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English as a lingua franca - boon or bane?
Datum: 15. September 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Land: Deutschland,
Bundesland: Baden-Württemberg,
Klassenstufe: 12. Klasse,
Schulform: Gymnasium,
Beschreibung:
Mit Taboo-Spiel zum Einstieg der Thematik. Die Taboo-Karten sind mit Anglizismen versehen, die im Deutschen vorwiegend in der Jugendsprache ihren Gebrauch finden.

English as a lingua franca - boon or bane?
Rebecca Bihler 2. beratender Unterrichtsbesuch: English as a lingua franca – boon or bane? 13.05.2009
Seminar für Didaktik und Lehrerbildung
Klasse: J 1, 13 SchülerInnen
Fachleiterin:
MentorIn:
Tutorin:
Fachlehrerin:
Referendarin:
1. Stunde: 7.45 Uhr-8.30 Uhr
Raum 148
Unterrichtsentwurf für den zweiten beratenden Unterrichtsbesuch
English as a lingua franca – boon or bane?
Zur Klassensituation
Bei der besuchten Klasse, handelt es sich um die Jahrgangsstufe 1 (G8) des Gymnasiums. Die Klasse besteht aus 13 Schülerinnen und Schülern. Das Leistungsniveau der Klasse ist sehr heterogen. Ein Teil der Klasse ist leistungsstark, einige Schülerinnen und Schüler sind hingegen sehr schwach und beteiligen sich wenig bis gar nicht am Unterricht. Des Weiteren fällt vor allem in Einzelarbeitsphasen auf, dass das Arbeitstempo der Schüler sehr unterschiedlich ist. Durch die Arbeit in Großgruppen wird gewährleistet, dass sich heterogene Gruppen bilden, so dass stärkere Schülerinnen und Schüler, die Schwächeren unterstützen können.
Stoffanalyse
Der heutigen Stunde geht eine Einheit zu Great Britain and Europe voraus. Schwerpunktmäßig behandelt wurde hier vor allem multiculturalism, the political system of Great Britain, the European Union und the Commonwealth. Die Stunde soll als Abschluss der gehaltenen Einheit dienen.
In der Jahrgangsstufe 1 wird ohne Lehrwerk gearbeitet. Die meisten Texte werden jedoch dem The New Summit von Schöningh entnommen.
Im ersten Teil der heutigen Unterrichtsstunde erhalten die Schülerinnen und Schüler zunächst zwei verschiedene Texte1, die sich mit dem Thema English as a lingua franca – boon or bane? beschäftigen.
Ein Teil der Klasse erhält einen Text, in dem vorwiegend Argumente aufgeführt sind, die die positiven Seiten einer global verstandenen Sprache aufzeigen. Der Verfasser argumentiert, dass durch eine gemeinsame Sprache Barrieren abgebaut werden könnten und es der Menschheit einfacher falle, zu kommunizieren – in allen Bereichen.
Der andere Teil der Klasse erhält einen Text, der sich mit der Fragestellung eher kritisch auseinandersetzt. Hauptaussage des Textes ist, dass durch die zunehmende Ausweitung der englische Sprache jährlich mehrere Sprachen aussterben. Die Autorin betont, dass durch dieses Aussterben nicht nur die Sprache an sich unwiderruflich verloren geht, sondern vor allem auch die damit verbundenen Traditionen, Lebenskonzepte und Wertesysteme.
Die Texte sollen zunächst in Einzelarbeit von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden. Durch die Vorgabe des Textes können sie sich zunächst lediglich eine einseitige Meinung bilden. Anschließend finden sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit identischen Texten zusammen und setzen sich gemeinsam damit auseinander.
Im zweiten Teil der Unterrichtsstunde sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Argumente im Plenum und somit auch der Gegenseite präsentieren.
Methodisch-didaktische Analyse
Als Einstieg wird die Form des Taboo-Spiels gewählt. Dies soll dazu dienen, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und einen realen Sprechanlass zu schaffen. Die Schülerinnen und Schüler sollen somit auch auf die Diskussionsphase vorbereitet werden, in der spontane Reaktionen auf eine Äußerung der Gegenseite gefordert sind. Des Weiteren habe ich ein Spiel ausgewählt, da ich einen Großteil der Klasse im Unterrichtsgeschehen als sehr schwerfällig und unmotiviert kennen gelernt habe. Ich erhoffe mir, die Schülerinnen und Schüler durch das Spiel „aus der Reserve locken“ zu können. Die Taboo-Karten sind mit Anglizismen versehen, die im Deutschen vorwiegend in der Jugendsprache ihren Gebrauch finden. Zum einen soll so an die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler angeknüpft werden, zum anderen wird direkt auf das Stundenthema hingearbeitet. In der darauffolgenden kurzen Phase sollen die Schülerinnen und Schüler, durch offene Fragen von mir geleitet, erkennen, dass auch im Deutschen viele englische Begriffe vorkommen. Des Weiteren sollen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Empfinden zum dazu formulieren.
Anschließend leite ich zur Textarbeit über. In dieser Phase erhält die Hälfte der Klasse einen Text, in dem vorwiegend Argumente aufgeführt sind, die positive Seite zum Stundethema aufzeigen. Der andere Teil der Klasse erhält einen Text, der sich eher kritisch damit auseinandersetzt und hinterfragt. Anhand dieser Texte sollen die Schülerinnen und Schüler nun Argumente zur Themenstellung sammeln.. Die Argumentsammlung soll jedoch über den Text hinausgehen, so dass die Schülerinnen und Schüler auch ihre eigene Meinung einarbeiten können. Dies wird durch die Arbeitsanweisung auf dem Arbeitsblatt verdeutlicht. So soll verhindert werden, dass sich lediglich die starken und motivierten Schülerinnen und Schüler eine Meinung bilden. Im Anschluss beginnt die Gruppenarbeit. In dieser Phase verständigen sich die Mitglieder der jeweiligen Gruppen über ihre Ergebnisse. Hier soll darauf geachtet werden, dass jeder aktiviert wird. Dadurch, dass jeder ein eigenes Argument angeben muss, soll dies gewährleistet werden. Die Erprobung der eigenen und gefundenen Argumente innerhalb der Gruppe soll vor allem die schwächeren Schülerinnen und Schüler bestärken. Die Argumente, die innerhalb der Gruppe für am stärksten erachtet werden, werden auf unbeschrifteten Blättern festgehalten. Es soll darauf geachtet werden, dass ebenso viele Argumente verschriftlicht werden, wie die Gruppe Mitglieder hat. Dies dient als Vorbereitung für die anschließende Diskussionsphase.
Im zweiten Teil der Stunde werden die Argumente ins Plenum getragen. Dies soll immer abwechselnd erfolgen. Die jeweiligen Gegenargumente sollen von den Gruppenmitgliedern jedoch spontan so gewählt sein, dass sie zum vorhergehenden passen. Erneut soll so jede Schülerin und jeder Schüler aktiviert werden. Nachdem ein Argument erwähnt wurde, soll es mit einem Magneten an der Tafel befestigt werden. Dies soll als Ergebnissicherung dienen. Die „Diskussionsphase“ wurde von mir bewusst so gestaltet, da die Schülerinnen und Schüler in den Stunden zuvor an Diskussionen kaum teilnahmen und somit das Zustandekommen einer Diskussion beinahe unmöglich war.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Argumente der Gegenseite gehört haben, können sie durchaus ihren Standpunkt abändern, sollten die Argumente des anderen Teams aussagekräftiger gewesen sein. Dies soll nach einer kurzen Phase der Stillphase geschehen, in der die Schüler Zeit bekommen, über das Gehörte zu reflektieren.
Als Transfer beziehungsweise freiwillige Hausaufgabe, sollen die Schülerinnen und Schüler eine Stellungnahme der Gegenseite formulieren. Dieser Arbeitsauftrag wird schon vor der Plenumsphase vorgegeben, um die Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten und darauf hinzuweisen, in der Diskussionsphase aufmerksam zu zuhören.
Sollte am Ende der Unterrichtsstunde noch Zeit übrig sein, können die Schülerinnen und Schüler sofort mit der Aufgabe beginnen.
Auf eine verpflichtende Hausaufgaben wird in dieser Stunde verzichtet, da die Schüler noch mehrere Klausuren in dieser Woche zu schreiben haben, wobei es sich vorwiegend um Neigungsfächer handelt. Außerdem steigt die Fachlehrerin in der nächsten Stunde in das Sternchenthema „One language, many voices“ ein und bekommt Besuch von der Schulleiterin aufgrund ihrer Verbeamtung.
Dennoch wird den Schülerinnen und Schülern angeboten, die Hausaufgabe freiwillig zu bearbeiten und bei mir zur Korrektur abzugeben. Erfahrungsgemäß ist davon auszugehen, dass die Hälfte der Klasse dieses Angebot wahrnimmt.
Verlaufsplan
Zeit | Phase / Methode | Inhalte | Medien | Ziele |
Bis 7.52 | Einstieg: Taboo mit Anglizismen, die im Deutschen verwendet werden / PA | SuS erarbeiten Anglizismen indem Taboo gespielt wird Immer ein SuS beschreibt, der andere hört genau zu und versucht die Begriffe zu erraten | Tabookarten | Motivation und Hinführung zum Thema Bezug zur Lebenswelt der SuS wird hergestellt Vorwissen wird aktiviert Freies, spontanes Sprechen in einer realen Situation wird trainiert Sprechanlass im geschützten Raum |
Bis 7.55 | Überleitung / UG | Taboolösungen werden auf Folie präsentiert SuS werden nach ihrem Empfinden darüber befragt What is your experience with English words in German? | Folie | SuS erkennen, dass u.a. auch im Deutschen viele englische Wörter verwendet werden SuS formulieren eigene Erfahrungen |
Bis 8.05 | Erarbeitung I / EA | SuS bekommen Texte und bearbeiten diesen unter Berücksichtigung der Arbeitsanweisungen | Texte | SuS setzen sich zunächst in EA mit einer Problemstellung auseinander SuS können Argumente aus einem Text filtern und eigene Argumente einbringen |
Bis 8.15 | Erarbeitung II / GA | SuS in Gruppe, verständigen sich über ihre pros, bzw. cons., vergleichen Ergebnisse aus EA und sammeln diese auf leere Blätter, es muss pro Gruppe so viele Argumente geben, wie es Teammitglieder gibt | Leere Blätter | Kommunikation der SuS soll gefördert werden Schwächere SuS können ihre Argumente in einer Gruppe erproben, bevor sie dann im Plenum präsentiert werden Sprechanlass im geschützten Raum |
Bis 8.28 | Ergebnissicherung | SuS kleben abwechselnd pro und con Argument an die Tafel und sollen dabei auf ihren Vorsprecher der Gegengruppe eingehen | Tafel Blätter mit Argumenten | Festihalten der Ergebnisse Aktivierung aller SuS Reaktions- und Argumentationsfähigkeit wird geschult |
Bis 8.30 | Reflexionsphase | SuS reflektieren über Gehörtes und ändern gegebenenfalls ihre Meinung vom Anfang der Stunde | SuS reflektieren und verarbeiten Gehörtes | |
Puffer oder freiwillige HA: Transfer | SuS sollen eine Stellungnahme der Seite formulieren, die von Ihnen nicht in EA und GA erarbeitet wurde. | SuS sollen das Gehörte in eigenen Worten wiedergeben Schult die Argumentationsfähigkeit der SuS |
Material
Taboo-Karten
beat
music
drums
rap
artist
Backstage
Stage
Musician
Concert
music
(to) chat
internet
mobile phone
site
friends
Manager
firm
(to) manage
leader
economy
Public viewing
Football
Soccer
World cup
TV
stylish
fashion
Ed Hardy
expensive
(to) chill
(to) calm down
(to) have a good time
friends
music
cool
(to) be calm
fantastic
clothes
Texte: siehe Anhang
Folie: siehe Anhang
1 {#sdfootnote1anc} Einer der Texte ist in gekürzter Fassung dem Buch The New Summit entnommen, der andere ist ein Artikel aus der Zeitung The Guardian vom 26.11.2005
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