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Der Teich

Der Teich
Hausarbeit
Datum: 02. Januar 2011 Autor: buketa Kommentare: 0

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Beschreibung:

Diese Ausarbeitung behandelt das Thema 'Teich'. Die SchülerInnen sollen sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen und durch sie lernen. Der heutige Sachunterricht soll den Kindern dazu die Möglichkeit bieten.


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Der Teich


1. Einleitung

Der Sachunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, sich die Welt, in der sie leben, mit ihren natürlichen, technischen, sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten, zunehmend selbstständig zu erschließen. Hierbei wird das kindliche Vermögen gefördert, zu staunen, zu fragen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Im Sachunterricht eignen sich Schülerinnen und Schüler grundlegendes Wissen über die Menschen und ihr Leben, über die belebte und unbelebte Natur und über die sie umgebende Kultur an. Die Kinder sollen lernen, selbstständig zu handeln und ihre Umwelt begrifflich zu erfassen.

Im Rahmen des Faches Sachunterricht wurde uns in diesem Semester ein Seminar angeboten, welches unser Interesse erneut weckte, uns aufklärte und motivierte. Neben den Diskussionen zu Themen des Sachunterrichts, war es uns im Rahmen des Seminars auch möglich Experimente eigenständig durchzuführen. Des Weiteren wurden uns verschiedene Arten des Unterrichtens vorgestellt. Eine Möglichkeit Unterricht zu gestalten, ist zum Beispiel die des Stationenlernens. Hierbei müsste der Lehrer vor Allem eines: anregen statt vorgeben, beraten statt bestimmen.

Sehr wichtig ist meiner Meinung nach auch die Tatsache, dass der Lehrer die Schüler beim Erforschen beobachtet, um später Schlüsse für die individuelle Beurteilung des Schülers ziehen zu können und Begabungen, sowie verschiedene Neigungen akzeptieren und angemessen fördern zu können.

2. Lernstationen

Stationenlernen ist eine Form der Freiarbeit, bei der ein Thema über vielfache Zugänge erarbeitet und vertieft wird. Dazu werden einzelne Stationen aufgebaut, die selbständiges Arbeiten für die SchülerInnen ermöglichen. Jeder sollte so intensiv tätig sein, wie er es im Moment vermag. Durch selbstbestimmte Auswahl der Stationen mit den dort jeweils angebotenen Übungen, kann man Möglichkeiten erproben, sich selbstständig zu bestätigen.

Das Lernen in Stationen sollte 2 Bedingungen erfüllen:

Selbstständigkeit: sachliche und didaktische Intention dürfen nicht die gleichzeitige Aufmerksamkeit aller erforderten und nicht vornehmlich die Verständigung in einem gemeinsamen Gespräch verlangen.

Eigenständigkeit: das didaktische Arrangement muss mehrere oder eine Vielzahl von Wegen durch das Gesamtthema ermöglichen.

2.1. Vorteile

- Der Schüler erlernt die Kompetenz selbständig und selbstgesteuert zu arbeiten.

Gerade das Stationenlernen bietet SchülerInnen die Möglichkeit, solche Dinge selbständig in Angriff zu nehmen, die sie besonders interessieren. Dies hat ein hohes Maß an Eigenmotivation zur Folge.

Erfährt sich SchülerIn sonst in der Regel im Lernprozess fremdbestimmt ("Schlagt bitte das Buchs auf", "Nehmt euer Arbeitsheft und...", etc.), kann er nun seinen eigenen Lernweg bestimmen.

- Der Schüler erwirbt verstärkt Sozialkompetenz.

Beim Stationenlernen werden unterschiedlichste Anforderungen an die Sozialkompetenz der Schüler gestellt.

So gilt es zum Beispiel Partner für ein gemeinsames Arbeiten zu finden. Hier muss der Schüler lernen auf andere zuzugehen und Kontakte zu knüpfen.

Des Weiteren ist es notwendig, dem Mitschüler bei der Partnerkontrolle mit sachlicher Kritik zu helfen - nicht als Besserwisser, sondern als hilfsbereiter Partner.

In größeren Lerngruppen einer Station, können Arbeiten auf die Gruppenmitglieder aufgeteilt werden. Somit wird auch der Bereich Teamfähigkeit als eine Kompetenz abgedeckt, die es zu erlernen gilt.

- Der Schüler kann die für ihn optimale Lernmethode auswählen.

Kennt ein Schüler durch vorausgegangenes Methodentraining seine optimalen Lernmethoden, so hat er durch die Form des Stationenlernens die Möglichkeit, seine, nur für ihn optimale Lernmethode zu wählen und durch die Auswahl der für ihn geeigneten Materialien ökonomischer und effizienter zu lernen.

- Der Schüler kann individueller gefördert werden.

Beim Stationenlernen geschieht der Lernprozess nicht wie so oft im gleichen Takt mit Mitschülern, sondern ganz individuell. Der Schüler bestimmt bis zu einem

gewissen Maß den Schwierigkeitsgrad und das Lerntempo selbst. Damit wird eine optimale Binnendifferenzierung erreicht.

- Förderungsmöglichkeit einzelner Schüler durch den Lehrer

Gerade beim Stationenlernen kann der Lehrer sich auf Grund seiner Beobachtungen der Lerngruppe einzelnen Schülern mit Lernschwächen und -defiziten gezielt widmen. Dabei geschieht nicht - wie sonst üblich - ein Leerlauf für die übrigen Mitschüler.

Zudem kann diese individuelle Förderung "in der Deckung" geschehen. Die Mitschüler erfahren nicht zwingend von den Schwächen des Anderen, wie dies bei einem traditionellen Unterrichtsablauf der Fall sein würde.

- Stationenlernen bietet die Möglichkeit mit "Kopf, Herz und Hand" zu lernen.

Durch die geeignete Aufteilung des Lernstoffes in einzelne Stationen besteht für den Lehrer die Möglichkeit, unterschiedliche Eingangskanäle der SchülerInnen zu nutzen. Kognitive, operationale sowie affektive Lernprozesse können so individuell in Gang gesetzt werden.

3. Der Teich als Thema einer Lernstation

Der Teich ist ein weit reichendes Thema für eine Lernstation, bei dem man viele Möglichkeiten hat, dieses den Kindern interessant zu machen.

Wie bereits erwähnt, ist es von großer Bedeutung im Sachunterricht, Kindern ihr Umfeld nahe zu bringen und ihnen noch unverständliche Gegebenheiten verständlich und durchschaubar zu machen.

Definition:

Der Teich ist ein „kleines, stehendes Gewässer"[1], „ein meist künstlich angelegtes stehendes Gewässer von geringer Tiefe".[2]

Eine weitere Definition lautet: künstlich angelegte, ablassbare, flache Stillgewässer. Obwohl künstlich entstanden, erfüllen sie besonders in von Natur aus gewässerarmen Landschaften eine wichtige Funktion als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. In einem Teich gibt es Edelkrebse und Teichmuscheln, es wachsen Röhrichte und Teichrosen. Insbesondere extensiv genutzte alte Karpfenteiche sind häufig regelrechte Vogelparadiese: Eisvögel, Fischadler und seltene Entenarten sind auf solche Biotope angewiesen.[3]

„Der Gartenteich als Kleinod im Garten stellt ein eigenes Ökosystem dar, das sich in besonderer Weise für Naturbeobachtungen und das Erkennen ökologischer Zusammenhänge eignet. Sowohl für die Entstehung des Lebens als auch für das reichhaltige Leben im Wasser sind die einzigartigen Eigenschaften desselbigen verantwortlich. Wasser ist das Urelement und die Wiege alles Lebendigen. Gäbe es nicht die besonderen Eigenschaften des Wassers, die auf der Struktur der Wassermoleküle beruhen, hätte sich kein Leben in der bekannten Form auf dem Planeten Erde entwickeln können..."

„Da Wasser mit der größten Dichte am schwersten ist und in einem Gewässer nach unten sinkt, werden Tiefenwassergebiete von Seen nicht kälter als ca. 4°C. Da Eis leichter als Wasser ist, frieren Gewässer an der Wasseroberfläche zu, wobei das Eis die tieferen Wasserzonen vor weiterem Zufrieren schützt. Auf diese Weise wird

wasserlebenden Tieren, wie z.B. den Fischen, in den tieferen Zonen ein Überleben im Winter ermöglicht..."[4]

Auch die biologisch wichtige Oberflächenspannung des Wassers beruht auf den besonderen Eigenschaften des Wassermoleküls. Als solche wird sie von vielen Tieren genutzt, die an der Wasseroberfläche des Teiches leben... dazu gehören u.a. der Wasserläufer, welcher sich auf der Wasseroberfläche bewegen kann ohne hierbei einzusinken.

„Beim Atmen können sich Wassertiere, wie z.B. Wasserkäfer, Wasserwanzen oder Mückenlarven, bewegungslos an die Wasseroberfläche hängen, ohne zusätzliche Energie aufzuwenden".[5]

Dieses Thema erschien mir persönlich besonders interessant und bietet verschiedene Möglichkeiten, dieses Phänomen mit den Kindern zu erforschen und aufzuklären.

Im Bezug auf das Thema „Teich", erinnere ich mich daran, dass wir mit unserer Grundschulklasse einen Ausflug an einen Teich in Bremen- Nord machten, wo wir Pflanzen und Tiere bestimmten. Zusätzlich erforschten wir ihre Art zu leben und ihre Einbezogenheit in die Natur.

Ein Heft, an dem alle Kinder mitgewirkt haben, blieb als Erinnerung bestehen. Es beginnt mit der Entstehung des sogenannten Eispohls. Dafür sammelten wir Zeitungsausschnitte und klebten sie in unser Heft.

Einige Auszüge aus diesem Heft:

„unter der Leitung des Biolehrers zogen wir mit Keschern und Fotoapparat ausgerüstet zum Eispohl". „Wir hatten Glück und sahen einige der geschützten

Pflanzen und Tiere „live", andere waren wegen der Dauerkälte noch nicht so weit, oder sie wollten sich nicht fotografieren lassen, so wie der Wasserläufer, Schwimmwanze, Gelbrandkäfer... wir haben sie deshalb einfach gezeichnet."

Danach folgt ein Kapitel mit Pflanzen, die bestimmt und aufgezeichnet oder fotografiert sind, wie z.B. der Rohrkolben, die Schwertlilie, die Vogel-Wicke, der Wasserhahnenfuß, ...

Das nächste Kapitel sind die Tiere, die im Teich leben: Unter anderem der Kammolch, gewöhnlicher Wasserläufer, Stabwanze, Wasserfloh, ...

Zuletzt haben wir die Entwicklung des Frosches aufgemalt und beschrieben:

1. Eier des Frosches

2. Larven im Ei

3. Kaulquappen mit Kiemenatmung

4. Kaulquappe mit Kiemenatmung

5. Übergang zum Frosch

6. das Tier steigt an Land

7. nach drei Wochen ist der fertige Frosch entwickelt.

Dieses Heft zum Beispiel ist eine schöne Erinnerung an den Sachunterricht und meine damalige Umwelt.

Meiner Meinung nach ist es von großer Bedeutung, mit Kindern in die Natur zu gehen, um Themen praktisch und nicht nur theoretisch zu behandeln.

3.1. Oberflächenspannung

Mein Thema bezüglich des Stationenlernens war die Oberflächenspannung. Dieses Thema ist zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Wasserläufer sehr wichtig! Wie können diese Tiere auf der Wasseroberfläche überdauern, wie entsteht die Oberflächenspannung überhaupt?

Kindgemäß könnte man es in einfachen Worten ausdrücken und erklären:

Das Wasser besteht (wie alle anderen Stoffe auch) aus unvorstellbar winzigen Molekülen, die wiederum aus den einzelnen Atomen zusammengesetzt sind. Aufgrund der besonderen Form der Wassermoleküle ziehen sich diese gegenseitig an. In einem Behälter mit Wasser fällt einem das nicht auf, denn da jedes Molekül von seinem linken und seinem rechten Nachbarn und gleichzeitig von seinem oberen und unteren Nachbarn angezogen wird, gleichen sich die Kräfte wieder aus. Alle Moleküle ziehen schließlich gleich stark.

Die obere Schicht der Wassermoleküle hat aber keinen oberen Nachbarn. Also gleichen sich die Kräfte hier nicht aus, und die obere Schicht wird nach innen gezogen. Diesen Effekt bemerkt man zum Beispiel bei einem Wassertropfen. Er hat immer eine kugelrunde Form, da alle äußeren Moleküle stark nach innen gezogen werden. Daher besitzt nun die Wasseroberfläche eine besondere Festigkeit und wirkt fast wie eine Gummihaut.

3.2. Wasserläufer

Um über einen Teich zu gelangen, bräuchtest du entweder eine Brücke, ein Boot oder du müsstest rüber schwimmen. Aber nicht der Wasserläufer. Er läuft einfach rüber.

Definition:

Wasserläufer (Gerris Lacustris) besiedeln kleine Teiche, Tümpel oder auch Pfützen. Im Frühjahr gehören die Wasserläufer zu den ersten Insekten, die in der Natur anzutreffen sind. Der Wasserläufer ist eine sehr verbreitete und häufige Art in Europa. Seine langen Beine liegen auf dem Wasser auf, ohne es zu durchstoßen. Die Oberflächenspannung des Wassers reicht aus, die Tiere zu tragen.

Die Beine des Wasserläufers haben wegen ihrer Stellung nicht genug Energie, die äußere "Molekülkette" des Wassers zu durchdringen. Die Festigkeit der "Wasserhaut" wird aber aufgehoben, wenn man zum Beispiel Seife oder Geschirrspülmittel ins Wasser gibt. Dann ginge der Wasserläufer unter.

4. Der Teich im Rahmenplan

Kinder sollen sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen und durch sie lernen. Der heutige Sachunterricht soll den Kindern dazu die Möglichkeit bieten.

Laut Rahmenplan der freien Hansestadt Bremen, der vom Senator für Bildung und Wissenschaft herausgegeben wurde, setzt sich der Sachunterricht aus sechs verschiedenen Lernfeldern zusammen, die allerdings nicht getrennt sondern integrativ vermittelt werden

Diese Lernfelder bestehen aus:

Lernfeld 1: Kinder entwickeln sich

Lernfeld 2: Kinder erkunden ihr Gemeinwesen

Lernfeld 3: Kinder entdecken Natur und Umwelt

Lernfeld 4: Kinder machen Erfahrungen mit Konsum, Versorgung und Entsorgung

Lernfeld 5: Kinder leben mit Kultur und Medien

Lernfeld 6: Kinder begegnen Arbeit, Produktion und Technik (Rahmenplan S.4).

Das Thema Teich ist nach diesen Kriterien dem Lernfeld 3 zuzuordnen. Naturbezogenes Lernen geht laut Rahmenplan im Sachunterricht von den Erscheinungen der belebten und unbelebten Natur aus dem Erfahrungsbereich der Kinder aus und befähigt die SchülerInnen einfache biologische Zusammenhänge zu erkennen. Die Kinder erfahren, dass solche Kenntnisse nützlich und wichtig für die Bewältigung von Alltagssituationen sind und sie entwickeln ihr Vermögen, Gefahren zu erkennen, sich und andere zu schützen und sicherheitsbewusst zu handeln.

Das Thema Teich ist im Sachunterricht ausdehnbar und kann mit sehr verschiedenen Möglichkeiten den Kindern ihre Fragen über ihre Umwelt näher bringen. Die Kinder können Ausflüge machen und die Tiere und Pflanzen näher kennen lernen und bestimmen.

Vor allem die Lernorte kann man im Sachunterricht ändern, ob draußen oder in der Klasse, Lernstationen sind überall durchführbar.

5. Didaktische Materialien

Die Materialien in dem Versuch der Oberflächenspannung sind eine Glasschüssel, Mehl und Spülmittel. Um den Versuch erfolgreich durchzuführen, kann man statt des Spülmittels auch Seife benutzen.

Das Spülmittel oder die Seife bewirken, dass die Oberflächenspannung zerstört wird. Ihre Moleküle schieben sich sozusagen zwischen die Wassermoleküle, so dass die Festigkeit verloren geht. Diesen Effekt nutz man auch beim Abwaschen aus. Das Fett, welches noch am Topf klebt, lässt sich vom Wasser allein nicht wegspülen, weil die Wasseroberfläche einen zu starken Zusammenhalt hat. Wenn nun das Spülmittel diesen Zusammenhalt zerstört, durchmischen sich Wasser und Fett, und man kann das Fett mit dem Wasser wegspülen.

Die Glasschüssel ist hierfür gut geeignet, da man die Geschehnisse von allen Seiten betrachten und am besten vor einer Gruppe präsentieren kann.

6. Fazit

Mir persönlich hat das Stationenlernen sehr gut gefallen.

Durch die Varianz der Themen im Bereich „Umwelt und Natur" bot sich die Möglichkeit, sich über genau das zu informieren, woran man gerade Interesse hatte. Auch die Lernmethoden der einzelnen Stationen waren so variabel, dass es nicht langweilig wurde. Durch Ausprobieren der unterschiedlichen Angebote, gab es die Möglichkeit selbst tätig zu werden und nur auf Hilfe zurückzugreifen, wenn diese erwünscht und gebraucht war.

Ich denke, diese Form des offenen Unterrichts stößt gerade bei Kindern, aber auch bei älteren Schülern und Schülerinnen eher auf positive Resonanz, als ständiger Frontalunterricht mit auf Dauer langweilig werdenden Lehrervorträgen.

Des Weiteren bewirkt das Stationenlernen mit ziemlicher Sicherheit eine enorme Leistungssteigerung, gerade bei den SchülerInnen, die sich im lehrerzentrierten Unterricht über- oder unterfordert fühlen. Denn durch Selbstbestimmung des Lerntempos und der Lerninhalte, kann jedes Kind seinen Ansprüchen und Fähigkeiten entsprechend arbeiten - die einen mit etwas mehr, die anderen mit weniger Hilfe. Dies hat zur Folge, dass das Selbstvertrauen der SchülerInnen gestärkt wird, das sie mehr individuelle Erfolge verbuchen können.

Doch auch dem Lehrer wird bei dieser Form des Lehrens und Lernens eine große Verantwortung beigemessen, denn er braucht sicherlich viel Zeit und Kraft, um das Stationenlernen in einer Grundschulklasse einzuführen und zu etablieren. Allein durch die Neugier auf das Neue, Unbekannte und durch die Aufregung wird es schwer sein die Kleinen ruhig zu stellen, zumal es bei uns sogar teilweise laut warJ

Doch ist die Einführung dieser anscheinend noch nicht überall verwendeten Lernform auch etwas schwierig, so lohnt es sich doch auf jeden Fall.

Alles in allem würde ich sagen, dass sich das Stationenlernen als eine Form offenen Unterrichts sowohl in der Grundschule, als auch in weiterführenden Schulen in Bezug auf unterschiedlichste Themen gut anwenden lässt.

7. Anhang

Aufgabenblatt 1

Die Oberflächenspannung des Wassers

Oft scheint es so, als hätte Wasser eine unsichtbare Haut. Büroklammern, Nähnadeln und andere Dinge können auf dem Wasser schwimmen. Der Wasserläufer kann auf dem Wasser gehen. Woran liegt das? Jeder Tropfen Wasser besteht aus Millionen winziger Teilchen. Man nennt sie Moleküle. Jedes Molekül besteht aus noch kleineren Atomen. Jedes Atom hat einen Durchmesser von ungefähr einem Hundertmillionstel eines Zentimeters. Es ist also sehr, sehr klein. Man kann es mit bloßem Auge nicht sehen. Im Wasser gibt es Wasserstoffatome und Sauerstoffatome. Ein Wassermolekül hat zwei Atome Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff. Das kann man kurz durch eine chemische Formel ausdrücken: H2O. das H steht für Hydrogenium (Wasserstoff). Das O steht für Oxygenium (Sauerstoff).

Die Wassermoleküle ziehen sich gegenseitig an. Die Moleküle, die mitten in der Flüssigkeit sind, werden von allen Seiten her gleichmäßig angezogen. Bei den Wassermolekülen, die an der Wasseroberfläche liegen, ist das anders. Denn von oben gibt es keine Moleküle, die sie anziehen könnten. Sie werden also nur von den benachbarten Molekülen und den unter ihnen liegenden Molekülen angezogen. Sie werden nach innen gezogen. Von den äußeren Wassermolekülen geht also ein Druck auf die inneren Moleküle aus. Diesen Druck nennt man Oberflächenspannung.

Durch diese Oberflächenspannung entsteht sozusagen eine elastische Haut. Auf dieser „Haut" schwimmen Büroklammern, wenn man sie z.B. zuvor eingefettet hat.

Aufgaben:

Beantworte folgende Fragen. Schreibe die Antworten in dein Heft.

1. Woraus besteht Wasser?

2. Wie heißt die chemische Formel für Wasser?

3. Erkläre, was man unter der Oberflächenspannung von Wasser versteht.

Aufgabenblatt 2

Versuche zur Oberflächenspannung

Wenn man Wasser genau ansieht, scheint es so als hätte es eine unsichtbare Haut. Einige Gegenstände können auf dem Wasser schwimmen, ohne unterzugehen.

Das hat einen Grund: das Wasser besteht aus Millionen winziger Teilchen. Diese nennt man Moleküle. Die Moleküle ziehen gegenseitig an. Die Oberflächenspannung, die dabei entsteht, dass die äußeren Wassermoleküle nach innen gezogen werden und auf die Moleküle drücken, kann geschwächt werden: z.B. durch Wärme. In einem warmen Wasser bewegen die Wassermoleküle stärker, als in kaltem Wasser. Die gegenseitige Anziehungskraft wird geschwächt.

Sie kann aber auch auf andere Art und Weise geschwächt werden. Wie, erfährst du durch den folgenden Versuch.

Du brauchst: die Schüssel, Wasser, fein gesiebtes Mehl, flüssige Seife oder Spülmittel.

- fülle die Schüssel mit Wasser und bestäube die Wasseroberfläche vorsichtig mit Mehl.

- drücke mit dem Zeigefinger Löcher in die Mehlschicht . beobachte, was geschieht.

- streiche etwas flüssige Seife auf deinen Zeigefinger. Drücke nun wieder Löcher in die Wasseroberfläche.

Aufgaben:

1. Was geschieht jetzt?

2. Erkläre, was geschehen ist.

3. Schreibe deine Beobachtungen und Vermutungen auf. Was bedeutet das für den Alltag (Wäsche waschen, spülen...)?

Quellen:

www.physik.uni-oldenburg.de

www.tk-logo.de

Themenheft Wasser

Der Brockhaus

Rahmenplan Bremen


[1] Aus: der Sprachbrockhaus, deutsches Bildwörterbuch

[2] Aus: www.wikipedia.de

[3] Aus: http://www.geo.uni-bayreuth.de/wasser-verbindet/teichtest/wasserschonend.html

[4] Aus: Prof. Dr. Herbert W. Ludwig, „Tiere im Gartenteich, BLV Garten- und Blumenpraxis", S.8ff.

[5] Aus: Prof. Dr. Herbert W. Ludwig, „Tiere im Gartenteich, BLV Garten- und Blumenpraxis", S.9



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