerkungen
Zunächst möchte ich einige Kritikpunkte bezüglich der Fibel „Bücherwurm" darstellen. Das ansonsten gut gelungene Werk zeigt insgesamt die Nachteile eines Fibellehrgangs auf. Problematisch ist so z.B. die Sprache zu Beginn der Fibel. Sätze wie „Ina ruft Nina." (S. 11) liegen unter dem sprachlichen Niveau der Kinder. Außerdem bezweifle ich, dass die Erstklässler hier wirklich synthetisierend lesen. Sie werden diese wenigen Worte eher als Ganzworte speichern oder auswendig lernen. Problematisch ist auch, dass ein Fibellehrgang nie allen Kindern gerecht wird. Sie kommen mit unterschiedlichen Kenntnissen über Schrift sowie mit
unterschiedlichen Lernmöglichkeiten zur Schule, müssen aber während eines Lehrgangs zur gleichen Zeit, in gleichem Tempo das Gleiche lernen. Dieses Problem wird in „Bücherwurm" durch die orangefarbenen Differenzierungsseiten sowie durch das umfangreiche Zusatzmaterial
teilweise gelöst. Zu hoffen bleibt nur, dass diesen Materialien auch die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird und sie häufig zur Anwendung kommen.
Alleiniger Fibelunterricht würde den Erstklässlern wichtige weitere Zugänge zur Schrift verweigern. Herr Brügelmann stellte heraus, dass viele Kinder ihren Zugang zur Schrift eher über das Produzieren und aktive Probieren[11] finden, also über freies Schreiben mit Hilfe der Anlauttabelle. Allerdings sind hierfür die einzelnen Lehrer selbst verantwortlich. Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf das Thema „Ausländer" in der Fibel. Wie schon in der Inhaltsanalyse festgestellt, fehlen Identifikationsmöglichkeiten für einen Teil der ausländischen Kinder. Sehr positiv zu sehen ist jedoch, dass eines der Fibelkinder, Nino, einen ausländischen Jungen repräsentiert. Insgesamt jedoch denke ich, dass „Bücherwurm" ein positives Urteil verdient hat. Die in den Lehrgang integrierten Seiten zur Öffnung des Unterrichts sowie die Zusatzmaterialien lassen einem „Fibeltrott" nicht entstehen. Das Schreiben- und Lesenlernen kann mit Hilfe dieses Fibelwerkes vielfältig und interessant gestaltet werden. Durch den integrierten Lehrgang bietet die Fibel - gerade für junge Lehrer - den Vorteil, dass keine Buchstaben oder Buchstabenverbindungen vergessen werden können.
Alle Beteiligten - der Lehrer, die Schüler und auch die Eltern - haben stets einen Überblick über den Lernstand. Überprüfungsmöglichkeiten sind gegeben. Nach dieser Analyse kann ich sagen, dass ich „Bücherwurm" in meinem späteren Unterricht benutzen würde. Ich würde allerdings Wert darauf legen, die Zusatzmaterialien vielfältig einzusetzen. Vor allem der Anlauttabelle und somit der Eigenproduktion von Texten käme hier besondere Bedeutung zu.
5. Literaturverzeichnis
5.1 Primärliteratur
CZARNETZKI, Dorothea (u. a.) (Hrgs.): Bücherwurm. Fibel. Leipzig, Klett
Grundschulverlag 2004 (inklusive den dazu erschienenen
Zusatzmaterialien).
5.2 Sekundärliteratur
BRÜGELMANN, Hans: Handschrift zwischen Flüssigkeit und Lesbarkeit.
Bewegung oder Form als Einheit des Schreibenlernens. In: ders.: Kinder
auf dem Weg zur Schrift. Eine Fibel für Lehrer und Laien. Bottighofen (CH),
Libelle 72000, 54 - 62.
BRÜGELMANN, Hans: Druckschrift ohne Druck. Lesenlernen durch
Schreiben oder: Wer kann schon auf einem Bein gehen? In: ders.: Kinder
auf dem Weg zur Schrift. Eine Fibel für Lehrer und Laien. Bottighofen (CH),
Libelle 72000, 183 - 190.
BRÜGELMANN, Hans: Fibel als Bibel oder als Barriere? In: ders.: Kinder
auf dem Weg zur Schrift. Eine Fibel für Lehrer und Laien. Bottighofen (CH),
Libelle 72000, 191 - 198.
BUCK, Siegfried: Fibeln und Schriftspracherwerb heute. In: Grömminger,
Arnold (Hrsg.): Geschichte der Fibel, Frankfurt am Main, Lang 2002, 367 -
389.
GRÖMMINGER, Arnold, SCHIFFLER, Horst: Die Funktion der Illustration
in der Geschichte der Fibel. In: Grömminger, Arnold (Hrsg.): Geschichte
der Fibel, Frankfurt am Main, Lang 2002, 77 - 97.
MEIERS, Kurt: Die Fibel - eine Herausforderung an den Lehrer. In:
Conrady, Peter (Hrsg.): Fibeln im Gespräch. Kriterien zur Analyse. Essen,
Die blaue Eule 1987, 13 - 31.
[1] Brügelmann, Hans, S. 194
[2] Lehrerband, S. 9
[3] Conrady, Peter, S. 15
[4] Conrady, Peter, S. 15
[5] Conrady, Peter, S. 19
[6] Bredel (u.a.) (Hrsg.), S. 767
[7] Brügelmann, Hans, S. 185
[8] Lehrerband, S. 23
[9] Grömminger, Arnold S. 380
[10] Gömminger, Arnold S. 89
[11] Brügelmann, Hans S. 57.
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