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Die kleine Raupe Nimmersatt

Die kleine Raupe Nimmersatt
Unterrichtsentwurf
Datum: 03. November 2007 Autor: SpeciAL Kommentare: 0

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Beschreibung:

Ein Unterrichtsentwurf zu dem allseits beliebten Thema "The Very Hungry Caterpillar: Fruit and Colors". Diese Unterrichtsstunde kann zur Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt im Englischunterricht umgesetzt werden. Die Geschichte eignet sich für das "Storytelling" in der Primarstufe. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


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Die kleine Raupe Nimmersatt


The Very Hungry Caterpillar: Fruit and Colors

Inhalt:

1. Sachanalyse

2. Lernvoraussetzungen
2.1 Psychologische Bedingungen

3. Didaktische Analyse
3.1 Gegenwartsbedeutung
3.2 Zukunftsbedeutung
3.3 Exemplarität
3.4 Struktur des Inhaltes
3.5 Lehrplanbezug

4. Stundenziel: “The Very Hungry Caterpillar”
4.1 Thema der Stunde
4.2 Stundenziele

5. Verlaufsplanung

6. Strukturskizze

7 . Anhang
7 .1 Zusammenfassung der Geschichte
7 .2 Geschichte und Spiele
Literaturverzeichnis

1. Sachanalyse


“The Very Hungry Caterpillar“ von Eric Carle

Die Sachanalyse zur gezeigten Stunde gliedert sich in zwei Schwerpunkte. Zum einen wird storytelling bzw. der Einsatz von Bilderbüchern erläutert. Dabei wird auch auf die Struktur der Geschichte „The Very Hungry Caterpillar“ von Eric Carle eingegangen. Zum anderen wird die Funktion des Hörverstehens im Englischunterricht erläutert.

Storytelling sollte im Englischunterricht der Grundschule einen festen Platz einnehmen. Kinder erleben in Geschichten die fremde Sprache im Zusammenhang. Dabei lernen sie Sinnzusammenhänge zu verstehen, selbst wenn sie ggf. noch nicht jede Einzelheit erfassen können[1]. Ein fremdsprachliches Buch bringt zudem die fremde Kultur in den Klassenraum und vermittelt somit einen Ausschnitt der Lebenswelt der Kinder anderer Länder.

Ich habe mich mit „The Very Hungry Caterpillar“ von Eric Carle für ein Bilderbuch entschieden. Die Bezeichnung Bilderbuch wurde kurz nach der Erfindung des Buchdrucks geprägt. Zu jener Zeit handelte es sich um ein mit Bildern ausgestattetes Buch für Erwachsene. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts findet der Begriff fast nur noch in Bezug auf meist großformatige, illustrierte Kinderbücher Anwendung, in denen die Bilder gegenüber dem Text vorherrschen. Bilderbücher wenden sich an Kinder ab etwa dem zweiten bis zum ca. zehnten Lebensjahr und sind, abhängig von der angesprochenen Altersstufe, unterschiedlich ausgestattet, was das Material, die Art und die Anzahl der Illustrationen sowie den Umfang des Textes anbelangt.[2]

Das Bilderbuch „The Very Hungry Caterpillar“ von Eric Carle erschien erstmals 1969, bei The World Publishing Company, Cleveland and New York. Der Text und die Bilder stammen vom Autor. Inzwischen wird das Buch als internationaler Kinderbuchklassiker angesehen. Es wurde in über dreißig Sprachen, darunter auch ins Deutsche, übersetzt. Die Geschichte handelt von einer kleinen, ständig hungrigen Raupe, die sich innerhalb einer Woche durch die verschiedensten Obstsorten und Lebensmittel frisst, bis sie sich dick gefressen hat und sehr groß geworden ist. Nachdem die dicke, große Raupe mehr als zwei Wochen in ihrem Kokon verbracht hat, wird aus ihr schließlich ein wunderschöner Schmetterling.

Carles Bildergeschichte lässt durch alleiniges Betrachten der Bilder eine Erschließung des Inhaltes zu. Sie bietet sich sehr gut für den Gebrauch im Frühfremdsprachenunterricht an, da die im Text verwendeten Lexeme und Lexemverbände sich stark mit dem Wortschatz des Anfangsunterrichts Englisch überschneiden. Ein Grundvokabular (z.B. Früchte, Wochentage, Farben) reicht aus, um mit Hilfe der Bilder die Geschichte zu verstehen. Auch die sich wiederholende Struktur der Syntax, wie „... but he was still hungry“ macht die Geschichte eingängig und animiert die Kinder zum Nachsprechen und Imitieren. Es ist wichtig, dass die Schüler ein Hörverstehensvorbild haben, dass ihnen die korrekte Aussprache präsentiert, da die Imitationsfreude bei Kinder im frühen Fremdsprachenunterricht im Allgemein sehr hoch ist.

Der natürliche Weg der Sprachaneignung wird durch die Folge Hören ? Sprechen bezeichnet. Der erste Schritt der Spracherlernung eines Schülers liegt in der Gewöhnung an die fremden Laute und in der Ausbildung des Hörverstehens[3]. Das Hörverstehen ist sowohl ein passiver als auch ein aktiver Prozess. Neben der auditiven Wahrnehmung wird auch die innersprachliche Verarbeitung der Äußerung eingeschlossen.

Zur Entwicklung des Hörverstehens unterscheidet Karbe die immanente und die systematische Hörschulung.

- Besonders durch einen fremdsprachlich geführten Unterricht wird die immanente Hörschulung gewährleistet. Unerlässlich ist hierfür die konsequente Verwendung und allmähliche Erweiterung von Wendungen des „classroom discours“. Dadurch wird der Schüler daran gewöhnt, bekannte Lexik und grammatische Erscheinungen in immer neuen Kontexten wieder zu erkennen und Unbekanntes aus dem Kontext bzw. aus der Situation zu erschließen[4].
- Mit Hilfe auditiver und audiovisueller Unterrichtsmittel erfolgt die systematische Hörschulung. Die Schüler müssen daran gewöhnt werden, verschiedene Aussprachevarianten der fremden Sprache zu identifizieren, ihre Bedeutung erfassen und die Absicht des Sprechers zu erkennen[5].

Klippel betont ebenfalls, dass der kommunikative Fremdsprachenunterricht mit dem Einhören in die fremde Sprache beginnen muss. Zudem hebt sie hervor, dass mit dem Hörverstehen Hilfen wie Gestik, Mimik, Bildmaterial sowie Wiederholungen jeglicher Art einhergehen müssen. Um den Schülern das Hörverstehen zu erleichtern empfiehlt Klippel bei der Auswahl von Geschichten darauf zu achten, dass diese Texte an das sachliche und sprachliche Vorwissen der Kinder anknüpfen und viele Wiederholungen enthalten[6]. Dieses ist mit der Wahl der Geschichte „The Very Hungry Caterpillar“, wie oben schon erläutert, geschehen.

Was die Lehrerin bei der Nutzung des Buches beachten sollte:
a) Die Themenvielfalt
Das Buch erlaubt dem Lehrer, eine Vielfalt an Themen im Englischunterricht einzuführen. Zum Beispiel könnte man die Zahlen von 1-5, die Wochentage, Farben und Früchte als Themenkomplexe einführen. Die Kinder können ebenfalls lernen, was ein Kokon ist und was mit diesem passiert. Die Schüler und Schülerinnen erfahren, dass es sehr wichtig ist, dass eine Raupe den Prozess der Verpuppung mitmachen muss, um letztendlich ein wunderschöner Schmetterling zu werden.

Das Insekt kann ebenfalls dazu genutzt werden, um den Kindern das Prinzip der ungesunden bzw. gesunden Ernährung nahe zu bringen. Dies kann damit gezeigt werden, dass die Raupe sich durch eine Vielzahl von Lebensmitteln frisst (Schokoladenkuchen, Eis, Gurken, Käse, Lolli, usw.) und danach wird Raupe von Bauchschmerzen und Übelkeitsgefühle geplagt. Aber nachdem sie ein grünes Blatt gefressen hat, fühlt sie sich wieder gut und hat keine Beschwerden mehr. Diese Anspielung auf gesundes Essen, ist eine gute Chance, den Kindern eine ausge-wogene Ernährungsweise nahezulegen und beizubringen.

b) Die Grammatik
Die ganze Geschichte „The Very Hungry Caterpillar“ ist in der Vergangenheitsform geschreiben und enthält sowohl regelmäßige (z.B. started, stayed, nibbled, pushed), als auch unregelmäßige Verbformen (z.B. lay, came up, ate, was, felt, had, built). Die unregelmäßigen Verben dürften jedoch kein Problem darstellen, da sie in der Geschichte einige Male wiederholt und im selben Kontext verwendet werden (“he ate through an apple”, “he ate through two pears”, “he ate through three plums” or “he was still hungry”). Zudem macht die repetitive Struktur des Textes die Geschichte für Kinder einfacher und verständlicher.

c) Die „Falschen Freunde“
Wenn man den Lernanspruch analysiert, sollte die Lehrerin ebenfalls auf die verschiedene Nutzung des Geschlechtes der Raupe achten. Im Deutschen heißt es “sie = die Raupe” und im Englischen heißt es “he = the caterpillar“. Das Pronomen muss im Englischen also männlich sein und nicht weiblich, wie man annehmen würde. Ähnliche Fälle von „Falschen Freunden“ treten auch bei dem englischen Wort „the pickel“ auf, dass ein Laie wahrscheinlich als „der Pickel“ im Deutschen übersetzen würde. Ebenso könnte dies der Fall mit „an egg“ und „eine Ecke“ sein.

d) Die Aussprache
Die Lehrerin sollte ebenfalls auf die Aussprache mancher Wörter achten. So gibt es Wörter, die mit einem betonten Ende aufhören, wie beispielsweise “pears, plums, strawberries” and “oranges”. Dies ist zu beachten, da das betonte /s/ im Deutschen nicht existiert. Zur selben Zeit sollte die Lehrerin auch darauf bedacht sein, dass das Wort „Fruit“ ein sogenanntes zero morph ist. Das heißt, dass dieses Wort nicht steigerbar ist.

Außerdem gibt es einige andere Fälle, bei denen die Aussprache Probleme bereiten könnte. Dies könnten Wörter sein, die mit einem /th/ anfangen, wie “the, through, Thursday, that, than”, aber auch Wörter mit /w/ wie “warm, Wednesday, watermelon, was, wasn’t, weeks,way”, da diese ebenfalls nicht im Deutschen bestehen. So lange die Lehrerin ein sprachliches Vorbild für die Kinder ist, sollte sie darauf achten, dass das /th/ vor Vokalen richtig ausgesprochen wird. Eine weitrere Schwierigkeit könnte bei den unbestimmten Artikeln “a” und “an” auftreten. Jedoch ist es nicht notwendig, eine explizite Regel zu nennen, sondern viel mehr eine Art korrigierendes Feedback zu geben. Auf diese Weise wird den Kindern unterbewusst die richtige Regel mitgegeben und sie speichern keine falsche Benutzung.

e) Lexikalische Besonderheiten und Networking
Zudem können neue lexikalische Einheiten wie zum Beispiel “little, tiny, small, big and fat, egg, caterpillar, cocoon” und “butterfly” eingeführt werden. Durch das Vokabular des „Wachstums“ und der „Veränderung“ können die Schüler und Schülerinnen die Transformation der Raupe (klein – Ei – Raupe – Kokon – Schmetterling) mit der eines Frosches (klein – Ei – Kaulquappe – Frosch) vergleichen. Eine weitere Möglichkeit des Networking könnte der Vergleich mit dem Heranwachsen eines Huhns sein, das ebenfalls aus einem Ei schlüpft, aber dann nur größer wird und seine Gestalt nicht wesentlich verändert.
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2. Lernvoraussetzungen

2.1 Psychologische Bedingungen

Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse sind nach Piagets „Entwicklungs Theorie“ gerade dabei, von der präoperatorischen in die konkret-operationalen Phase zu schreiten. Das konkret-operatorische Stadium schließt alle Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren ein.

In diesem Stadium sind die Kinder schon zu mentalen Operationen in der Lage, das sind Handlungen, die im Geist ausgeführt werden und zur Entwicklung des logischen Denkens führen. Das präoperatorische und das konkret-operatorische Stadium werden oft in Gegensatz zueinander gesetzt, weil die Kinder im konkret-operatorische Stadium etwas können, was sie vorher nicht zustande brachten. Konkrete Operationen ermöglichen es Kindern, eine physikalische Handlung durch eine geistige zu ersetzen.[7]

Dennoch ist sind beide Stadien immer noch im schulischen Unterricht an Demonstrationen und Aktivitäten gebunden. Kinder sollten die Möglichkeit haben, Sachen selbst auszuprobieren und heruaszufinden. All dies könnte im Unterricht durch das singen von Liedern, Rollenspielen und/oder Spielen geschehen.

Des Weiteren muss die Lehrerin darauf achten, dass sie eine Vielfalt an Materialien anbietete, die die verschiedenen Lernertypen berücksichtigt und anspricht. Dabei müssen sowohl kognitive, als auch sensomotorische Kanäle gefüllt werden. Zudem ist es sehr wichtig, die Sozialformen zu wechseln. Die Kinder sind gerade jetzt in einem Alter, in dem sie einen enormen Bewegungsdrang haben.
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3. Didaktische Analyse

3.1 Gegenwartsbedeutung

„Welche Bedeutung hat der betreffende Inhalt bzw. die an diesem Thema zu gewinnende Erfahrung, Fähigkeit oder Fertigkeit bereits im geistigen Leben der Kinder meiner Klasse, welche Bedeutung sollte er – vom pädagogischen Gesichtspunkt aus gesehen – darin haben?“

Der Inhalt der Stunde ist sehr wichtig für die Schüler, da diese während ihrer momentanen Lebensphase überaus interessiert und motiviert sind, einen neue Sprache (Englisch) zu erlernen. Wenngleich ihr aktiver Wortschatz noch sehr beschränkt ist, können sie eine Geschichte auf Englisch mithilfe der Bilder verstehen. Auf Kinder wirken Bilder und Zeichnungen magisch, denn sie sind motivierend, gleichen Wissenslücken aus und daher muss ein Kind nicht jedes einzelne Wort verstehen. Im Hinblick darauf, dass die Geschichte „The Very Hungry Caterpillar” bereits auf Deutsch bekannt ist, können die Kinder ihren Englisch-Wortschatz erweitern und ausbauen.

3.2 Zukunftsbedeutung

„Worin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Kinder?“

In Bezug zu der Geschichte „The Very Hungry Caterpillar“ bekommen die Schüler und Schülerinnen einen Einblick in die Metamorphose eines Schmetterlings. Im Allgemeinen bekommen die Kinder geziegt, dass das Leben ein dynamischer Prozess und sich daher ständig verändert und wandelbar ist. Ein anderer Aspekt ist, dass die Kinder lernen, zwischen gesundem und ungesundem Essen, durch das sich die kleine Raupe frisst, zu unterscheiden.

Während ihrer Schullaufbahn werden die Schüler und Schülerinnen ihren Wortschatz weiter ausbauen. Für die Kinder wird die Englische Sprache immer wichtiger werden, da die ganze Arbeitswelt auf der Englischen Sprache basiert (Weltsprache). Außerdem ist es sehr wichtig geläufige Wörter, wie die Früchte und die Tage der Woche zu kennen, um im Ausland miteinander kommunizieren zu können.

3.3 Exemplarität

„Welchen größeren bzw. welchen allgemeinen Sinn- oder Sachzusammenhang vertritt und erschließt dieser Inhalt? Welches Urphänomen oder Grundprinzip, welches Gesetz, Kriterium, Problem, welche Methode, Technik oder Haltung lässt sich in der Auseinandersetzung mit ihm ‚exemplarisch’ erfassen?“

Im Laufe der Zeit wird „Storytelling” immer intensiver. Das Hörverständnis erwartet, dass die Kinder nach und nach in der Lage sind, Teile eines laut vorgelesenen Textes herauszufiltern und zu verstehen. Insofern bietet das „Storytelling” in der Grunschule eine gute Chance das Hörverständinis der Kinder zu trainieren und schulen. Diese Aufgabe bereitet die Kinder sowohl auf ihre spätere Schulkarriere, als auch auf ihr Leben in Zukunft vor.

3.4 Struktur des Inhaltes

“Welche Elemente, Strukturen und Zusammenhänge bilden in logisch und zeitlich betrachtet den roten Faden der Stunde?”

Der rote Faden dieser Stunde ist die Geschichte „The Very Hungry Caterpillar“. Das Thema „Früchte“ ist in die Geschichte eingebunden. Bevor die Geschichte vorgelesen wird, lernen die Kinder die neuen Vokabeln aktiv und spielerisch kennen und können so dem Verlauf der Geschichte folgen.

3.5 Lehrplanbezug [8]

Central Tasks in English Language Teaching

Der Englischunterricht in der Grundschule legt den Grundstein für eine lebenslange und kognitive Auseinandersetzung mit der Multisprachlichkeit, Europa und den verschiedenen anderen Kulturen. Die Vermittlung der Sprachlern-kompetenzen liegt dabei im Fokus der Aufmerksamkeit. Dies ist die Schlüsselqualifikation der lebenslangen Englischen Sprachlehre.

Kompetenzen
Die Schüler und Schülerinnen sollen...
- … den Text so weit es geht verstehen und auf Deutsch wiederholen.
- ... das Gerüst der Geschichte nach einigen Wiederholungen verstehen und dem Buch bestimmte Informationen entnehmen können.
- ... mit den Materialien (Früchten, Bildkarten) und dem Buch umgehen können.
- ... Worteinheiten lernen (z.B. “It’s an apple. “ oder “It’s an orange.”).
- ... einfache Fragen beantworten können, wie z.B. “What is this?”.
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4. Stundenziel: “The Very Hungry Caterpillar”

4.1 Thema der Stunde

Das Hauptziel dieser Englischstunde ist die Einführung der Obstsorten bzw. Früchte apple, pears, plums, strawberies und oranges anhand des Buches „The Very Hungry Caterpillar” von Eric Carle.

4.2 Stundenziele

- Die Schüler sollen in der Lage sein, die neuen Vokabeln (apple, pear, plum, orange, strawberry) zu wiederholen.
- Die Schüler sollen in der Lage sein, die Geschichte „The Very Hungry Caterpillar” zu verstehen.
- Die Schüler sollen durch die Einführung des Themas im Kreis, das Spiel und das Lesen der Geschichte motiviert werden
- Die Schüler sollen in der Lage sein, die Vokabeln mit den mitgebrachten Früchte in Beziehung zu setzen.
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5. Verlaufsplanung

Die Englischstunde beginnt mit einer kurzen Begrüßung der Kinder. Dabei will die Lehrerin Spannung erzeugen, indem sie einen Korb dabei hat, in dem sich Dinge befinden, welche die SchülerInnen noch nicht gesehen haben. Dies wird die Kinder motivieren herauszufinden, was sich in dem Korb befinden könnte.

Anschließend folgt die Einführung des Themas der Englischstunde. Die Lehrerin gibt hierbei eine kurze Erklärung, was sich in dem Korb befindet. Dabei achtet sie darauf, dass die Sprache reduziert dargeboten wird und somit sehr einfach zu verstehen ist. Die Kinder kennen bereits die Farben und so wird hier ebenfalls auf ihr Vorwissen zurückgegriffen. Zudem wird darauf geachtet, dass das Prinzip der Darbietung immer wiederholt und mit Gestik und Mimik verstärkt wird, so dass die Kinder alles verstehen sollten.

Um einen guten Erinnerungseffekt zu haben, benutzt die Lehrerin zur Demonstation echte Früchte, welche die Kinder nach der Englischstunde auch selbst essen dürfen. Nachdem bekannt ist, um welche Frucht (apple, pear, plum, strawberry, orange) es sich handelt, wird der Satzbaustein “It’s an apple.” von allen Kindern im Chor wiederholt, so dass eine Sicherung der Aussprache und des neuen Vokabulars gegeben ist. Außerdem ist das Sprechen das Wichtigste im Englischunterricht in der Primarstufe.

Anschließend liest die Lehrerin in der Erarbeitungsphase die Geschichte “The Very Hungry Caterpillar” vor. Der Text wurde vorher jedoch vereinfacht, so dass der Inhalt leicht verstanden wird und das Vokabular kein Kind überfordern sollte. Zudem hat die Lehrerin bewusst die Seite mit den anderen Lebensmitteln ausgelassen, da dies ebenfalls zu viel Input für die Schüler und Schülerinnen wäre. Bei dieser Phase wechseln die Schüler und Schülerinnen die Sozialform. Sie sitzen jetzt im Kinositz, der bewusst von der Lehrerin eingesetzt wird, um eine schöne und kuschelige Leseatmosphäre zu schaffen.

Während der Lesephase werden die Kinder sowohl mündlich, als auch aktiv in die Geschichte eingebunden. Die Lehrerin erreicht dies, indem sie die Kinder fragt, ob sie ihr beispielsweise den Apfel oder den Mond auf den Bildern der Geschichte zeigen können. Zudem sollten die Kinder die immer wiederkehrende Phrase “But he was still hungry.” im Chor mitsprechen, so dass die Schülerredezeit erhöht wird. Wie vorhin schon erwähnt, ist dies das Hauptziel des Englischunterrichts für junge Lerner.

Um nochmals die Farben zu wiederholen, folgt nach der Erarbeitungsphase die Übungsphase. Hier wechselt die Lehrerin wieder die Sozialform, da die Kinder in diesem Alter noch immer kürzere Konzentrationsphasen haben. Das Wechseln der Sozialform zeigt ebenfalls, dass hier wiederum ein neuer Abschnitt des Unterrichts stattfindet. Die Kinder spielen gemeinsam mit der Lehrerin das Spiel mit der Farben-Raupe.

Das Spiel wird bewusst eingesetzt, da die Kinder nicht nur aktiv, sondern auch kognitiv gefordert werden sollen. An der Tafel hängt dabei eine Raupe, deren Körper aus verschiedenen Farben besteht. Ein Kind muss nun vor die Tür gehen, während die anderen Kinder entscheiden dürfen, welche Farbe weggenommen wird. Der Farbkreis wird solange von einem Kind der Klasse versteckt gehalten. Danach darf das Kind, das vor der Tür steht, wieder in den Klassensaal kommen und muss erraten, welche Farbe fehlt und welches Kind die Farbe versteckt. Dies kann ebenfalls auch differenziert werden, indem man bei guten Kindern mehr als nur eine Farbe versteckt.

Die Abschlussphase besteht aus einem Farb-Diktat. Dabei bekommen die Kinder ein Arbeitsblatt, auf dem die Früchte, die Raupe und der Kokon abgebildet sind. Die Lehrerin gibt den Kindern anschließend Anweisungen, mit welcher Farbe die einzelnen Bilder anzumalen sind. Diese Form des Abschlusses überprüft auf spielerische Weise, ob die Kinder die neuen Vokabeln bereits halbwegs verinnerlicht haben. Falls nicht genügen Zeit sein sollte, dürfen die Kinder dieses Arbeitsblatt zu Hause bearbeiten.
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6. Strukturskizze

ZeitPhaseLernzielgeplantes Lehrerverhalten
erwartetes Schülerverhalten
SozialformMedien
minSchülerInnen sollen...Die Lehrerin...Die SchülerInnen...
~ 5Begrüßung... begrüßt die SchülerInnen und sagt, dass sie eine Überrasch-ung mitgebracht hat.
“Today I brought you a basket with fruit. You can eat fruit. Fruit is very yummie. I like fruit.”
... begrüßen die Lehrerinnen und hören ihr aufmerksam zu.Frontalunterricht Schüler-Lehrer- InteraktionFruchtkorb:
- Apfel,
- Birne,
- Pflaume,
- Orange,
- Erdbeere
~ 10Einführung des Themas... die neuen Wörter richtig aussprechen.“It is round. It is red or green. It is very yummie. It’s an apple.”

... lässt die Kinder zuerst raten und zeigt danach den Apfel.
... hören der Lehrerin aufmerksam zu und raten mit.Frontalunterricht Schüler-Lehrer- InteraktionFruchtkorb und Früchte
“It’s an apple. Let’s say it all together. It’s an apple.”... wiederholen das Gesagt im Chor: “It’s an apple.”
~ 15Erarbeitungs- phase... aufmerksam zu-hören und die Ge-schichte verstehen.

… die neuen Wörter in den Kontext des Buches bringen.
... bittet die Kinder leise in Sitz-reihen zu kommen.

… liest die Geschichte vor und involviert die Kinder (zeigen und nachsprechen).
… kommen in den Kinositz zusammen.Kinositz,
Schüler-Lehrer- Interaktion
Decke, Buch: The very hungry caterpillar
~ 10Übungs- phase… die fehlende Farbe wiederer-kennen.

… die Farben auf Englisch nennen.
… bittet die SchülerInnen zurück an ihre Tische, hängt eine bunte Raupe an die Tafel und erklärt das Spiel.

… spielt das Spiel mit den Kindern.
… setzen sich zurück an ihre Tische und hören sich die Regeln des Spiels an.

… spielen das Spiel.
Frontalunterricht
Schüler-Lehrer- Interaktion
Farb-Raupe, Tafel, Magnete
~ 5Abschluss- phase... durch Hörver-stehen die Figuren in der richtigen Farbe anmalen.... teilt den Kindern ein Arbeits-blatt aus und diktiert ihnen die Farben, in denen die Figuren angemalt werden sollen.… malen nach Anweisungen der Lehrerin das Arbeitsblatt an.Frontalunterricht
Einzelarbeit
Arbeitsblatt

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7. Anhang

7.1 Zusammenfassung der Geschichte

„The Very Hungry Caterpillar“ oder „Die Kleine Raupe Nimmersatt“

Die kleine Raupe schlüpft aus dem Ei und hat nur noch Fressen im Sinn. Eine Woche lang frisst sie sich durch allerlei Obst und Süßigkeiten und hinterlässt Fraßspuren auf den Buchseiten. Dann baut sie sich einen Kokon und entpuppt sich als farbenprächtiger Schmetterling.

7.2 Geschichte und Spiele

- Geschichte: “The Very Hungry Caterpillar“
Der Text „The Very Hungry Caterpillar” wurde von den Lehrerinnen vereinfacht. Sie haben die Wochentage durch „the next day...” ersetzt. Zudem integrieren sie die Farben (white, black, red, green, blue, orange, purple, yellow and brown) in den Text, da die Kinder diese bereits können.

- Spiel: “Die Farben-Raupe”
An der Tafel hängt eine Raupe, deren Körper aus verschiedenen Farben besteht. Ein Kind muss nun vor die Tür gehen, während die anderen Kinder entscheiden, welche Farbe weggenommen wird. Der Farbkreis wird solange von einem Kind der Klasse versteckt gehalten. Danach darf das Kind, das vor der Tür steht, wieder in den Klassensaal kommen und muss erraten, welche Farbe fehlt und welches Kind die Farbe versteckt.
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Fußnoten:
[1] vgl. Klippel 2000, S. 259
[2] vgl. Grünewald 1991, S. 5
[3] vgl. Karbe 2000, S. 117
[4] vgl. Karbe 2000, S. 116 f.
[5] vgl. Karbe 2000, S. 117
[6] vgl. Klippel 2000, S. 79 f.
[7] Zimbardo 2004
[8] Vgl. Bildungsplan Grundschule Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur
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Literaturverzeichnis:

• Bildungsplan Baden Württemberg: Leitgedanken zum Kompetenzerwerb – Englisch Klasse 2.
• Carle, E.: The Very Hungry Caterpillar. Puffin Books 1969.
• Grünewald, D.: Bilderbücher im Unterricht. In: GSZ 46 / 1991, S. 4-13.
• Karbe, U. und Piepho, H.-E.: Fremdsprachlicher Unterricht von A-Z. Praktisches Begriffswörterbuch. Huber 2000.
• Klippel, F.: Englisch in der Grundschule. Handbuch für einen Kindgemäßen Fremdsprachenunterricht. Übungen Spiele, Lieder für die Klassen 1 bis 4. Cornelsen Scriptor 2000.
• Schmid-Schönbein, G.: Didaktik: Grundschulenglisch. Berlin: Cornelsen Verlag 2001.
• Zimbardo, P. G. und Gerrig, R. J.: Psychologie. 16. aktualisierte Ausgabe. München: Pearson Education Deutschland GmbH 2004.
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