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Der Lebensweg Jesu

Der Lebensweg Jesu
Unterrichtsentwurf Arbeitsmaterial enthalten
Datum: 15. September 2010 Autor: ännchen86 Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Land: Deutschland,
Bundesland: Baden-Württemberg,
Schulform: Hauptschule,
Klassenstufe: 9. Klasse

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Beschreibung:

Unterrichtsentwurf, Verlaufsplanung und Arbeitsmaterial (Gruppe 1 und 2) zum Lebensweg Jesu. Mit zusätzlicher Datei: Kreuzworträtsel für schnellere SchülerInnen.


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Der Lebensweg Jesu


Pädagogische Hochschule

Unterrichtsentwurf

im Rahmen des Studiums für das Lehramt

an Grund- und Hauptschulen

Tagesfachpraktikum II

Fach: katholische Religion

Kompetenzbereich: „Jesus der Christus“

Thema der Unterrichtsreihe: „Jesus Christus – unsere Hoffnung“

Thema der Unterrichtsstunde: „Der Lebensweg Jesu“

Klasse: 9

Schule:

Datum: 11.11.2008

Zeit: 08.35 – 09.20 Uhr

Kooperationslehrer:

Dozentin:

Inhaltsverzeichnis

Analyse der Lehr- und Lernsituation

Rahmenbedingungen 3

Lernvoraussetzungen 4

Sachanalyse 5

Didaktische Analyse

Einordnung des Stundenthemas 10

Zugänglichkeit 10

Exemplarische Bedeutung 11

Gegenwartsbedeutung 12

Zukunftsbedeutung 12

Kompetenzen

Religiöse Kompetenz 14

Fachkompetenz 14

Personale Kompetenz 15

Soziale Kompetenz 15

Methodische Kompetenz 16

Methodisch – didaktische Analyse

Lernphasen 17

Sozialformen 20

Mediale Analyse 22

Literaturverzeichnis 23

Anhang 24

1 Analyse der Lehr- und Lernsituation

1. 1 Rahmenbedingungen

Lokale Rahmenbedingungen

Die Grund- und Hauptschule befindet sich in X, einem Ortsteil von X, nahe K., und ist als sogenanntes Schulzentrum zu beschreiben. Hier vereinigen sich die Schulformen Grund-, Haupt- und Werkrealschule. Die Schule liegt inmitten eines Wohngebiets, indem sich auch eine S-Bahn-Station befindet. Die Schule ist für die Schüler/innen also sowohl mit der S-Bahn als auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen.

Das Grund- und Hauptschulgelände ist zusammengeschlossen, d.h. Grund- und Hauptschule befinden sich in einem Gebäude. Dennoch erfolgt eine räumliche Trennung der Grund- und Hauptschüler/innen nach Stockwerken bzw. Ost- und Westhälfte des Schulgebäudes. Die Schüler/innen der Grund- und Hauptschule teilen sich einen Pausenhof, der mit Sitzbänken und Bepflanzungen ausgestattet ist.

Die Schule wirkt von außen sehr ansprechend, aufgrund ihres Mauerwerks und dem stufenartigen Aufbau der einzelnen Stockwerke, die über lange Fensterfronten verfügen. Das Innere des Schulgebäudes erstrahlt in einem satten Gelb, ist mit zahlreichen Wandkunstwerken der Schüler/innen geschmückt und wird zusätzlich durch zahlreiche Bilder, Bastelarbeiten und projektartig gestaltete Schaukästen aufgelockert.

Das Klassenzimmer der neunten Klasse der Hauptschule befindet sich im ersten Obergeschoss neben dem der Parallelklasse. An den Wänden des Klassenzimmers befinden sich nur wenige selbstgestaltete Lernmaterialen. Die hintere Wand ist mit Pinnwänden ausgestattet, auf denen die Jugendlichen ihre kurz- und längerfristigen Ziele und Vorhaben in bezug auf Schule und Ausbildung festhalten und sammeln. Die Innenwand des Zimmers verfügt über Regale und Schränke, die allerdings fast leer stehen. Zu der medialen Ausstattung gehört, neben den Lehr- und Lernbüchern, eine Tafel, ein Whiteboard und ein Overheadprojektor. Die Schüler/innen sitzen derzeit an Partnertischen, die reihenweise neben- und hintereinander aufgestellt sind. Einfach und schnell lassen sich aber auch Gruppenarbeitstische bilden.

Personale Rahmenbedingungen

Aus der Klasse 9, der Schwarzwald Grund- und Hauptschule nehmen insgesamt zwölf Schüler/innen am Fach der katholischen Religion teil. Das Verhältnis von Jungen und Mädchen hält sich die Waage, sodass eine weitgehend homogene Lerngruppe, bestehend aus fünf Mädchen und sieben Jungen, entsteht.

Insgesamt herrscht durch die kleine Klassengröße mit zwölf Schüler/innen ein meist ruhiges und angenehmes Arbeitsklima. Alle Schüler/innen, bis auf Einzelne, beteiligen sich am Religionsunterricht und arbeiten aufmerksam und konzentriert im Unterricht mit. Vor allem die Jungen zeigen aktive Mitarbeit im Fach Religion.

Temporale Rahmenbedingungen

Die Religionsstunde findet am Dienstag, den 11.11.2008 zwischen 08.35 und 09.20 Uhr statt. Die Jugendlichen hatten an diesem Morgen also erst eine Unterrichtsstunde und sollten daher noch zu Konzentration und Mitarbeit fähig sein.

1.2 Lernvoraussetzungen

Die Klasse 9 ist neuen Themen gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Schüler/innen beteiligen sich aktiv am Unterrichtsgeschehen und bringen häufig ihre eigenen Ideen und Gedanken mit ein.

Hinsichtlich des Kompetenzbereichs „Jesus der Christus“ wissen die Schüler/innen aus dem bisherigen Religionsunterricht:

„dass in der Bibel die Evangelien von Jesus erzählen;

aus den Evangelien, wie sich Jesus den Menschen, insbesondere den Benachteiligten, zugewandt hat;

dass Jesus vorgelebt hat, wie Menschen miteinander umgehen sollen;

um die Grundaussagen der Reich Gottes Botschaft und kennen dazu ein Gleichnis und eine Heilungsgeschichte;

dass sie eingeladen sind, auf Jesus zu vertrauen und ihr Leben in seiner Nachfolge zu gestalten.“ (Bildungsplan 2004, S. 39)

Darüber hinaus kennen die Schüler/innen:

„die Lebenswelt Jesu in ihren Grundzügen [und können] wichtige Lebens- und Wirkstationen Jesu [benennen].“ (Bildungsplan 2004, S. 39)

2 Sachanalyse

„Jesus Chrịstus, zentrale Gestalt des Christentums, Mittelpunkt der Verkündigung im Neuen Testament und in der christlichen Predigt, zweite Person der Trinität in der christlichen Glaubenslehre,

* (wohl) Nazareth um 4 (6 ?) v. Chr. (Bethlehem ist messianische Interpretation von Micha 5, 1),

† (gekreuzigt) Golgatha (heute zu Jerusalem) um 30 n. Chr.

Der Name setzt sich zusammen aus der griechischen Form des jüdischen Eigennamens Jeschua (hebräisch »Jahwe ist Heil«) und dem Beinamen Christus.“ (http://lexikon.meyers.de/wissen/Jesus+Christus_11017106+%28Personen%29).

Alles, was wir über Jesus wissen, fließt aus der Glaubensverkündigung der Urkirche, der wir die Evangelien verdanken. Doch dieser Glaubensverkündigung ging es nicht darum, einen Lebenslauf oder eine Biographie Jesu im heutigen Sinne zu schreiben, sondern einen Überblick über das Wirken Jesu Christi zu geben, sodass genaue Zeit- und Datenangaben unberücksichtigt blieben.

Die Rekonstruktion des Lebens Jesu ist daher nicht einfach. Wir kennen weder den genauen Tag noch das genaue Jahr seiner Geburt, noch wissen wir wann genau das öffentliche Wirken Jesu begann, wie lange es dauerte oder in welchem Jahr Jesus starb.

Dennoch bleibt den außerbiblischen Quellen zufolge, jeder Zweifel an der tatsächlichen Existenz Jesu unbegründet.

Jesus wird in den Jahren zwischen 6 und 4 v. Chr., als erster Sohn Josefs und Marias, in dem galiläischen Dorf Nazareth geboren. Seine Geburt fällt in die Regierungszeit Herodes des Großen (Mt 2,1/ Lk 1,5).

Über Jesu Kindheit und Jugend können wir, genau wie über sein Aussehen und seinen Charakter, keine Aussagen machen. Das Markusevangelium berichtet darüber, dass er in Nazareth in einfachen, bäuerlichen Verhältnissen, neben vier Brüdern und mehreren Schwestern, aufwuchs. Er erlernte, genau wie sein Vater Josef, das Zimmermannshandwerk (Mk, 6, 3). Lediglich das Lukasevangelium berichtet die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus, der im Jerusalemer Tempel wegen seiner Bibelkenntnis Aufmerksamkeit erregte (Lk 2, 41-47). Angenommen wird, dass Josef bereits früh gestorben ist und Jesus als ältester Sohn, nach Josefs Tod, als Familienoberhaupt und Ernährer fungierte.

Im Alter von etwa 30 Jahren begegnet Jesus Johannes dem Täufer (Lk 3,23), von dem er sich im Jordan taufen ließ (Mk 1,9). Nach seiner Taufe begann Jesus dann öffentlich zu lehren und trat mit seiner Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes: „Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist genaht; tut Buße und glaubet“ (Mk 1, 15) hervor. Er traf mit dieser Botschaft auf die von den Juden erwartete Zeitenwende mit der Befreiung vom Joch der römischen Fremdherrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung und dem Kommen des verheißenen Messias. So wollte er die Menschen nicht nur zur Umkehr mahnen, sondern ihnen auch die Heilsbotschaft in Tat und Wort nahe bringen.

Um die Menschen zu erreichen, verließ Jesus seine Familie (Lk 8, 19-21) und zog ohne Besitztümer durch Galiläa (Mt 8,20). Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens war die Grenz- und Hafenstadt Kapernaum, die im Matthäusevangelium als „seine Stadt“ bezeichnet wird (Mt 9, 1). Von dort stammten mehrere Jünger, die sich ihm anschlossen.

Der Kreis seiner Nachfolger wurde später auf die Zwölf Jünger als Repräsentanten der zwölf Stämme Israels typisiert. Tatsächlich aber umfasste er eine größere Menge von Männern und Frauen. Schon früh wird zum Beispiel Maria Magdalena als seine Anhängerin genannt (Lk 8,2). Die Menschen waren zunächst begeistert von der Botschaft Jesu und vor allem den Heilungen, die er vollzog (Mk 2,2).

Jesus lehnte jegliche Gewaltanwendung ab und lehrte seine Feinde zu lieben (Mt 5,38-47).

Jesus sprach Aramäisch, seine Muttersprache und zugleich Sprache des Volkes. Er war aber auch des Hebräischen, der liturgischen und biblischen Sprache, mächtig und seine Bibelkenntnis rief großes Erstaunen hervor. Er wurde folglich als Rabbi, als Lehrer der Schrift, anerkannt. Eine besondere Form der Verkündigung und Lehre Jesu stellen seine Gleichnisse dar, die einfache Geschichten aus der Lebenswelt der einfachen Leute auf dem Lande erzählen. Sie sind in ihrer Aussage in sich wirkkräftig und für jeden verständlich. Die Gleichnisse dienten Jesus insbesondere der Veranschaulichung des kommenden Reiches Gottes, das mit seiner Wirksamkeit schon angebrochen war (Mt, 12,28).

Jesus war Jude. Dies zeigte sich auch an seinem unbedingten Festhalten am Gesetz, der jüdischen Thora. Er machte immer wieder deutlich, dass kein Gebot für sich absolut gesetzt werden darf und der Maßstab allein das Heil der Menschen und Heilung ist (Mk 3, 1-5).

Jesu Behauptung, Gottes Sohn zu sein, sahen gesetzestreue Juden, vor allem aber die Pharisäer, als massive Gotteslästerung an. Jesus wirkte aber nicht nur durch seine Lehren, sondern auch durch unzählige Heilungen, die er vollbrachte. Sein Ruf verbreitete sich infolge der Heilung eines Besessenen in Kapernaum (Mk 1, 22-28). Dadurch, dass er Aussätzige heilte (Lk 5, 12-16) gab er den Betroffenen nicht nur ihre Gesundheit zurück, sondern machte auch ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft möglich. „Eine Kraft ging von ihm aus und heilte alle“ (Lk 6, 19).

Der Ort des Wirkens Jesu war bislang Galiläa und das angrenzende Gebiet der zehn Städte mit griechischer Tradition südöstlich des Sees Genezareth (Mk 5, 1) gewesen. Nun machte er sich mit seinen Jüngern auf den Weg nach Jerusalem. Auch die Berichte vom Einzug in Jerusalem machen deutlich, dass sich durch Jesus der göttliche Heilsplan erfüllt.

Vom letzten Abend mit seinen Jüngern und der Feier des Abschiedsmahles am Vorabend des Passahfestes berichtet schon die älteste Überlieferung bei Paulus (1. Kor 11, 23-26). Jesus gab Brot und Wein eine neue Deutung, erklärte sie zu seinem eigen Fleisch und Blut und zur Besiegelung des Neuen Bundes, der nun und endgültig durch ihn zwischen Gott und den Menschen geschlossen wird.

Jesus starb wahrscheinlich zwischen den Jahren 30 und 33 an einem Freitag während des Passahfestes. Er wurde der Gotteslästerung bezichtigt (Mk 14, 62 - 64) und seinem Tod ging eine Verhandlung vor dem Hohen Rat der jüdischen Tempelherren voraus. Zu der Verurteilung kam es, da ihn einer seiner zwölf Jünger, Judas, vor dem Hohen Rat verraten hatte (Mt 14, 10-11).

Sein Todesurteil wurde von Pontius Pilatus, dem Statthalter, ausgesprochen, der Jesus aufgrund seines Herrschaftsanspruchs verurteilte (Mt 27, 11).

Das Urteil gegen Jesus wurde unmittelbar nach dem Ausspruch vollstreckt. Als Strafe bekam er die Kreuzigung, die römische Strafe für Rebellen und Widerstandleistende. Dies bezeugt auch die Kreuzesinschrift: „Jesus, der König der Juden" (Mt 27, 37). Jesus soll bereits nach sechs Stunden am Kreuz gestorben sein.

Jesus bekam ein einfaches Felsengrab, vor dessen Eingang ein großer Stein geschoben wurde (Lk 22, 63-23 und 22, 56).

Am Morgen nach dem Sabbat wollten drei seiner Anhängerinnen die unterbliebene Totensalbung nachholen, doch was sie vorfanden war ein leeres Grab. Ein Engel sprach zu ihnen: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferweckt worden, er ist nicht hier" (Mk 16, 6). Jesus war von den Toten auferstanden und der Ruf „Jesus lebt" gewann schnell mehr Anhänger, als Jesus selbst zu seinen Lebzeiten hatte.

Jesus Jünger hatten sich nach der Gefangennahme Jesu versteckt, um sich in Sicherheit zu bringen. Sogar Petrus verleugnete seinen Herrn (Mt 26, 69-75). Der Auferstandene begegnete seinen Jüngern in Jerusalem und erteilte ihnen die Verheißung und den Auftrag, der jeder Taufe zugrunde liegt: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet alle Völker zu Jüngern und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt." (Mt 28, 18-20). Daraufhin verabschiedete sich Jesus mit der Himmelfahrt von seinen Jüngern (Lk 24, 50-51).

(vgl. Die Bibel 1979, S. 1087 – 1225 und http://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jesus_Christus.htm)

Die für meine Unterrichtsstunde von Bedeutung tragenden Lebensdaten Jesu, lassen sich, mit Hilfe der vier Evangelien, in folgender Tabelle kurz darstellen:

Alter Jesu

Jahr

Ereignis

0

6 - 4 v. Chr.

Jesus wird während der Regierungszeit Herodes des Großen in dem galiläischen Dorf Nazareth geboren (Mt 2, 1/ Lk 1, 5 und 2, 1).

Jesus wächst im galiläischen Dorf Nazareth auf.

12

Jesus reist mit seinen Eltern nach Jerusalem, um am Passahfest teilzunehmen (Lk 2, 41-52) und kommt so zum ersten Mal in den Tempel.

14 – 29

Jesus wird im Betrieb seines Vaters zum Zimmermann ausgebildet (vgl. Mk 6, 3).

30

Jesus begegnet am Jordan Johannes dem Täufer (Lk 3, 23), von dem er die Taufe erhält (Mk 1, 9).

Nach der Taufe beginnt sein öffentliches Wirken und damit die Verkündigung der Reich Gottes Botschaft

(Mk 1, 15/ Lk 3, 23).

Jesus heilt Aussätzige und Kranke (Mk 1, 22-28/ Lk 5, 12-16 und 6, 19).

~ 33

28 – 33

n. Chr.

Jesus reist erneut zum Passahfest nach Jerusalem, diesmal mit seinen Jüngern (Mt 21/ Jh 12, 12 – 19).

~ 33

Donnerstag vor dem Passahfest

Jesus hält das letzte gemeinsame Abendmahl mit seinen Jüngern (Lk 22). Danach wird er gefangengenommen (Jh 18/ Lk 22).

~ 33

Freitag vor dem Passahfest

Jesus wird unter Pontius Pilatus zum Tode verurteilt (Mt 27, 11) und gekreuzigt.

Am gleichen Tag stirbt er und wird in ein Felsengrab gelegt (Lk 22, 63-23 und 22, 56).

~ 33

Sonntag nach dem Passahfest und danach

Jesus ist von den Toten auferstanden.

Drei Frauen finden das leere Grab (Mk 16, 6).

Kurz darauf begegnet Jesus seinen Jüngern und fährt in das Himmelreich auf (Lk 24).

(vgl. Die Bibel 1979, S. 1087 – 1225 und Krüger, R. 2007)

3 Didaktische Analyse

3.1 Einordnung des Stundenthemas

Zu dem Kompetenzbereich „Jesus der Christus“ haben die Schüler/innen der neunten Klasse in den vorherigen Stunden bereits ihr Vorwissen zu Jesus Christus aktiviert und politische sowie religiöse Verhältnisse zur Zeit Jesu kennengelernt.

In dieser Stunde der Unterrichtsreihe „Jesus Christus – unsere Hoffnung“, erarbeiten die Jugendlichen den Lebensweg und Lebenslauf Jesu mit Hilfe biblischer und außerbiblischer Quellen, sodass sie ein paar biographische Daten und die Stationen seiner Hauptwirksamkeit kennenlernen.

In den folgenden Unterrichtsstunden dient das Wissen über Jesu Lebensweg und seinen Lebenslauf mit den biographischen Daten, die Erwartungen seiner Zeitgenossen einzuschätzen, den Umgang Jesu mit seinen Mitmenschen zu erarbeiten und seinen Leidens- und Sterbensweg nachzuvollziehen.

3.2 Zugänglichkeit

Um den Schüler/innen einen motivierenden Einstieg zu bieten und ihnen damit das Thema Jesu Christi und sein Lebensweg zugänglich zu machen, wähle ich zunächst einen Steckbrief, der Jesus, wegen Landstreicherei, Aufruhr, staatszersetzender Umtriebe und Verschwörung gegen die herrschende Ordnung, als gesucht abbildet. Es gleicht einem Steckbrief mit Suchmeldung aus dem Wilden Westen, auf dessen Kopf eine Belohnung aussteht. Dieses Bild soll bei den Jugendlichen zum einen das Interesse am Thema „Jesus Christus“ und dem damit verbundenen Leben wecken. Auf der anderen Seite dient es der Überleitung zum Stundenthema: Einen Steckbrief Jesu erstellen und seinen Lebensweg zu verfolgen. Häufig reden wir ja von den Überlieferungen aus den Evangelien, dem Jesus, der Kranke heilte, Wunder vollbrachte und sogar von den Toten auferstanden ist. In dieser Stunde jedoch, soll der historische Jesus, also seine Biographie und seine Wirkstationen im Land Israel, in den Mittelpunkt des Geschehens rücken und näher in Augenschein genommen werden, wenn man dabei natürlich auch nicht über die überlieferte Gestalt des Jesus Christus hinwegschauen kann.

Zur Erarbeitung des Lebensweg Jesu und der Erstellung eines Steckbriefs, wähle ich die Sozialform der Gruppenarbeit. Die Jugendlichen haben in dieser Stunde unter anderem an der Bibel zu arbeiten, indem sie anhand vorgegebener Bibelstellen Orte, Gebiete und Flüsse, die die Wirkstationen Jesu kennzeichnen, nachschlagen sollen. Dies und auch die Erarbeitung wichtiger Lebensdaten Jesu aus zwei unterschiedlichen Texten fällt den Schüler/innen in der Gruppenarbeit sicherlich leichter, zumal ich auch nicht weiß, ob sich die Klasse mit der Arbeit an der Bibel und dem Nachschlagen von Bibelstellen auskennt. Ihre Kreativität können sie in der Gestaltung der Arbeitsblätter zeigen.

Dadurch dass die beiden Gruppen unterschiedliche Arbeitsaufträge zu Jesus erhalten, stellen die Schüler/innen am Ende der Unterrichtsstunde, im Sitzkreis, ihre Arbeitsergebnisse vor. In diesem Sinne soll die Ergebnissicherung erfolgen. Indem die Jugendlichen über ihre Arbeitsergebnisse sprechen, ihren Mitschüler/innen zuhören oder sich gegenseitig Fragen stellen, werden die wichtigsten Stationen zu Jesu Leben und seine biographischen Daten deutlich und die Arbeitsergebnisse miteinander verknüpft. Ich bin mir sicher, auch wenn nicht jeder Schüler/ jede Schülerin ein Arbeitsblatt zu Jesu Lebensweg und seiner Biographie im Heft hat, können sich die Jugendlichen durch das Gespräch in der Gruppe und die gemeinsame Gestaltung eines Plakats im Endeffekt mehr Informationen behalten. Das Plakat dient dem Festhalten der Arbeitsergebnisse und kann als Informationsquelle für die folgenden Stunden in der Klasse aufgehängt werden.

3.3 Exemplarische Bedeutung

Die Gestalt Jesu Christi gehört zu den wichtigsten Personen des Christentums. Als Sohn Gottes, verkündete er die Reich Gottes Botschaft und die Entstehung der christlichen Glaubenslehre. So ist es wichtig, dass gerade seine Gestalt im katholischen Religionsunterricht immer wieder zu tragen und zu sprechen kommt.

In dieser Unterrichtstunde geht es aber vor allem um seinen Lebensinhalt, seine Biographie und den Weg, den er während seines Lebens bestritt.

Für die Schüler/innen ist in dieser Stunde von Bedeutung, dass sie die Biographie und den Weg, den Jesus durch das Land Israel bestritt, kennenlernen.

3.4 Gegenwartsbedeutung

Die Schüler/innen lernen die Biographie Jesu und seinen Lebensweg kennen und können diesen nachvollziehen. Von Bedeutung kann für die Schüler/innen der „Lebenswandel“ Jesu sein. Jesus stammte aus einer einfachen Familie und verdiente zunächst sein Geld als Zimmermann. Später aber lehrte er dem jüdischen Volk den christlichen Glauben und wies ihnen das Gesetz, die jüdische Thora. Vielleicht deuten die Jugendlichen darin einen Aufstieg in seinem Leben und erkennen, dass auch einfache Leute, egal welcher sozialen Herkunft, Aufstiegschancen in ihrem Leben haben.

Die Schüler/innen können sich aber vielleicht auch an dem Festhalten in seinem Glauben an Jesus orientieren. Er stand für seinen Glauben ein, egal was Andere über ihn sagten und starb sogar für seinen Glauben. Sie können lernen, dass es auch mal wichtig ist seine Meinung zu vertreten und fest auf einem Standpunkt zu beruhen, anstatt immer nachzugeben oder sich von der Mehrheit überzeugen zu lassen. Dies muss nicht nur im Bezug ihres Glaubens stehen, sondern kann sich auch in Alltagssituationen widerspiegeln.

3.5 Zukunftsbedeutung

In naher Zukunft werden die Schüler/innen der neunten Klasse der Schule ihren Hauptschulabschluss absolvieren und sich mit ihrer Berufsausbildung befassen. Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, müssen sich die Jugendlichen im vorhinein bewerben und einen Lebenslauf von sich verfassen. Die Erstellung des Jesussteckbriefs und die Durchstreifung seines Lebenswegs, kann den Schüler/innen vielleicht dienlich sein, um sich Gedanken über wichtige Stationen und Daten ihres Lebens bewusst zu machen und ihnen damit das Schreiben ihres Lebenslaufs erleichtern.

Der Lebensweg Jesu kann ihnen insofern wiederum als Vorbild dienen, indem sie erkennen, dass auch Jesus, der Sohn Gottes, zunächst eine einfache Ausbildung zum Zimmermann absolvierte, bevor er nach seiner Taufe in die Öffentlichkeit trat, um die Reich Gottes Botschaft zu verkünden. Die Schüler/innen erkennen daraufhin vielleicht die Aufstiegschancen, die ihnen das Leben bietet und setzen sich vielleicht nach einer einfachen Berufsausbildung, Ziele zur Fort- oder Weiterbildung in- oder außerhalb ihres Fachbereichs.

4 Kompetenzen

4.1 Religiöse Kompetenz

„Die Schülerinnen und Schüler werden […] dazu angeregt und darin unterstützt, nach Lebenssinn und Lebenshoffnung, nach dem was trägt, zu fragen und zu suchen und religiöse Spuren in der Alltagswelt zu entdecken. Sie werden dazu ermutigt und darin begleitet, ihre Gottesbeziehung und die Beziehung Jesus Christus zu reflektieren, weiter zu entwickeln und ihnen Ausdruck zu geben. Dabei lernen sie auch zu fragen, wie durch die Beziehung zu Gott und zu Jesus Christus das eigene Leben und Handeln geprägt wird, und wie christliche Lebens- und Weltdeutungen im Alltag konkrete Formen annehmen kann.“ (Bildungsplan 2004, S. 34 f.)

In der Unterrichtsstunde zu Jesu Lebensweg, können die Schüler/innen ihre Beziehung zu Jesus Christus, durch die Erarbeitung seiner Lebens- und Wirkstationen, kritisch betrachten, reflektieren und eventuell weiterentwickeln.

4.2 Fachkompetenz

„Die Fachkompetenz bildet die Grundlage zum Verständnis der Inhalte des Religionsunterrichts aus. Die Schülerinnen und Schüler werden darin unterstützt, sich theologisches Fachwissen in elementarer Form anzueignen und sachgemäß anzuwenden.“ (Bildungsplan 2004, S. 35)

Mithilfe biblischer und außerbiblischer Quellen, zwei Texten über Jesus Biographie, eignen sich die Schüler/innen theologisches Fachwissen zur Person und zum Lebensweg Jesu Christi an. Darüber hinaus lernen sie dieses sachgemäß wiederzugeben, indem sie ihren Mitschüler/innen ihr erworbenes Wissen präsentieren.

4.3 Personale Kompetenz

„Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt, die eigenen Stärken zu entdecken und mit ihren Grenzen und Schwächen konstruktiv umzugehen. Dabei werden sie ermutigt, sich selbst als eigenständige Persönlichkeiten wahrzunehmen und Möglichkeiten der Selbstentfaltung zu sehen und zu nutzen.“ (Bildungsplan 2004, S. 35)

Die Jugendlichen entdecken in der Unterrichtsstunde „Der Lebensweg Jesu“, ihre Stärken und Schwächen zum einen an der Arbeit mit der Bibel und den beiden fremden Texten, die einen Überblick über Jesu Leben geben. Sie werden erfahren, ob ihnen das Nachschlagen von Bibelstellen und das Finden wichtiger Informationen gut oder weniger gut gelingt. Darüber hinaus lernen sich die Schüler/innen als eigenständige Persönlichkeiten in der Gruppe wahrzunehmen, indem sie sich aktiv, durch Meinungsäußerungen, an der Erarbeitung der Aufgabenstellungen in der Gruppenarbeitsphase beteiligen. Die Gruppenarbeitsphase bietet den Jugendlichen zudem die Möglichkeit der Selbstentfaltung, indem sie sich an der Gestaltung der Arbeitsblätter, einen Steckbrief und einen Lebensweg Jesu, beteiligen. Die Arbeitsblätter sind nämlich so gestaltet, dass den Schüler/innen bei der weiteren Bearbeitung und Gestaltung freie Hand gelassen ist.

4.4 Soziale Kompetenz

„Die soziale Kompetenz umschreibt die Fähigkeit, Verantwortung für sich selbst, die Mit- und die Umwelt zu übernehmen und sozial verträgliche Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. […] Sie lernen in vielfältigen Formen mit anderen zusammenzuarbeiten.“ (Bildungsplan 2004, S. 35)

Die Gruppenarbeitsphase, aber auch der anschließende Sitzkreis fördern die soziale Kompetenz der Schüler/innen. Während der Gruppenarbeit müssen sie miteinander kommunizieren und sich gegenseitig helfen, um ein gelingendes Zusammenarbeiten zu ermöglichen. Im anschließenden Unterrichtsgespräch, im Sitzkreis, übernehmen einzelne oder mehrere Schüler/innen Verantwortung für das erzielte Arbeitsergebnis.

4.5 Methodische Kompetenz

„Die methodische Kompetenz bezieht sich auf den Erwerb sowohl grundlegender als auch für den Religionsunterricht spezifischer Arbeitsweisen, die helfen unterschiedliche Lernwege zu gehen. Neben den Grundlagen für Textarbeit und Gespräch sind dies vor allem praktische und gestalterische Formen der Auseinandersetzung mit den Themen und Angeboten des Religionsunterrichts.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich Informationen zu beschaffen und Sachwissen anzueignen. Sie erwerben Fertigkeiten für eine fundierte Auseinandersetzung und Meinungsbildung, zum Beispiel Techniken der Diskussion und Gesprächsführung. Sie werden dabei unterstützt, sich Lerngegenstände und Themen selbstständig zu erschließen […]. […] Sie kennen verschiedene Formen der Präsentation von Lerngegenständen und Themen […].“ (Bildungsplan 2004, S. 36)

Durch die Arbeit an der Bibel und mit unbekannten Texten, lernen die Schüler/innen in der Unterrichtsstunde „Der Lebensweg Jesu“, gezielt Informationen zu finden und sich Fachwissen zur Person Jesu Christi anzueignen. Sie müssen sich ihre Lerngegenstände selbstständig erschließen und lernen dabei auch Techniken der Diskussion und Gesprächsführung, indem sie sich in der Gruppe darüber einig werden müssen, welche Informationen für das Thema nun ausschlaggebend und aussagekräftig sind und welche verworfen werden können. Zur Präsentation ihrer Lerngegenstände der Gruppenarbeit, lernen sie, sich auf die zuvor erstellten Arbeitsblätter zu beziehen und diese in ihre Vorstellung miteinfließen zu lassen.

5 Methodisch – didaktische Analyse

5.1 Lernphasen

Motivationsphase

In die Unterrichtsstunde „Der Lebensweg Jesu“ steige ich mit einer Folie als stummen Impuls ein, auf der sich ein Steckbrief Jesu befindet und ihn wegen Landstreicherei, Aufruhr, staatszersetzender Umtriebe und Verschwörung gegen die herrschende Ordnung „anklagt“. Es gleicht einem Steckbrief mit Suchmeldung aus dem Wilden Westen, auf dessen Kopf eine Belohnung aussteht.

Dieses Bild soll bei den Jugendlichen zum einen das Interesse am Thema „Jesus Christus“ und dem damit verbundenen Leben wecken. Das Bild und die sich darunter befindenden Steckbriefangaben, sollen die Schüler/innen anregen Aussagen über Jesu Leben zu geben, die sie bereits wissen, und somit ihr Vorwissen aktivieren. Zunächst werden die Jugendlichen sagen, dass es sich bei der Abbildung auf der Folie um einen Steckbrief handelt oder vorlesen was draufsteht.

Auf der anderen Seite dient es der Überleitung zum Stundenthema: Einen Steckbrief Jesu erstellen und seinen Lebensweg verfolgen.

Anhand des Steckbriefs möchte ich mit den Neuntklässler/innen bereits einige bekannte Angaben zur Person Jesu herausarbeiten. Auf der Folie wird bereits deutlich, dass Jesus aus ärmlichen Verhältnissen stammte, er Jude und von Beruf, genau wie sein Vater Josef, Zimmermann war und er sich gegen die herrschende Ordnung auflehnte.

Problemstellung

In der Problemstellung, stelle ich den Jugendlichen den eigentlichen Unterrichtsinhalt der Stunde dar. Ich erkläre ihnen kurz, dass wir uns heute mit dem Lebensweg Jesu, mit Hilfe biblischer und außerbiblischer Quellen beschäftigen wollen.

Erarbeitungsphase

Nachdem ich den Neuntklässlern das Thema bekannt gegeben habe, bitte ich sie zwei Gruppentische zu bilden, sodass an jedem Tisch sechs Schüler/innen sitzen und daran arbeiten können. Auf jeden der beiden Gruppentische lege ich einen Kuvert, auf dem sich die Namen der jeweiligen Gruppenmitglieder befinden. Anhand der Bilder, die ich von den Schüler/innen habe, habe ich versucht die Gruppen so einzuteilen, dass durch die Zusammensetzung möglichst wenig Unruhen während der Gruppenarbeit auftreten und beide Arbeitsgruppen etwa gleich stark sind, soweit ich das nach den beiden Unterrichtstunden, in denen ich die Jugendlichen lediglich gesehen habe, beurteilen kann.

Die Schüler/innen der ersten Gruppe bekommen die Aufgabe, mit Hilfe biblischer Quellen, einen Lebensweg Jesu zu erstellen. Hierzu finden sie in dem Briefumschlag neben einer ausführlichen Arbeitsanweisung, sechs Kärtchen, auf denen die Stationen Geburt, Taufe, Kindheit, Gebiet der Hauptwirksamkeit, Heilungswunder und Anhänger Jesu sowie Tod und Auferstehung mit den entsprechenden Bibelstellen festgehalten sind. Darüber hinaus befindet sich in dem Kuvert ein Blatt mit Bildern von den Orten, die die Jugendlichen in der Bibel nachschlagen sollen. Neben dem Kuvert erhalten die Neuntklässler/innen der ersten Gruppe eine Karte von Palästina auf Din A3 und sechs Bibeln. Die Aufgabe der Schüler/innen ist es, in der Gruppenarbeitsphase die Bibelstellen nachzuschlagen und die Orte von Jesus Lebensstationen herauszulesen. Auch gilt es, das entsprechende Bild zu dem gefunden Ort zu entdecken, dieses auszuschneiden und mit dem Kärtchen auf die Palästinakarte aufzukleben. Die Schüler/innen sollen hierbei paarweise zusammenarbeiten. Nachdem alle Arbeitspartner ihre Kärtchen und Bilder auf die Landkarte aufgeklebt haben, sollen sie sich gegenseitig in ihrer Gruppe die Arbeitsergebnisse vorstellen und den Lebensweg Jesu noch einmal gemeinsam bestreiten.

Die zweite Arbeitsgruppe erhält die Aufgabe einen Steckbrief Jesu, mit Hilfe außerbiblischer Quellen, zu erstellen. Hierzu befinden sich in dem Kuvert, das die Gruppe erhält, ebenfalls eine ausführliche Arbeitsanweisung, zwei Texte, die den Jugendlichen einen Überblick über Jesu Leben verschaffen sollen sowie sechs unterschiedliche Bilder zur Gestalt Jesu Christi. Zusätzlich erhält die Gruppe eine Steckbriefvorlage im Din A3-Format, auf der sie ihr Arbeitsergebnis festhalten soll. Die sechs Schüler/innen sollen sich zunächst die beiden Texte gegenseitig vorlesen, sich die Bilder von Jesus anschauen und gemeinsam überlegen, wie ein Steckbrief aufgebaut ist und was er beinhaltet. Die Aufgabe der gesamten Gruppe ist es dann, die wichtigsten Daten und Stationen Jesu Leben aus den beiden Texten herauszuarbeiten, sie auf dem Din A3-Steckbrief zu notieren und sich ein Bild auszusuchen, welches sie auf ihren Steckbrief aufkleben. Die Steckbriefvorlage habe ich so gestaltet, dass der Gruppe bei der weiteren Ausführung freie Hand gelassen ist. Lediglich zwei Stichpunkte, Geburt und Tod, sollen den Schüler/innen als Anhaltspunkte zur Gestaltung des Steckbriefs dienen.

Die Gruppenarbeitsphase dient der Erarbeitung des Unterrichtsinhalts. Die Neuntklässler/innen sollen sich die Biographie und die Lebens- und Wirkstationen selbstständig erfahrbar machen, indem sie sich intensiv mit der Bibel und den beiden biographischen Texten befassen. Ich denke, dass der Unterrichtsinhalt durch die eigenständige Erarbeitung besser eingeprägt wird, als wenn die Jugendlichen die biographischen Daten und Wirkstationen Jesu vorgesetzt bekommen.

Die Schwierigkeit der Gruppenarbeit liegt bei der ersten Gruppe darin, die Bibelstellen zu finden und die entsprechenden Orte aus den Bibeltexten herauszulesen. Hier bedarf es bestimmt an Hilfe meinerseits, da ich mir nicht sicher bin, ob die Jugendlichen im Religionsunterricht oft mit der Bibel arbeiten. In der zweiten Arbeitsgruppe liegt das Problem in der Zusammenarbeit aller Gruppenmitglieder, da die Gruppengröße von sechs Personen relativ groß ist. Auch gilt es hier wichtige Informationen aus den beiden Texten herauszufiltern, miteinander abzugleichen und zu ergänzen. Die Schüler/innen werden erkennen, dass zum Beispiel über das Geburtsdatum Jesu unterschiedliche Angaben in den beiden Texten gemacht sind und so vielleicht in Zwiespalt geraten. Auch hier werde ich den Neuntklässler/innen mit Rat zur Seite stehen.

Sollte eine der beiden Gruppen früher mit der Bearbeitung ihres Arbeitsauftrags fertig werden, erhalten die Schüler/innen ein Kreuzworträtsel zu Jesu Leben. Dieses Arbeitsblatt dient gleichzeitig der Überprüfung der zuvor erarbeiteten Lerninhalte.

Vertiefungsphase

Im Anschluss an die Erarbeitungsphase kommen die Jugendlichen mit ihren Arbeitsergebnissen in den Sitzkreis, um der jeweils anderen Gruppe ihre Erarbeitung zu Jesu Lebensweg und den Steckbrief vorzustellen.

Diejenige Gruppe, die den Lebensweg Jesu mit Hilfe der Karte von Palästina erstellt hat, beginnt mit der Präsentation und stellt dabei die wichtigsten Stationen Jesu Leben heraus. Daraufhin soll die zweite Gruppe, die den Steckbrief Jesu erstellt hat, mithilfe der Karte kurz Jesu Leben vorstellen. Die Schüler/innen werden dabei auch die Differenzen zwischen den biblischen und außerbiblischen Quellen erkennen. In der Bibel steht zum Beispiel, dass Jesus in Bethlehem geboren ist, wohingegen die Texte sagen, er sei in Nazareth geboren. Sollte es den Jugendlichen nicht auffallen, werde ich sie darauf hinweisen.

Die Präsentation der Arbeitsergebnisse dient dazu, dass die Neuntklässler/innen einen umfassenden Blick über Jesu Leben bekommen, indem sie seine Lebensstationen sowie seine Biographie verfolgen.

Kontrollphase

In der Kontrollphase spreche ich die Schüler/innen auf Auffälligkeiten und Schwierigkeiten während der Gruppenarbeit an. Wichtig ist mir dabei, dass die Jugendlichen zum einen erkennen, dass die außerbiblischen Quellen auseinandergehen und daraus schließen, dass es keine expliziten Daten zu Jesu Leben gibt. Wir können lediglich sagen, dass er gelebt hat, in welchem Zeitraum genau bleibt allerdings offen. Auch können keine genauen Aussagen über den Zeitraum seiner öffentlichen Wirksamkeit oder seinen Tod gemacht werden. Darüber hinaus sollen die Schüler/innen erfahren, dass es auch Differenzen zwischen der Bibel und den biographischen Texten gibt. Wie schon erwähnt, zum Beispiel dass Jesus den biblischen Quellen zufolge in Bethlehem und den Texten nach in Nazaret geboren ist. Kurz möchte ich den Neuntklässler/innen dann noch erklären, dass auch die vier Evangelien in ihrer Überlieferung über Jesus auseinandergehen, genau wie es bei den beiden Texten der Fall ist.

5.2 Sozialformen

Stummer Impuls

Der stumme Impuls als Unterrichtseinstieg soll zur Motivation und zur Aktivierung des Vorwissens der Schüler/innen dienen. Der Steckbrief Jesu soll die Jugendlichen anregen, das zu sagen, was ihnen noch aus dem Leben Jesu im Gedächtnis ist.

Lehrervortrag

Der kurze Lehrervortrag dient einfach zur Hinführung zum eigentlichen Thema der Stunde. Hier wird kurz dargestellt, dass der Lebensweg und die Biographie Jesu in den Mittelpunkt der Stunde rücken.

Gruppenarbeit

Die Gruppenarbeitsphase dient der Erarbeitung der Lerninhalte der Unterrichtsstunde. Die Gruppen erstellen eigenständig einen Lebensweg bzw. einen Steckbrief Jesu.

Der schülerzentrierte und handlungsorientierte Unterrichtsverlauf soll einerseits zur Motivation der Jugendlichen dienen und auch das soziale Lernen fördern. Die Jugendlichen müssen miteinander kooperieren und sich darüber einig werden, wie sie die Gruppenarbeit organisieren.

Das selbstständige Erarbeiten der Lerninhalte, soll den Schüler/innen ermöglichen, sich die Arbeitsergebnisse einzuprägen und möglichst lange zu behalten.

.

Sitzkreis mit Schülervortrag

Der Sitzkreis mit der Präsentation der Arbeitsergebnisse der beiden Gruppen dient der Ergebnissicherung, der Veranschaulichung und der Vertiefung von Wissen durch den gegenseitigen Austausch der Lerninhalte.

Darüber hinaus lernen die Neuntklässler/innen ihre Arbeitsergebnisse zu verbalisieren. Sie müssen sich dabei so ausdrücken, dass ihre Mitschüler/innen folgen können und die Lerninhalte verstehen.

Unterrichtsgespräch

Durch das die Stunde beendende Unterrichtsgespräch werden Unklarheiten geklärt, Schwierigkeiten bei der Gruppenarbeit geäußert und Auffälligkeiten in der Biographie Jesu festgehalten.

6 Mediale Analyse

Overheadprojektor und Folie mit Steckbrief Jesu

Der Overheadprojektor mit der Folie dient als Anschauungsmedium. Durch das Betrachten des Steckbriefs Jesu sollen die Schüler/innen, zu neben den hier stehenden Fakten, angeregt werden eigene bereits bekannte Aussagen zur Person Jesu preiszugeben. Da sechs der Schüler/innen während der Gruppenarbeitsphase ebenfalls einen Steckbrief Jesu erstellen sollen, können sie sich an dem Beispiel als Unterrichtseinstieg orientieren.

Bibel und Texte zur Biographie Jesu

Die Bibel sowie die beiden Texte über das Leben Jesu, dienen als Informationslieferanten für die zu erarbeitenden Lerninhalte. Hierin müssen die Schüler/innen, die von ihnen geforderten Informationen nachschlagen und nachlesen.

Bilder der Lebensstationen Jesu

Die Fotos der Ortschaften, in denen Jesus gelebt und gewirkt hat, sollen den Jugendlichen ermöglichen sich ein Bild von dem Land Israel zu machen.

Din A3-Arbeitsblätter: Palästinakarte und Steckbrief Jesu  Plakat

Die Arbeitsblätter, Steckbrief Jesu und die Landkarte, dienen dem Festhalten der Arbeitsergebnisse der beiden Gruppenarbeiten.

Dadurch, dass sie im Anschluss der Gruppenarbeitsphase beide auf einen großen Tonpapierbogen geklebt werden, entsteht ein Lernmaterial, das in der Klasse aufgehängt werden kann. Im Verlauf der Unterrichtsreihe „Jesus Christus – unsere Hoffnung“, können die Jugendlichen immer wieder auf das Lernmaterial zurückgreifen und wichtige Informationen ablesen.

Jesus-Kreuzworträtsel

Dieses Arbeitsblatt dient der Differenzierung und der Zeitüberbrückung. Sollte eine Gruppe früher mit der Bearbeitung ihres Arbeitsauftrags fertig werden, erhält sie ein Jesus-Kreuzworträtsel. Hier können die Neuntklässler/innen auch überprüfen, was sie noch von den zuvor erarbeiteten Lerninhalten behalten haben.

7 Literaturverzeichnis

Kaldewey, R., Neumüller, G. und Niehl, W. (Hrsg.): Konzepte 6 - Materialien für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II (Heft 6: Jesus Christus), Verlag Moritz Diesterweg 1979

Katholische Bibelanstalt GmbH: Die Bibel – Einheitsübersetzung, Herder Verlag 1980

Krüger, R.: Fast alles über Jesus, Hänssler Verlag 2007

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan für die Haupt- und Werkrealschule, Neckar Verlag 2004

Ohler, A.: dtv-Atlas Bibel, Deutscher Taschenbuch Verlag 2004

Internetquellen:

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jesus_Christus.htm

http://lexikon.meyers.de/wissen/Jesus+Christus_11017106+%28Personen%29

Name:

Kompetenzbereich: Jesus der Christus

Datum: 11.11. 2008

Zeit: 8.35 – 9.20 Uhr

Mentor:

Dozentin:

Unterrichtseinheit: Jesus Christus – unsere Hoffnung

Lernvoraussetzungen:

Die SuS kennen die Person Jesus. Sie wissen, dass in der Bibel die Evangelien von Jesus erzählen und kennen sich mit dem Nachschlagen von Bibelstellen aus.

Die SuS besitzen die nötige Textkompetenz, um aus Texten gezielt Informationen herauszulesen und wissen was ein Steckbrief ist.

Thema der Stunde: Der Lebensweg Jesu

Schule: GHS

Klasse: 9

Lerngruppe: 12 Schüler/innen

Kompetenz der Stunde:

Fachkompetenz: Die Schüler/innen kennen den Lebensweg und das Leben des

Jesus von Nazareth in ihren Grundzügen.

Fach: katholische Religion

Zeit

Unterrichts-phasen

Aktivitäten der Lehrerin und der Schüler/innen (SuS)

Organisation

Sozialform

Medien

8.36

Begrüßung

L begrüßt die SuS und schreibt ihren Namen an die Tafel.

SuS begrüßen die L.

8.41

Motivationsphase

L legt Folie auf den OHP, die einen Steckbrief von Jesus, ähnlich dem Wilden Westen, zeigt.

SuS sagen, dass es sich bei der Abb. um einen Steckbrief Jesu handelt. Sie lesen vor was unter dem Bild steht und sagen was ihnen dazu einfällt.

Stummer Impuls

OHP & Folie mit Jesus-Steckbrief

8.42

Problemstellung

L leitet zum eigentlichen Thema über. Sie erklärt, dass wir uns heute mit dem Lebensweg Jesu, mit Hilfe biblischer und außerbiblischer Quellen, beschäftigen wollen.

Frontalunterricht: Lehrervortrag

9.05

Erarbeitungs-phase

L teilt die SuS in zwei Gruppen ein und gibt jeder Gruppe einen Kuvert, indem sich unterschiedliche Arbeitsaufträge, Texte, Bilder und Arbeitsblätter befinden.

L bittet die SuS, die Kuverts zu öffnen, sich die Materialien anzuschauen und die Aufgaben in GA zu bearbeiten.

a) Gruppe 1: SuS bestimmen mit Hilfe

der Bibel den Lebensweg Jesu

durch das Land Israel.

b) Gruppe 2: SuS erstellen mit Hilfe

zweier Texte und Bildern, einen

Steckbrief Jesu.

Gruppenarbeit

Bibel, Texte, Bilder & Arbeitsblätter:

a) Lebensweg

Jesu

b) Steckbrief

Jesu

9.15

Vertiefungsphase

L fordert die SuS auf, mit ihren Arbeitsblättern, in den Sitzkreis zu kommen, um sie der jeweils anderen Gruppe vorzustellen und gemeinsam ein Plakat zu Jesu Leben zu erstellen.

SuS bilden einen Sitzkreis.

Die beiden Gruppen präsentieren ihre Arbeitsergebnisse und kleben ihre Arbeitsblätter auf einen Tonpapierbogen.

Frontalunterricht im Sitzkreis mit Schülervortrag

Arbeitsblätter der beiden Gruppen

 Plakat

9.19

Kontrollphase

L spricht SuS darauf an, was ihnen bei der Beschäftigung mit dem Leben Jesu aufgefallen ist.

SuS resümieren, dass es keine genauen Lebensdaten zu Jesus gibt und sagen was ihnen vielleicht noch aufgefallen ist.

Frontalunterricht: Unterrichtsgespräch

9.20

Verabschiedung

L verabschiedet sich von den SuS.

SuS verabschieden die L.

Differenzierung: Schnellere Gruppe, erhält ein Jesus-Rätsel, mit dessen Hilfe die SuS ihr Wissen über Jesus Christus prüfen können.

Arbeitsauftrag:

Die Aufgabe eurer Gruppe ist es, einen Steckbrief von Jesus zu erstellen. Hierzu findet ihr in dem Kuvert zwei Texte, die euch einen Überblick zu Jesu Leben verschaffen sollen, und verschiedene Bilder von Jesus. Dazu bekommt ihr eine Steckbriefvorlage, auf der ihr das Ergebnis eurer Arbeit festhalten sollt.

Arbeitsanweisungen:

Lest euch zunächst die Texte gegenseitig vor und schaut euch die Bilder von Jesus an! Jeder von euch soll die Inhalte der Texte kennen und die Bilder gesehen haben!

Überlegt euch gemeinsam, wie ein Steckbrief aufgebaut ist und was er beinhaltet!

Erstellt mit den Inhalten der beiden Texte einen Steckbrief von Jesus!

Wählt euch gemeinsam eines der sechs Bilder aus, das ihr für euren Steckbrief verwenden wollt und klebt dieses Bild auf euren Steckbrief auf!

Überblick über das Leben Jesu

Jesus war Jude. Er stammte aus Nazaret im Landesteil Galiläa. Sein Geburtsjahr fiel in die letzten Lebensjahre des Herodes (etwa 8 – 4 v. Chr.). Die Familie Jesu gehörte zum jüdischen Bevölkerungsteil Galiläas. Die Namen seiner Eltern sind bekannt: Josef und Maria. Seine Muttersprache war das galiläische Aramäisch.

Mit etwa 30 Jahren begann Jesus öffentlich zu lehren. Er entfaltete seine Haupttätigkeit in Galiläa, besonders in den Orten Kafarnaum, Betsaida und Chorazin. Wie lange seine öffentliche Wirksamkeit dauerte, lässt sich nicht mit Sicherheit ausmachen. Die ersten drei Evangelien lassen eine knapp einjährige Tätigkeit vermuten, während das Johannesevangelium auf zwei bis drei Jahre schließen lässt.

Er lehrte wie ein Rabbi, sammelte einen Schülerkreis um sich und hatte zunächst eine große Anhängerschaft unter seinen Landsleuten. Er heilte Kranke.

Jesu Einstellung gegenüber den Sabbat-, Kult- und Tempelgesetzen erregte Anstoß bei den führenden Kreisen seines Volkes. Sie ließen ihn festnehmen und verklagten ihn vor dem römischen Gouverneur Pontius Pilatus wegen Landsfriedensbruch und Volksaufwiegelung.

An einem Paschafest zwischen 28 und 33 n. Chr. Wurde Jesus vor den Toren Jerusalems am Kreuz hingerichtet. Bald nach seinem Tod ging von dieser Stadt jene Bewegung aus, die man später >Christentum< nannte.

Steckbrief Jesu

Bild


Geburt:___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Tod:_________________________________________________________________________________________________________________________

______________________________________________________________

Arbeitsauftrag:

Die Aufgabe eurer Gruppe ist es, einen Lebensweg von Jesus zu erstellen. Hierzu findet ihr in dem Kuvert sechs Kärtchen, die wichtige Stationen von Jesus Leben darstellen. Auf diesen Kärtchen befinden sich Angaben zur Person Jesu und Bibelstellen. Zusätzlich befinden sich in dem Kuvert Bilder von Orten, die wichtig im Leben Jesu waren. Dazu bekommt ihr eine Karte vom Land Israel, auf der ihr das Ergebnis eurer Arbeit festhalten sollt und sechs Bibeln.

Arbeitsanweisungen:

Verteilt die Kärtchen so, dass sich zwei von euch eins teilen!

Sucht in Partnerarbeit nach den angegebenen Bibelstellen auf eurem Kärtchen!

Notiert euch kurz, um welchen Ort, welches Gebiet oder welchen Fluss es sich bei der angegebenen Bibelstelle handelt!

Findet das entsprechende Bild zu eurem Ort, eurem Gebiet oder eurem Fluss und schneidet es aus!

Sucht euren Ort, euer Gebiet oder euren Fluss auf der Karte!

Klebt euer Kärtchen und euer Bild zu der entsprechenden Stelle auf der Karte.

Teilt eurer Gruppe euer Ergebnis mit und bestreitet noch einmal gemeinsam den Lebensweg Jesu!

(Lk 23,26-49; 24,36-41: Jesu Tod und Auferstehung)

(Mt 2,22-23; Lk 2,39-40: Jesu Kindheit)

(Lk 2,1-20; Mt 2,1-12: Geburt Jesu)

(Lk 19, 1-10: Heilungswunder & Anhänger)

(Mk 2,1-12; Mk 6,35-44: Gebiet der Hauptwirksamkeit)

(Mt 3,13-17; Mk 1,9-11: Jesu Taufe)



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