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Bildung und soziale Ungleichheit - Die Bedeutung der familiären Herkunft

Bildung und soziale Ungleichheit - Die Bedeutung der familiären Herkunft
Hausarbeit
Datum: 13. September 2010 Autor: SpeciAL Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Untersuchungen ergaben, dass Kinder aus einkommensschwächeren Bevölkerungskreisen anteilsmäßig deutlich geringer auf weiterführenden Bildungsinstitutionen anzutreffen sind, als Kinder aus gehobeneren Schichten.

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Beschreibung:

Einen Brennpunkt der bildungspolitischen Diskussion bildet die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft.


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Bildung und soziale Ungleichheit - Die Bedeutung der familiären Herkunft


Bildung und soziale Ungleichheit

Die Bedeutung der familiären Herkunft

Inhalt:

1. Einleitung

2. Kurzdefinition: Soziologie
2.1 Aufgabenbereiche der Soziologie
2.2 Bereiche der Soziologie
2.2.1 Makrosoziologie
2.2.2 Mikrosoziologie
2.2.3 Mesosoziologie

3. Soziale Ungleichheit

4. Historische Charakteristika der Ungleichheit
4.1 Kasten
4.2 Ständegesellschaft
4.3 Klassengesellschaft
4.4 Schichten
4.4.1 Das Modell der Schichtzwiebel
4.5 Milieus
4.5.1 Das "Kartoffelmodell" (Sinus)

5. Kapitalformen (Bourdieu)
5.1 Ökonomisches Kapital
5.2 Kulturelles Kapital
5.3 Soziales Kapital
5.4 Humankapital

6. Bildungsmilieus
6.1 Ressourcenarmes Bildungsmilieu
6.2 Unteres Mittelschichtmilieu
6.3 Mittelschichtmilieu
6.4 Gehobenes Mittelschichtmilieu
6.5 Akademisches Bildungsmilieu

7. Familie früher und heute

8. Geschlechterverhältnis

9. Scheidung

10. PISA 2003
10.1 Ziele
10.2 Risikoschüler und Risikoschülerinnen

11. Familiäre Herkunft entscheidet über den Besuch der gymnasialen Oberstufe
11.1 Bildung der Eltern
11.2 Einkommen der Eltern
11.3 Beruf der Eltern

12. Bildungsschicksal und soziale Herkunft (Zusammenfassung)

Literatur

1. Einleitung

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war es für die meisten Menschen vergleichsweise unwichtig, welchen Bildungsabschluss sie erwarben. Im Verlauf des Modernisierungs- und Industrialisierungsprozesses wurden dann bestimmte Schul- und Berufsausbildungen immer mehr zur Voraussetzung für den Zugang zu bestimmten Berufspositionen und damit auch für die Erlangung von Einkommen, Einfluss und Prestige. Spätestens seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde schließlich die Forderung erhoben, dass das Bildungswesen für alle Mitglieder der Gesellschaft die zentrale Rolle für die Zuteilung sozialer Chancen sein sollte.

Daraus ergibt sich letztendlich die Forderung nach Chancengleichheit im Bildungswesen. Diese Forderung bedeutet, dass der Erwerb von Bildungsgraden und die dadurch erfolgende Verteilung von Lebenschancen so zu erfolgen hat, dass sie sich ausschließlich an der individuellen Leistung bemessen. Würden bei der Verteilung der Lebenschancen, also bei der Erlangung von Bildungsabschlüssen, leistungsfremde Bestimmungsgründe wirken, wie beispielsweise Leistungserbringung und Leistungsanerkennung, wäre dies unvereinbar mit dem Gebot der Chancengleichheit.

Chancengleichheit im Bildungswesen besteht also erst dann, wenn allen Mitgliedern der Gesellschaft unabhängig von leistungsfremden Merkmalen, wie Bildung, Ansehen und Geld der Eltern, von Geschlecht, Wohnort, Beziehungen, Religion, Hautfarbe, politischer Einstellung oder Familienzugehörigkeit, die gleiche Chance zu Leistungsentfaltung und Leistungsbestätigung gewährt wird.

Einen Brennpunkt der bildungspolitischen Diskussion bildet daher die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft. Untersuchungen aus den 60er Jahren ergaben, dass Kinder bestimmter Berufsgruppen, Kinder wenig gebildeter Eltern und Kinder aus einkommensschwächeren Bevölkerungskreisen anteilsmäßig deutlich geringer auf weiterführenden Bildungsinstitutionen anzutreffen waren. Mit diesem Umstand beschäftigt sich diese Hausarbeit.

2. Kurzdefinition: Soziologie

Soziologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Ursprung, der Entwicklung und der Struktur der menschlichen Gesellschaft befasst. Das bedeutet, dass sie die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft zu beschreiben, erklären und natürlich auch zu kritisieren versucht. Die Wissenschaft der Soziologie weist somit individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsperspektiven auf.

2.1 Aufgabenbereiche der Soziologie

Soziologie befasst sich mit allen Bereichen menschlichen Zusammenlebens und den daraus entstehenden Strukturen. Sie zeigt, wie die Gesellschaft von Geburt an damit beginnt, im Leben des Individuums eine bedeutende Rolle zu spielen. Die Soziologie versucht zu ergründen, wie der Prozess der Vergesellschaftung des Einzelnen verläuft. Dazu beschreibt und analysiert sie einerseits die Entwicklung, die uns zur Teilnahme am Gestaltungsprozess in der Gesellschaft motiviert und befähigt. Andererseits beschreibt und untersucht sie gesamtgesellschaftliche Strukturen und Prozesse, mit denen die Individuen konfrontiert sind. Eine große Bedeutung in diesem Zusammenhang haben zum Beispiel Gruppeneinflüsse, Gruppendruck und Gruppenzwänge. Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe ist aber eben nicht nur ärgerliche Notwendigkeit, die der Freiheit des Individuums Schranken setzt, sondern auch lebensnotwendiges Vehikel der Vergewisserung von Realität – einer Realität, die sich einer vollkommen objektiven Erkenntnis entzieht und daher immer wieder gemeinschaftlich konstruiert und gesichert werden muss. Solche Einblicke in die Beziehung zwischen Gesellschaft und Individuum, die Einsicht in die gegenseitige Bedingtheit von Individuum und Gesellschaft, also auch von Eltern und Kindern, sind Erkenntnisinteresse der Soziologie.

2.2 Bereiche der Soziologie

2.2.1 Makrosoziologie

Die Makrosoziologie befasst sich mit Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung und Veränderung großer gesellschaftlicher Erscheinungen (Phänomene), zum Beispiel mit der Entwicklung eines Volkes, eines gesellschaftlichen Systems oder einer Industrie. Die Makrosoziologie erforscht Gemeinsamkeiten und Gegensätze in großen „sozialen Gebilden“ im Gegensatz zur Mikrosoziologie.

2.2.2 Mikrosoziologie

Die Mikrosoziologie beschreibt den Teil der Gesellschaftswissenschaft, der sich, im Gegensatz zur Makrosoziologie, mit kleinen Gruppen, wie z.B. Familie, Peergroups, Schule, Beruf und grundlegenden „Feinstrukturen" im zwischenmenschlichen Verhalten befasst. Ein Beispiel hierfür wäre, wie sich Beziehungen zueinander aus kleinsten Verhaltensandeutungen entwickeln und halten.

2.2.3 Mesosoziologie

Neben der Makro- und der Mikrosoziologie wird teilweise eine Mesosoziologie als Soziologie einer intermediären Ebene, in der Handeln und soziale Systeme zusammentreffen, angeführt.

3. Soziale Ungleichheit

Stefan Hradil definiert soziale Ungleichheit als "bestimmte vorteilhafte und nachteilige Lebensbedingungen von Menschen, die ihnen aufgrund ihrer Position in gesellschaftlichen Beziehungsgefügen zukommen" . Anthony Giddens definiert den Begriff als "strukturierte Ungleichheiten zwischen verschiedenen Gruppierungen von Menschen". Es geht daher um Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen, die folgende zwei Merkmale aufweisen:

• Es handelt sich um gesellschaftlich strukturierte, systematisch verteilte Ungleichheiten; also keine Ungleichheiten aufgrund rein individueller oder biologischer Merkmale (z.B. Körpergröße) bzw. keine zufällig verteilten Ungleichheiten (z.B. ein Lottogewinn).
• Diese Ungleichheiten dürfen nicht lediglich "Andersartigkeiten" sein, wie z.B. politische Überzeugung oder Lebensstile, sondern sie müssen mit Vor- und Nachteilen in den Lebensbedingungen verbunden sein (unterschiedlicher Zugang zu Ressourcen). Es existiert also eine "hierarchische" oder vertikale Ungleichheitsstruktur.

Bei der Analyse von sozialer Schichtung soll zwischen 4 Strukturebenen differenziert werden:
1. Ursachen sind die Gründe, welche zu einer Schichtungsstruktur in unserer Gesellschaft führen (z.B. wirtschaftliche Ausbeutung, Machtverhältnisse).
2. Determinanten sind die Kriterien und Merkmale, aufgrund derer ein Individuum zu einer bestimmten Schicht gehört. Sie stellen jedoch selbst noch keine Vor- und Nachteile dar (z.B. Beruf, Bildung oder familiäre Herkunft).
3. Dimensionen sind die Bereiche in denen Vor- und Nachteile aufgrund sozialer Ungleichheit bestehen. Das sind vor allem die wirtschaftlich-finanziellen Bedingungen, soziales Ansehen und Macht.
4. Auswirkungen sind die Folgen sozialer Ungleichheit und bestehen vor allem in den Lebensverhältnissen (z.B. Wohnverhältnisse), sowie in Mentalitäten und Verhaltensweisen.

4. Historische Charakteristika der Ungleichheit

4.1 Kasten

Die Kastengesellschaft [3] ist eine soziale Kategorie, in die man hineingeboren wird. Der Stand wird also von Geburt an zugeschrieben. Da diese soziale Kategorie einem religiösen Aspekt zugeordnet wird, kann man nicht von einer Kaste zur anderen wechseln, da das „Karma“ [4] dies so vorschreibt. Der Aufstiegsaspekt ist demnach chancenlos. Einzig und allein der Existenzaspekt steht im Vordergrund – das Streben nach absolutem Heil, welches jedoch zu einer Stagnation der Gesellschaft führt.

4.2 Ständegesellschaft

Die Ständegesellschaft [5] ist ebenfalls eine soziale Kategorie. Sie betitelt eine Gliederung der gesamten Gesellschaft in Adel, Geistlichkeit und Bürgertum in der Stadt, bzw. Bauernschaft auf dem Lande. Diese Stände waren rechtlich und in ihrer Lebensweise klar voneinander geschieden.
Die Ständezugehörigkeit wurde durch den religiösen Aspekt legitimiert und jeder einzelne wurde aufgrund seiner Geburt und seiner Familienzugehörigkeit meist lebenslang in diese eingegliedert. Soziale Mobilität ist daher nur bedingt möglich und führt ebenfalls zur Stagnation der Gesellschaft.

4.3 Klassengesellschaft

Der Begriff Klassengesellschaft wird verwendet, um deutlich zu machen, dass eine Gesellschaft keine homogene Interessengemeinschaft ist, sondern in verschiedene Gruppen, so genannte Klassen, gespalten ist. Der Unterschied zur Ständegesellschaft ist, dass die Klassengesellschaft nicht mehr vom religiösen Aspekt abhängig ist. Zudem fällt hier der Undurchlässigkeitsaspekt weg, so dass soziale Mobilität gegeben ist.
Nach der Lehre von Karl Marx [6] ist die kapitalistische Gesellschaft ebenfalls eine Klassengesellschaft. Hier ist die Spaltung allerdings nicht so offensichtlich wie beispielsweise in der Sklavengesellschaft. Die Spaltung verläuft nicht mehr zwischen Freiheit und Unfreiheit, sondern entlang des Gegensatzpaares Kapital und
Arbeit. Der Einteilungsfaktor liegt also offensichtlich im Haben und Nicht-Haben von Produktionsmitteln.

4.4 Schichten

Im Jahre 1955 wurde der Begriff der Klassengesellschaft abgelöst. Aufgrund des „Wirtschaftswunder“ [7] ist der Wohlstand enorm angestiegen und somit wurden die Grundunterschiede enorm verwischt. Der Klassenbegriff war also zu grob. Da die Unterschiede objektiv schwieriger geworden sind und sich die Menschen subjektiv gesehen nicht mehr einordnen konnten, musste ein neuer Begriff her.

Für eine Schichtengesellschaft gelten vier Kriterien, die zur Statusbildung führen:
1. Einkommen
2. (Aus-)Bildung
3. Stellung im Beruf
4. Prestige

Hier lässt sich nicht durch Herkunft oder Vererbung, sondern durch Leistung der Status erwerben. In einer Schichtengesellschaft haben theoretisch alle Mitglieder die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs. Der Gesamtstatus einer Person setzt sich aus den oben genannten Faktoren zusammen. Menschen, die über einen ähnlich hohen Status verfügen, kann man als Statusgruppen zusammenfassen. Die „nebeneinanderliegenden“ Statusse werden wiederum zusammengefasst und als Schichten bezeichnet. Eine Unterteilung in Unter-, Mittel- und Oberschicht ist möglich. Das Schichtenmodell ist stärker am Mittelstand orientiert. Zudem stellt es die ökonomischen Faktoren stark in den Mittelpunkt und berücksichtigt kaum die kulturellen Faktoren.

4.4.1 Das Modell der Schichtzwiebel

1. Unterschicht
2. Untere Mittelschicht
3. Mittelschicht
4. Gehobene Mittelschicht
5. Oberschicht

Die Kriterien der Schichtzwiebel beruhen, wie oben bereits angedeutet, auf drei Faktoren. Diese sind erstens das Einkommen, zweitens die Bildung und drittens die Stellung im Beruf, also dessen faktische Ausübung. Ein typisches Zeichen der Schichtzwiebel ist der sogenannte „Mittelstandsbauch“. Dieser zeigt, dass die Mittelschicht am stärksten vertreten ist.
Auf die Bildungsentscheidung bezogen heißt das, dass die Unterschicht sich häufig für einen niedrigeren Bildungsweg entscheidet, aus einer Unsicherheit heraus und auch auf Grund der Tatsache, dass ein geringerer Abschluss für die Kinder kein sozialer Abstieg ist. Die Eltern sind weniger informiert über das Schulsystem und können den Kindern weniger helfen, da sich die Schule an der bürgerlichen Mittelschicht orientiert. Bei der Mittelschicht ist Bildung ein Kriterium der Sozialschichtzugehörigkeit mit 41%. Außerdem beziehen sich Belohnung und Bestrafung viel häufiger auf das Schulverhalten der Kinder. Je höher das angestrebte Bildungsziel ist, desto eher wird entschieden, welcher Bildungsweg eingeschlagen wird. Beim Schulziel Gymnasium treffen 60% der Eltern der Oberschicht diese Entscheidung vor Beginn der Schulpflicht, teilweise sogar schon vor der Geburt ihrer Kinder.
Dies geschieht leistungsunabhängig und die LehrerInnen werden davon beeinflusst. LehrerInnen selektieren zwischen Ober- und Unterschicht in Hinsicht auf die Bildung jedoch nicht bewusst. Ein solches Verfahren wäre zu komplex und daher wird es von den LehrerInnen meist gar nicht durchschaut. Das Schulverhalten passt hier zwangsläufig mit dem kulturellen Standard, wie Kleidung, Sprache, etc., der Familien zusammen.

Zitat: „Der Sohn vom Chefarzt erhält auch bei mittleren Leistungen eine Gymnasialempfehlung, die Tochter der türkischen Putzfrau bekommt trotz guter Leistungen nur eine Hauptschulempfehlung“. [8]

4.5 Milieus

Ein soziales Milieu fasst eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammen, die kulturelle Gemeinsamkeiten aufweist. Die Geflechte zeigen gemeinsame Werthaltungen und Mentalitäten auf, sowie die Gemeinsamkeit, dass sie ihre Beziehungen zu Mitmenschen in der gleichen Art und Weise aufbauen und ihre Umwelt in ähnlicher Weise sehen und gestalten, sich sozusagen „heimisch“ fühlen. Milieus sind heute nicht mehr so groß wie früher. Man spricht daher von Mikromilieus oder Wahlmilieus, da diese der subjektiven Einstellung unterworfen sind und somit nur zeitbedingt existieren.

4.5.1 Das "Kartoffelmodell" (Sinus [9])

Von oben nach unten: Nach sozialer Lage in Schichten, auf der Grundlage von Alter, Bildung, Beruf und Einkommen.
Von links nach rechts: Nach der Grundorientierung, in einem Spannungsbogen von traditionell bis postmodern.
Oben sind die gesellschaftlichen Leitmilieus angesiedelt, am linken Rand die Traditionellen Milieus, in der Mitte die Mainstream Milieus und rechts die Hedonistischen Milieus.

5. Kapitalformen (Bourdieu)

5.1 Ökonomisches Kapital

Mit dem allgemeinen Begriff des Kapitals beschreibt Pierre Bourdieu [10] die soziale Lage von Personen und Klassen. Unter ökonomischem Kapital versteht er neben dem Besitz von Produktionsmitteln und Grund und Boden auch Geldvermögen, Aktien, Gold, Schmuck etc.

5.2 Kulturelles Kapital

Bourdieu benutzt in seinen Werken die Begriffe „Kulturelles Kapital" und „Bildungskapital" mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung. Er unterscheidet grundlegend drei Formen des kulturellen Kapitals:
Objektiviertes kulturelles Kapital: Darunter fasst er alle Kulturgegenstände wie Bilder, Bücher, Skulpturen etc. zusammen.
Institutionalisiertes kulturelles Kapital: Damit bezeichnet er die vom Individuum erworbenen Bildungszertifikate oder Titel.
Inkorporiertes kulturelles Kapital: Darunter werden alle Denk- und Handlungsschemata, alle Wertorientierungen, sowie sämtliche durch Sozialisation erworbene Verhaltensmerkmale verstanden.

5.3 Soziales Kapital

Der soziologische Begriff Soziales Kapital bezeichnet die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit der Teilhabe an dem Netz sozialer Beziehungen gegenseitigen Kennens und Anerkennens verbunden sind. Im Gegensatz zum Humankapital bezieht sich das soziale Kapital nicht auf natürliche Personen, sondern die Beziehungen zwischen ihnen sind Träger dieser Kapitalform.

5.4 Humankapital

Humankapital ist die Bezeichnung für die Fähigkeiten und den Ausbildungsstand von Arbeitskräften bzw. Arbeitsvermögen, die deren Produktivität steigern. Nach der Humankapital-Theorie wird durch Bildung und Ausbildung das individuelle Arbeitsvermögen erhöht und auf diese Weise sowohl die Produktivität des Arbeitnehmers als auch dessen Einkommen gesteigert. Den Investitionen in Humankapital (Schule und Berufsausbildung) werden diejenigen in Sachkapital (Maschinen, Gebäude usw.) zur Seite gestellt.

6. Bildungsmilieus

6.1 Ressourcenarmes Bildungsmilieu

Das ressourcenarme Bildungsmilieu ist das mit Abstand (schul-)bildungsfernste Milieu überhaupt. Die sozialen Netzwerke sind hier besonders auf den Nahbereich und die Verwandten eingeschränkt.
Die überdurchschnittliche Freizeit wird zu Hause in Form von „indoor activities“ verbracht. Dabei werden jedoch keine hochkulturellen oder intellektuellen Tätigkeiten verrichtet.
Das Erziehungsverhalten ist nonverbal und strikt autoritär – die Erziehung gründet auf Bestrafung und Wut. Die Abwertung geistiger und die Anerkennung praktisch-berufsbezogener Bildung, spiegelt das Bildungsverständnis des ressourcenarmen Milieus wieder. Zwar existiert eine Ahnung über die Wichtigkeit von kulturellem Kapital, jedoch wird dies nicht umgesetzt. Man denkt, dass man dem Geforderten sowieso nicht gerecht werden kann, sieht sein Leben sozusagen als eine schicksalhafte Bestimmung an.

6.2 Unteres Mittelschichtmilieu

Das untere Mittelschichtmilieu ist gegenüber dem ressourcenarmen Bildungsmilieu nicht so sehr der Freizeit verfallen. Die sozialen Netzwerke dagegen beziehen sich immer noch auf den Nahbereich, also die Nachbarschaft, Freunde und Verwandte.
Die Erziehung wird durch kein durchgängig konsistentes Bild geprägt. Die Bestrafung erfolgt meistens verbal. Im unteren Mittelschichtmilieu kommt der Mutter eine besondere Rolle zu. Sie ist die Managerin des Haushalts und erzieht die Kinder. Zudem zeigt sie Interesse an dem Freizeitverhalten ihrer Kinder. Es wird also deutlich, dass eine klare Bildungsaspiration besteht. Die Bildung wird trotzdem als anstrengende Arbeit angesehen.
Auf die Gesamtsituation bezogen heißt dies, dass immer noch eine Inkonsistenz zwischen der Alltagspraxis, dem Erziehungsverhalten und der Aspiration besteht.

6.3 Mittelschichtmilieu

Das Mittelschichtmilieu ist besonders aktiv und freizeitorientiert. Die Aktivitäten werden bevorzugt außer Haus betrieben. Wichtig ist dabei auch etwas mit den Kindern gemeinsam zu machen, beispielsweise Sport treiben.
Sozial ist dieses Milieu gut integriert. Die sozialen Netzwerke sind relativ weit gestreut. Sie beziehen sich immer noch auf den Nabereich, umfassen aber dazu noch die Schulfreunde und Arbeitskollegen.
Zu den Erziehungspraktiken ist zu sagen, dass hier keine besonderen Muster erkennbar sind.
Der Bildungszugang ist im Vergleich zu den beiden anderen Milieus schon deutlich an akademischen Vorstellungen orientiert. Erkennbar wird das, wenn man von den Kindern erwartet, einen mindest genauso guten oder noch besseren Schulabschluss zu haben, wie die Eltern. Die Alltagspraktiken sind jedoch noch weit von dem akademischen Lebensstil entfernt – Bildung ist zwar wichtig, wird aber nicht umgesetzt.
Auf die Gesamtsituation des Mittelschichtmilieus bezogen bedeutet dies, dass die Alltagspraktiken und die Aspiration ausgewogen sind, also im Gleichgewicht stehen.

6.4 Gehobenes Mittelschichtmilieu

Das gehobene und extrem ambitionierte Mittelschichtmilieu wird schon sehr stark durch hochkulturelle und überdurchschnittlich viele intellektuelle Praktiken, wie Theater- oder Museumsbesuche, geprägt. Die sozialen Netzwerke orientieren sich an funktionalen Beziehungen, dem allseits bekannten „Vitamin B“.
Der Bildungszugang ist vergleichbar mit dem Bildungszugang im akademischen Milieu. Man erkennt den Selbstzweck der Bildung und hat Spaß daran etwas Neues zu lernen. Das Bildungsverständnis ist demnach durchgehend positiv geprägt und orientiert sich zunehmend am klassisch akademischen Bildungsniveau.
Zusammengefasst kann man sagen, dass ein gestörtes Passungsverhältnis zwischen Alltagspraxis und Aspiration durch die extreme Ambitioniertheit des gehobenen Mittelschichtmilieus vorherrscht.

6.5 Akademisches Bildungsmilieu

Das Freizeitverhalten des klassisch akademischen Bildungsmilieus beruht auf rein intellektuellen Tätigkeiten. Der Alltag ist ebenfalls durch bildungsnahe Praktiken geprägt.
Die sozialen Netzwerke sind funktional zusammengesetzt – das so genannte „Vitamin B“ wird hier nicht mehr benötigt.
Der Erziehungsstil ist konsequent verbal und der Bildungszugang rein akademisch. Der Bildungserfolg dient quasi dem Wissenserwerb.
Das klassisch akademische Bildungsmilieu ist ein sehr konsistentes Milieu, dessen Erziehungsvorstellungen und -praktiken, sowie dessen Bildungszugang in sozial sinnvollen Zusammenhängen stehen.

7. Familie früher und heute

Familien-Banden sind für die Ewigkeit gemacht – überall auf der Welt. Doch sie zerreißen immer häufiger. Mehr als 200.000 Paare lassen sich jedes Jahr allein in Deutschland scheiden. Der Traum von der Familie bleibt – das Traditionsmodell hat allerdings Konkurrenz bekommen.
Das Ideal des in Liebe und Zuneigung verbundenen Paares ist erst seit etwa 250 Jahren populär. Es löst die Familie als Zweck- und Notgemeinschaft ab, nachdem eine wachsende Zahl von Unternehmern, Handwerkern und Händlern zu Wohlstand gekommen waren.
Anders als die Landbevölkerung konnte das junge städtische Bürgertum im späten 18. Jahrhundert auf die Arbeitskraft von Frauen und Kindern verzichten. Die gewonnene Zeit wandten die Frauen für die Pflege des Familienlebens und die Erziehung des Nachwuchses auf.
In Familien vorindustrieller Epochen hatten emotionale Bindungen kaum eine Rolle gespielt. Das Verhältnis zum Ehepartner, zu den Eltern, Schwiegereltern, Kindern und Verwandten war eher von den ökonomischen Zwängen und Interessen der Lebensgemeinschaft bestimmt.
In den Bauern- und Handwerkerfamilien mussten Kinder so früh wie möglich mitarbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern. Die traditionelle Großfamilie zeichnet sich also durch ökonomische Rationalität und Traditionalität aus. Auch die Vorstellungen davon, wer zur Familie gehörte, unterschied sich von der des Bürgertums: Ländliche Familien zählten alle im Haushalt lebenden Menschen zu ihren Mitgliedern – entfernte, auf dem Hof lebende Verwandte, wie Onkels und Tanten, ebenso wie die Bediensteten, wie Mägde und Knechte. Man sah also die ganze Hausgemeinschaft als Familie an.
Die ersten Kleinfamilien mit eigenem Haushalt entstanden in der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert innerhalb enger Clans, Sippen oder Verwandtschaften. Ein starker Bevölkerungsanstieg hatte zur Folge, dass unter einem Dach oft nicht mehr genug Platz für alle Angehörigen war. Die häusliche Gemeinschaft zerfiel – die ersten Paare und Alleinstehenden zogen in eigene Behausungen. Das Ehepaar und sein Haushalt wurden zum Bezugspunkt der Familie.

Die traditionelle Kleinfamilie bestand aus Vater, Mutter und zwei bis drei Kindern. Die Eltern mussten jedoch miteinander verheiratet sein, so dass auch die Kinder direkt miteinander verwandt waren. Die Mutter ist hier für den Haushalt und die Erziehung der Kinder zuständig, während der Vater den Lebensunterhalt verdiente. Besonders auszeichnend für diese traditionelle Familienform waren ihre Intimität, die kontinuierlichen Berührungsmöglichkeiten zwischen Eltern und Kindern und die personelle Nähe.

In Europa war allerdings schon immer die Form der Kleinfamilie am weitesten verbreitet. Nach neueren Forschungen fand man sogar heraus, dass traditionelle Großfamilien nicht immer unter einem Dach leben mussten. Es bestand auch die Möglichkeit, weiter voneinander entfernt zu leben und trotzdem ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl aufzuzeigen. Die traditionelle Großfamilie in heutigem Sinne gibt es gar nicht mehr. Das Konzept umfasst heute mindestens drei Generationen, die zusammen in einem Haus leben. Wichtig ist hierbei die generative Struktur.

Das Bild der Familie in den 50er und 60er Jahren dagegen war die Normalfamilie, beschrieben nach Talcott Parsons [11]. Dem Vater war die Rolle des Haupternährers zugeteilt. Das bedeutet, dass er für die ökonomische Basis der Familie zuständig war. Gegenüber den Kindern vertritt er gesellschaftliche Leistungen. Die Mutterrolle dagegen war auf die emotionalen Bedürfnisse der Familie bezogen. Die Mutter war für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig, sowie die Regeneration des Vaters von der Berufsarbeit. Den Kindern gegenüber zeigten die Rollen des „Instrumentellen Führers“ und die der „Expressiven Führerin“ ein klares Machtgefälle auf. Die Kinder sollten hier durch Identifikationsprozesse an das Leben herangeführt werden. Das Mädchen sollte sich an der Rolle der Mutter und der Junge an der Rolle des Vaters orientieren.
Dieses Modell der Normalfamilie wurde damals angenommen und akzeptiert. Die Akzeptanz spiegelt sich auch in der geringen Scheidungsrate, dem niedrigen Heiratsalter, welches bei 23-25 Jahren lag, und der hohen Geburtenrate, von mehr als zwei Kindern pro Ehe, wieder [12]. Franz Xaver Kaufmann bezeichnete diese Epoche als „globales Zeitalter der (Normal-)Familie“.

Jedoch hat sich im Laufe der Zeit das Familienbild abermals einem Wandel unterworfen. Familienintimität kann auch eine negative Wirkung auf das Zusammenleben erzielen. Je größer die personelle Nähe ist, desto verletzlicher werden die Familienangehörigen.[13] Heute ist die Familie bestimmt durch die globale Ökonomie. Dies erzwingt lockere Beziehungen zu vielen Menschen, sowohl national als auch weltweit.
Der „flexible Kapitalismus“ ist mit der globalen Ökonomie eng verbunden. Flexibilität in diesem Sinne bedeutet die Anpassungsfähigkeit an eine veränderliche Umwelt. Zudem kann man Flexibilität wiederum in vier verschiedene Formen unterscheiden:

1. Numerische Flexibilität: Die numerische Flexibilität umfasst die Veränderung von Arbeitsverhältnissen und deren Verträge.
2. Produktive Flexibilität: Die produktive Flexibilität kann auch als geographische Flexibilität bezeichnet werden. Sie umfasst Dezentralisierungen, Auslagerungen, sowie Standardverlagerungen des Arbeitsplatzes.
3. Zeitliche Flexibilität: Die zeitliche Flexibilität zielt auf die Organisation von Arbeitszeiten innerhalb eines Unternehmens ab.
4. Organisatorische Flexibilität: Die organisatorische Flexibilität betrifft die Änderung von internen Strukturen – beispielsweise das Erhalten von größerer Einzelverantwortung.

Diese Formen der Flexibilität können sich in einer Vielfalt an Phänomenen ausdrücken. So spielen die global literalisierten Finanz- und Kapitalmärkte eine große Rolle. Bei ihnen dient das vermehrte Kapital an Börsenmärkten nur noch zum geringen Teil zur Finanzierungen der Investition des Handels. Zudem verändern sich die technologischen Voraussetzungen, die eine Anpassung der Produktion an einen bestimmten und kurzfristigen Bedarf ermöglichen. Ein weiterer Faktor ist die Ausweitung der internationalen Verflechtung des Handels und das daraus resultierende Anwachsen der Handelsströme. Letztendlich zeiht dies die Zunahme der Geschwindigkeit des Informationentransfers mit sich. Es werden weltweit vernetzte Informationssysteme und, wie schon gesagt, die Mobilität der Arbeitskräfte gefordert. Nach Parsons würde eine immer weitere Erhöhung der sozialen Mobilität praktisch die Abschaffung der Familie fordern.“[14] Die Form der Mobilität verändert also die Gesellschaft und verhindert auf Dauer stabile Beziehungen.
Stabile Beziehungen sind jedoch die Voraussetzungen für ein intaktes Familienleben. Die Fürsorge für Kinder und die eventuelle Betreuung der Eltern kann nur stattfinden, wenn ein hohes Maß an Stabilität und Kontinuität, sowie Solidarität gegenüber den Eltern gegeben ist.

Der Bruch der familiären Beständigkeit kann aufgrund des extrem steigenden Heiratsalters, welches inzwischen bei 28-31 Jahren liegt und der immer weiter steigenden Scheidungsrate [15], welche bei 1/3 aller geschlossenen Ehen liegt, erklärt werden. „Bereits zwischen 1600 und 1850 wird eine Zunahme des Erstheiratsalters von Frauen von 22 auf 26 Jahre nachgewiesen. In Verbindung mit hohen Sterberaten im Kindbett und die hohe Zahl von Zweit- und Drittehen deuten darauf hin, dass auch damals die einzelne Ehe oft auf einen relativ kurzen Zeitraum im Leben beschränkt war. Männer wie Frauen heirateten in eine viel späteren Alter als unsere Wahrnehmung über die früheren Zeiten suggeriert.“ [16] Späte Heirat war für eine lange Zeit typisch für Westeuropa. Trotz zunehmender Scheidungszahlen sind Ehen niemals langlebiger gewesen als heute – die Vorstellung von einer langlebigen und intakten Familie ist sozusagen ein Mythos.
Ein weiterer Faktor für die Entfremdung der Familie ist die auffällig niedrige und immer niedriger werdende Geburtenrate, „die schon seit 1760 rückläufig ist“ [17]. Statistisch gesehen kommen auf 100 Frauen nur noch 135 Geburten. Zudem ist die Rate der Frauen, die kinderlos bleiben, so hoch wie nie. Sie liegt bei etwa 30% und ist im Begriff weiterhin zu steigen. Das alles steht im Zusammenhang mit der Emanzipation der Frau.

8. Geschlechterverhältnis

Die Benachteiligung der Frau ist nicht nur im Zusammenhang zur Familie zu sehen, sondern auch auf die des Bildungswesens. Man bestritt sogar den Mädchen aus den unteren sozialen Klassen das Recht auf Elementarbildung. Aber auch den Mädchen aus sozial besser gestellten Hausalten wollte man nicht mehr Bildung zugestehen, als sie zur Erfüllung ihrer häuslichen Repräsentationspflichten benötigten.

1838: Es existierten 13 weltliche Privatanstalten für Mädchen, in denen meist die oberflächliche Gesellschaftsbildung vermittelt wurde.
1849: Frauen dürfen an Universitäten bestimmte, explizit für sie eingerichtete Vorlesungen besuchen, allerdings nur mit Erlaubnis des Ministeriums, der Fakultät und des Dozenten.
1892: Der „Verein für erweiterte Frauenbildung“ gründet das erste Gymnasiums mit sechs Jahrgängen für Mädchen in Wien.
1902: Frauen dürfen die Lehramtprüfung für Lyzeen (Mädchengymnasien) ablegen.
1903: Es gab erstmals drei akademisch gebildete Mittelschullehrerinnen – zwei von ihnen im naturwissenschaftlichen und eine im künstlerischen Bereich.
1924: 1,8% der Mädchen eines Jahrgangs besuchen eine Hochschule.
1933: An Mittelschulen gibt es 33% weibliche Schüler und 4% Lehrerinnen.
1934: Mädchen müssen zum Besuch von Jungengymnasien eine ministerielle Erlaubnis einholen. Die Zahl der weiblichen Hörer wurde somit durch eine Einführung von Quoten an Hochschulen limitiert.
1978: 1,7% aller ordentlichen Hochschulprofessoren sind weiblich.

Der anfängliche Fortschritt der Emanzipation der Frau wurde durch die Zeit des Nationalsozialismus getrübt. Die Nationalsozialisten wollten die Frau wieder auf ihre Rolle als Mutter und Hausfrau zurückdrängen. Diese rigide Unterdrückung der Frau war jedoch nicht auf die Rüstungsindustrie bezogen.
Wie an der oberen Zeittafel ersichtlich wird, konnten sich Mädchen und Frauen erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts die Erlaubnis das Gymnasium oder die Universität zu besuchen erkämpfen.
Bis heute wird aus jüngsten Statistiken ersichtlich, dass die jahrzehntelange ungleiche Bildungsbeteiligung Folgen mit sich gezogen hat.

Auch heute gibt es immer noch die Klischeebildung im Bildungssektor, welche zu einer Entmutigung der Frauen in den naturwissenschaftlichen Fächern mit sich zieht. Trotzdem ist in den Grafiken deutlich zu erkennen, dass die Mädchen auf die Bildung bezogen einen riesigen Sprung gemacht haben. Sie haben mit ihrem Wissen sogar die Jungen überholt und längst abgehängt. Dies hat zur Folge, dass mittlerweile die Jungen Förderung brauchen, um wieder mit den Mädchen gleichziehen zu können.
„Trotzdem sind die Bildungsrenditen von Frauen fast durchweg schlechter als die der Männer. Frauen haben insbesondere dann Schwierigkeiten, ihre heute oft gute Ausbildung in adäquate berufliche Stellungen und Einkommen umzusetzen, wenn sie Kinder haben. Für Männer hingegen stellt die Gründung einer Familie kein Karrierehindernis dar.“ Dies spiegelt sich auch heute noch in der „Glasdecken-Debatte“ wieder. Bei der Glasdecken-Debatte steht die Einkommensungleichheit zwischen Mann und Frau im Mittelpunkt. „Erwerbstätige Frauen verdienten in Deutschland Mitte der 90er Jahre etwa 30% (brutto) weniger als Männer, trotz besserer beruflicher Qualifikationen und der daraus resultierenden Stellung. Dieser Abstand hat sich seit Jahrzehnten nur wenig verringert.“ Im Jahre 1995 erhielten Arbeiterinnen 29,5% weniger Bruttolohn als Männer in der gleichen Tätigkeit. 1975 betrug der Abstand 32%. 1995 bekamen weibliche Angestellte 33% weniger Bruttogehalt als männliche Angestellte. Im Jahre 1975 dagegen lagen Frauen mit 35% hinter den Männern. Aufgrund steuerlicher Abzüge, die bei der verheirateten Frau sehr hoch sind, ist der Abstand zwischen Männern und Frauen beim Nettoeinkommen nochmals höher als beim Bruttoeinkommen.

Die Bildungsreform der 70er Jahre verlangte jedoch die Behauptung auf dem Weltmarkt durch „Humankapital“ – das „menschliche know-how“ für Produktionsprozesse. Dies forderte also eine Angleichung der Bildungschancen von Männern und Frauen. Da die Frauen in der Bildung einen gewaltigen Vormarsch erzielt hatten, bedeutete dies die neue ökonomische Stellung der Frau – die ökonomische Basis wurde nun von Mann und Frau getragen. Im Westen waren die Frauen für 1/3 des Nettoeinkommens mit einer Arbeitszeit von durchschnittlich 26 Stunden zuständig. Im Osten sorgte die Frau sogar für ½ des Nettoeinkommens mit einer Arbeitszeit von durchschnittlich 38 Stunden. Dies hatte den Aufbruch der Legitimation der klassischen Arbeitsteilung zur Folge und war zugleich ein Widerspruch zwischen den traditionellen Lebensentwürfen und den Anforderungen der Gesellschaft.
Dementsprechend wirkte sich dieser Aufbruch negativ auf das Familienleben aus –Scheidungen waren die Folgen.

9. Scheidung

Die höchste Scheidungsrate ist zwar immer noch bei kinderlosen Ehepaaren zu beobachten. Ehepaare mit zunehmender Kinderzahl trennen sich weniger häufig, um das Wohl der Kinder zu wahren. Jedoch werden immerhin 1/3 aller verheirateten Paare mit Kindern jährlich geschieden.

Bricht eine Familie dennoch auseinander, so geraten die Beteiligten meistens in eine tiefe Krise. Diese Krise hat auch Auswirkungen auf die schulischen Leistungen der Scheidungskinder. Diese verschlechtern sich rapide, wenn Eltern im Zwist auseinander gehen und auch noch um das Sorgerecht streiten. Der Disput zwischen den leiblichen Eltern fördert einen schlechten Einfluss auf das Kind – die heilen Seelen der Kinder werden für immer gebrandmarkt.

Eine Trennung bedeutet des Öfteren auch eine finanzielle Misere. Für die Kinder ist es schwierig mit der neuen Situation umzugehen. Ihre Lebenslage ändert sich schlagartig im geographischen Sinne, indem eine Scheidung meist mit einem Wechsel der gewohnten Umgebung verbunden ist. Man verliert nicht nur ein Elternteil, sondern auch seine Nachbarn, seine Freunde und auch die Schule. Eine neue Alltagsorganisation ist demnach erforderlich.

In der Schule wirkt sich eine Veränderung der Lebenswelt des Kindes manchmal so heftig aus, dass das Kind rebelliert. Der Boykott der schulischen Leistungen gründet nicht auf dem Nichtwissen der Scheidungskinder, sondern auf reiner Resignation. Die Kinder sind nicht mehr bereit zu zeigen, was sie eigentlich an Leistungen erbringen könnten.

Man hat herausgefunden, dass Jungen härter von der Scheidung betroffen sind, als Mädchen. Warum das so ist, wurde bis jetzt noch nicht herausgefunden. Ein Versuch für eine Erklärung könnte jedoch die Sorgeerlaubnis sein, welche meistens zugunsten der Mutter ausfällt und der damit zwangsläufig verbundene Ödipuskomplex . Jungen brauchen ihren Vater, um mit ihm den Konkurrenzkampf zu üben und um eine Identifikationsfigur zu haben.
Dingt ein neuer Partner als Elternfigur in das Leben der Kinder ein, so kann dies wiederum Komplikationen mit sich ziehen. Das Leben in einer „Fortsetzungsfamilie“ oder in einer so genannten „Patchwork-Familie“ muss aber nicht immer zwangsläufig katastrophal enden. Nach 2-3 Jahren sollen sich die meisten Kinder weitestgehend von der Trennung der Eltern rehabilitiert haben. Manche verkraften die Scheidung jedoch nie.
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10. PISA 2003

Was ist PISA eigentlich? Welche Bedeutung hat die internationale Schulleistungsstudie "Programme for International Student Assessment" und wer nimmt daran teil?

10.1 Ziele

Ziel der PISA-Studie ist die zyklische, ländervergleichende Erhebung bedeutsamer Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen in den drei Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Darüber hinaus werden die Bedingungen von Schulleistungen in Unterricht, Elternhaus und Freundeskreis erfasst, die Einfluss auf die Kompetenzen und das Erleben junger Menschen haben. Anliegen von PISA ist es, Aussagen darüber zu treffen, wie gut Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet sind, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Es interessiert weniger, wie gut sie die schulischen Anforderungen des jeweiligen Bildungssystems meistern. Auf Basis dieser grundlegenden, vergleichenden Forschung kann anschließend eine Verbesserung der Bildungssysteme erfolgen.

10.2 Risikoschüler und Risikoschülerinnen

„In Deutschland wie auch den anderen teilnehmenden OECD-Staaten sind die Lebensbedingungen mit einem unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen im ökonomischen, sozialen und kulturellen Sinne verbunden. Deutschland gehört jedoch zu den Bildungssystemen, in denen diese Abhängigkeit am größten ist, d.h. es gelingt dem Bildungssystem weniger, ungünstige familiäre und soziale Voraussetzungen auszugleichen und damit das Potenzial dieser SchülerInnen zu nutzen und zu fördern.
Auch die Wahrscheinlichkeit, zur so genannten Risikogruppe von Schülerinnen und Schülern zu gehören, deren Kompetenzen als gering für eine erfolgreiche Teilhabe in modernen Wissensgesellschaften angesehen werden, hängt in Deutschland wesentlich von Merkmalen der sozialen Herkunft ab.“ [21]
Mehr als jeder fünfte 15-Jährige gilt in Deutschland als Risikoschüler bzw. Risikoschülerin. Das entspricht einem Prozentsatz von 23,6. Diese SchülerInnen erriechen im Rechnen, Lesen und Verstehen von einfachen Texten am Ende der Schulzeit lediglich ein Grundschulniveau. Mit diesen 23,6% ist Deutschland der Spitzenreiter für solche RisikoschülerInnen.
Jedoch haben Kinder reicher Familien bei gleicher Begabung eine 5,7mal größere Chance als Kinder aus der unteren Mittelschicht, das Gymnasium statt einer Realschule zu besuchen. Hier greift abermals das sogenannte Matthäus-Syndrom, welches besagt: „Wer hat, dem wird gegeben!“.

11. Familiäre Herkunft entscheidet über den Besuch der gymnasialen Oberstufe

Was ist PISA eigentlich? Welche Bedeutung hat die internationale Schulleistungsstudie "Programme for International Student Assessment" und wer nimmt daran teil?

11.1 Bildung der Eltern

Mit welcher Wahrscheinlichkeit ein 17- bis 18-Jähriger in den neuen Ländern die gymnasiale Oberstufe besucht, hängt stark vom Bildungsstand der Eltern ab. 72% aller 17- bis 18-Jährigen, deren Väter die allgemeine Hochschulreife besitzen, besuchten 1996 die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Konnte der Vater aber höchstens einen Hauptschul-Abschluss nachweisen, so lag die Bildungsbeteiligungsquote bei nur 30%, bei einem mittleren Abschluss des Vaters bei 37%. Damit stellt sich die Situation in den neuen Ländern genauso dar wie in den alten Ländern - nur auf niedrigerem Niveau: Im Westen besuchen 33% der 17- bis 18-Jährigen aus bildungsfernen Familien die Oberstufe - aus Familien, in denen der Vater die Hochschulereife besitzt, sogar 89%.

11.2 Einkommen der Eltern

Grob kann man sagen: Je höher das Familien-Einkommen ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder die gymnasiale Oberstufe besuchen. Bei einem Familien-Nettoeinkommen unter 1.100 Euro (2.200 DM) lag die Bildungsbeteiligung der 17- bis 18-Jährigen 1996 bei 34%. Diese Quote stieg mit einem höheren Einkommen immer weiter an bis auf 56% bei einem über 3.500 Euro (7.000 DM) liegenden Familien-Nettoeinkommen. Auch hier sieht man beim Blick in den Westen wieder das gleiche Bild auf einem höheren Niveau: Aus der niedrigsten Einkommensgruppe nahmen 41%, aus der höchsten Gruppe 68% der 17- bis 18-Jährigen die Bildungsmöglichkeiten der Klassen 11 bis 13 wahr.

11.3 Beruf der Eltern

Die vier Berufsgruppen Arbeiter, Angestellte, Selbständige und Beamte tauchen in fast allen Statistiken auf. Allerdings hat diese Einteilung einen ganz entscheidenden Nachteil: Die Gruppen sind - bis auf die Arbeiter - sehr heterogen. So schwankt zum Beispiel die Bildungsbeteiligung von Selbständigen-Kindern in der gymnasialen Oberstufe zwischen 33 und 82% - je nachdem ob der Vater höchstens einen Hauptschul-Abschluss oder aber die Hochschulreife besitzt. Aber immerhin lassen sich Aussagen für die "traditionell im bildungspolitischen Interesse stehende Gruppe der Arbeiter-Kinder treffen". Obwohl die allgemeine Bildungsbeteiligung in den neuen Ländern niedriger ist als im Westen schaffen im Osten mehr Arbeiter-Kinder den Sprung in die Oberstufe als in den alten Ländern. 1996 lag die Quote im Osten bei 33% - im Westen bei nur 28%.

12. Bildungsschicksal und soziale Herkunft (Zusammenfassung)

Ursachen der schichtspezifischen Bildungsabschlüsse [22]:
"Mehr Schulen, mehr Lehrer, mehr Professoren und mehr Hochschulen haben die ,Bildungstorte‘ riesenhaft vergrößert, aber die dicksten Stücke nehmen sich diejenigen, die sie sich schon immer genommen haben: das akademisch gebildete Besitz- und Bildungsbürgertum."

Die familiäre bzw. soziale Herkunft von Kindern und Jugendlichen ist wesentlich ausschlaggebend für deren Bildungskarrieren. Wer aus einfachen Verhältnissen (niedrige Bildung und einfache berufliche Tätigkeit der Eltern) stammt, hat nur minimale Chancen, einmal an einer Hochschule zu studieren. Im Gegenzug sind die Chancen von Kindern aus höheren bzw. gebildeten sozialen Schichten bestens. Demnach haben Arbeiter-Kinder, die bei der Ungleichheitsforschung immer wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt werden, nach wie vor schlechte Karten. Lediglich die allgemeine Bildungsbeteiligung in gymnasialen Oberstufen sowie an Hochschulen hat seit 1990 stark zugenommen. Insgesamt hat sich also das Bildungsniveau stark erhöht, doch hat sich diese Bildungsexpansion eigentlich nur in mittleren und höheren Schichten abgespielt.

Wirft man einen groben Blick auf den Ursachen-Komplex, so ist in absehbarer Zeit keine Besserung dieser Schieflage zu erwarten. Lehrer geben schon in der Grundschule den Kindern aus höheren Schichten bessere Noten, auch wenn sie weniger leisten. Selbst bei mittelmäßiger Leistung erhalten diese Kinder noch Empfehlungen für das Gymnasium und auch wenn diese Empfehlung fehlt, setzen Eltern aus bildungsnahen Schichten den Besuch des Gymnasiums für ihre Sprösslinge einfach durch. Eltern aus einfacheren Verhältnissen fügen sich eher dem Lehrer-Urteil, obwohl die Noten und Empfehlungen schlechter ausfallen als möglicherweise messbare Leistungen. Arbeiter-Kinder bringen Defizite mit in die Grundschule, die aus ihrer Sozialisation stammen. Die Grundschule gleicht diese nicht aus, sondern stellt vielmehr die Weichen für eine Bildungskarriere, die Abitur und Studium unwahrscheinlich werden lassen.

Die Frauen liegen nach wie vor gut im Rennen. Seit der Emanzipation im Jahre 1838 konnten sich die Frauen Schritt für Schritt einen deutlichen Vorteil gegenüber dem anderen Geschlecht bei Abiturienten- und Studienanfänger-Zahlen erarbeiten – sie haben sich sogar einen so großen Vorsprung erarbeiten, der sie bis heute an die Spitze des Bildungsniveaus stellt.




Fußnoten:
[1] vgl. Korte/Schäfers, S. 147
[2] Giddens 1995, S. 230
[3] Der Begriff Kaste kommt ursprünglich aus dem portugiesischen „casta“ und bedeutet Kasten oder Schublade.
[4] Reinkarnation
[5] Der Begriff Stand kommt ursprünglich aus dem lateinischen und bedeutet Status.
[6] Karl Heinrich Marx (* 5. Mai 1818 in Trier; † 14. März 1883 in London) war Philosoph, Kritiker der bürgerlichen Ökonomie und politischer Journalist.
[7] Als Wirtschaftswunder wird der rasche ökonomische Aufschwung in der Bundesrepublik Deutschland und Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet.
[8] Wilfried Bos, 27.10.04 Spiegel Online
[9] Sinus Sociovision, Mitglied des Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V., ist eines der führenden privatwirtschaftlichen Institute für Marketing- und Sozialforschung in Deutschland.
[10] Pierre-Félix Bourdieu (*1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; †2002 in Paris) war einer der renommiertesten französischen Soziologen des 20. Jahrhunderts.
[11] Talcott Parsons (*1902 - †1979), bedeutendster amerikanischer Soziologe der Nachkriegszeit. Während seines Studiums an der London School of Economics (1924-1925) und in Heidelberg, wo er 1927 promovierte, gewann Parsons, der zunächst Mediziner und Biologe werden wollte, Einblick in die Gedankenwelt des Ethnologen Bronislaw Malinowski und des Soziologen Max Weber. Zwischen 1944 und 1979 lehrte er als Professor Soziologie an der Harvard University in Cambridge.
[12] vgl. Talcott Parsons „Bild der Familie in den 50er/60er Jahren“
[13] vgl. Herbert Schweizer: Familie im Wandel. S. 179
[14] vgl. Walter Müller und Karl Ulrich Mayer: Chancengleichheit durch Bildung?, S. 17
[15] vgl. Walter Bien: An der Schwelle zum neuen Jahrtausend – Wandel und Entwicklung familialer Lebensformen: „Die Scheidung wurde 1939 aufgrund unheilbarer Zerrüttung eingeführt; die Einführung war u.a. bevölkerungspolitisch motiviert: eine erwartete Wiederverheiratung mit darauf folgenden Geburten sollte erleichtert werden.“ S. 11
[16] vgl. Walter Bien: An der Schwelle zum neuen Jahrtausend – Wandel und Entwicklung familialer Lebensformen. S. 6
[17] vgl. Walter Bien: An der Schwelle zum neuen Jahrtausend – Wandel und Entwicklung familialer Lebensformen: „Eine Verschiebung der Geburtenintervalle von 19-30 Monaten auf über 48 Monate zieht seit 1760 eine Verschiebung der Geburtenrate mit sich. Die Geburtenrate begann zu sinken und dieser Rückgang verstärkt sich bis ins 20. Jahrhundert hinein.“ S. 7
[18] vgl. Stefan Hradil: Soziale Ungleichheit in Deutschland. S. 171
[19] Stefan Hradil: Soziale Ungleichheit in Deutschland. S. 227
[20] In der Begriffswelt der Psychoanalyse die im Rückgriff auf die griechischen Sagen von Ödipus und Elektra so bezeichnete emotional konflikthafte, durch die übermäßige Gefühlsbindung des Sohnes an die Mutter und die damit einhergehende Eifersucht gegenüber dem Vater bedingte Denk-, Gefühls- und Verhaltensdisposition.
[21] vgl. Quelle: PISA-Konsortium
[22] nach Geißler 1994, S. 135

Literaturverzeichnis

Monographien:
• Abel, Jürgen: Chancengleichheit. Hamburg: Rowohlt Verlag GmbH 1973.
• Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland. 7. Aufl. Opladen: Leske + Budrich 1999.
• Kunert, Kristian: Die Vernachlässigten unserer Schulen. Band 11. Bad Heibrunn/Obb: Verlag Julius Klinkhardt 1976.
• Müller, Walter und Karl Ulrich Mayer: Chancengleichheit durch Bildung? Stuttgart: Ernst Klett Verlag 1976.
• Schweizer, Dr. phil. Herbert: Familie im Wandel – Eine Einführung in die gesellschaftlichen Bedingungen heutigen Familienlebens. Freiburg: Herder Verlag 1982.


Herausgeberschriften:
• Bien, Walter (Hrsg.): Familie an der Schwelle zum neuen Jahrtausend – Wandel und Entwicklung familialer Lebensformen. Opladen: Leske + Budrich 1996.
• Diem-Wille, Gertraud und Rudolf Wimmer: Familie und Schule – Sozialgeschichtliches Aspekte. Band 1. Wien: Österreichischer Bundesverlag GmbH. 1986.
• Müller, Walter (Hrsg.): Soziale Ungleichheit – Neue Befunde zu Strukturen, Bewusstsein und Politik. Opladen: Leske + Budrich 1997.


Magazine:
• Bos, Wilfried: Spiegel Online. 27.10.2004
• Friedrich: Schüler 2001 – Familie
• Paulsen, Susanne: GEO – Experiment Familie: Die neuen Lebensformen. Die Krisen. Die Chancen der Kinder. 03.03.2005


Internetliteratur:
• http://www.melifon.de/Soziologie
• http://www.wikipedia.org
• Microsoft Encarta Enzyklopädie 2004 © Microsoft Corporation.



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