Navigation:


Die Legende des Nikolaus von Myra

Die Legende des Nikolaus von Myra
Unterrichtsentwurf
Datum: 18. November 2007 Autor: navia Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

DownloadVorschauKommentar schreibenAbonnieren



Beschreibung:

Diese Unterrichtsstunde dreht sich um das Thema "Nikolaus von Myra". Die SchülerInnen lernen die Legende des Nikolaus kennen. Das alljährlich wiederkehrende Fest des heiligen Nikolaus ist immer wieder aktuell und kann für den Deutschunterricht in der ersten Klasse - passend zur Jahreszeit - verwendet werden. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


Download melden

Die Legende des Nikolaus von Myra


Die Legende des Nikolaus von Myra

Inhalt:

1. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen
1.1 Klärung des Unterrichtsgegenstands
1.1.1 Der Heilige Nikolaus von Myra
1.1.2 Die Legende
1.1.3 Gedichte im Anfangsunterricht
1.2 Didaktische Überlegungen
1.2.1 Die Bedeutung des Themas für die Schüler
1.2.2 Lehrplanbezug

2. Ziele des Unterrichts

3. Überlegungen zum Lehr-/Lernprozess

4. Stundenverlaufsplan

5. Reflexion

Literatur

1. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen

1.1 Klärung des Unterrichtsgegenstands

1.1.1 Der Heilige Nikolaus von Myra

Der Heilige Nikolaus von Myra, in der katholischen Kirche auch Nikolaus von Bari genannt, wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenig historisch belegte Tatsachen. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter die Armen verteilt haben, wodurch viele verschiedene Legenden über ihn entstanden. [1]

An dieser Stelle möchte ich auf die Brauchtümer zum Nikolaus-Tag verzichten, da ich diese beim Leser als bekannt voraussetze.
nach oben

1.1.2 Die Legende

Die Legende stellt eine „volkstümliche“[2] literarische Kurzform dar und verfügt somit über einen überschaubaren Umfang. Hierdurch eignet sich diese ideal für den Literaturunterricht.[3]

Ursprünglich stammt der Begriff der Legende aus dem Lateinischen „legendum“ = das zu Lesende; ein Text, der zu lesen ist. Seine Inhalte sind gekennzeichnet durch Geschichten über das Leben und Wirken von Heiligen. Im Weiteren Sinn bezeichnet der Begriff aber auch zeitlich weit zurückliegende, historisch nicht greifbare bedeutende Ereignisse. Der tugendhafte Lebenswandel und die Wunder, die der Heilige vollbracht haben soll, sind wichtiger Bestandteil der Legende. Dabei war die Tatsache, ob der oder die Heilige tatsächlich gelebt hatte, nebensächlich. Schon in den Apokryphen und in den Apostelgeschichten sind Legenden zu finden.[4]

Im Deutschunterricht werden Legenden, wie auch Sagen, häufig eher vernachlässigt, da sie an Märchen gemessen werden. Allerdings können sie einen entscheidenden Beitrag zur „Völkerverbindung“ liefern, in dem sie in den verschiedenen Kultur- und Religionsbereichen kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen können. Somit dienen sie der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.[5]
nach oben

1.1.3 Gedichte im Anfangsunterricht

Was ist Kinderlyrik?

Nach Reger sind unter Kinderlyrik Texte zu verstehen:

- „die in gebundener, nicht unbedingt gereimter Sprache
- und in einer bestimmten Form
- von Kindern und Erwachsenen
- für Kinder vom Kleinkindalter bis hin zu etwa 10 Jahren“ verfasst
- und von Heranwachsenden in der genannten Altersspanne rezipiert werden.[6]

Wichtigste Ausdrucksformen der Kinderlyrik sind:[7]

- Kinderreim
- Traditionelles Kindergedicht
- Kinderlied
- Kinder-Spiellied
- Sprachspiel (z.B. Piktogramme, Ideogramme und Typogramme als Teile der experimentellen Lyrik)
- Realitätskritisches Gedicht

Kennzeichen von Kinderlyrik:

Die traditionelle Kinderlyrik verfügt über einen verhältnismäßig festen metrischen Rahmen mit Endreim. Der Reim hat meist die Funktion als Gedächtnisstütze zu dienen. So ergibt sich, dass etwa 95% der Kinderlyrik in gereimter Form vorliegt.

Generell ist festzustellen, dass der Kinderreim Kurzzeilen mit 2, 3 oder 4 Hebungen bevorzugt. Das metrische Schema wird von Trochäen, Jamben und Daktylen bestimmt, was jedoch selten im ganzen Gedicht durchgehalten ist.

Die Reime werden in einer Art Sprechgesang vorgetragen. So liegt die Verbindung von Kinderlyrik und Musik nahe. Zum besseren Sprechen wird die Silbenzahl, wenn nötig, z.B. durch Apostrophierung eines Vokals dem Metrum angepasst. Die beliebteste Reimform der Kinderlyrik ist der Paarreim. Rhythmus, Melodie, Klänge, Wiederholungen, Kontraste sind wesentliche Kennzeichen der Kinderlyrik.[8]

Seitdem es Lesebücher gibt, werden jüngeren Schulkindern kindgemäße Gedichte angeboten, aber die Vorstellung davon, was kindgemäß ist, wandelt sich. War traditionelle Kinderlyrik noch von Erwachsenen verfasste Lyrik für Kinder so versteht man heute auch Gedichte von Kindern darunter. Dies entspricht dem Trend zum Adressaten- d.h. Schülerbezug.[9]

Kinderlyrik kann man dementsprechend nach ihrer Entstehung wie folgt unterscheiden:[10]

- anonyme volkstümliche Reime, Gedichte, Lieder und Rätsel für Kinder ( vor allem durch Texte Erwachsener geprägt)
- von Kindern verfasste Texte (bewusste Produktionen von Grundschülern, meist auf Anregung sowie unter Anleitung und Hilfestellung der Lehrperson)
- Kinderlyrik von Erwachsenen für Heranwachsende
- Gedichte für Erwachsene, die ohne Änderung Kinderlyrik wurden

Warum Gedichte im Anfangsunterricht?

Das oberste inhaltliche Lernziel von Gedichten im Anfangsunterricht ist Literaturkompetenz. Diese besitzen ansatzweise alle Kinder; doch sie entwickelt sich und muss im Literaturunterricht gefördert werden.

Für die Entwicklung der Literaturkompetenz ist die Familie von großer Bedeutung. Doch da Literatur (besonders Lyrik) für Kinder und ihre Eltern fremd geworden ist, steigt die Aufgabe der Schule, den Schülern so früh wie möglich einen Zugang zu Literatur zu verschaffen. So muss die Leseerziehung von Beginn an versuchen, die Neugierde des Leseanfängers wach zu halten. Lyrik bietet dabei u.a. den Vorteil der Kürze.[11]

Das Lesen lyrischer Texte gibt vielfältige Anreizmöglichkeiten:[12]

a) als Schlüssel zu einer bunten Fantasiewelt, unter Berücksichtigung des primären Lesebedürfnisses der Kinder nach Spaß und Spannung
b) als Anregung und Ermutigung zu einer aktiven wie auch produktiven Lesehaltung und sprachlicher Kreativität
c) als Erfahrung, dass man besondere Gedichte mit seinen Problemen, Interessen und Bedürfnissen in Beziehung setzten kann
d) als individuelles Lese-Erfolgserlebnis

Auch das Umsetzen von literarischen Vorlagen in Bild, Spiel, Tanz und Gesang sowie Möglichkeiten eigener sprachlicher Gestaltung motivieren Erstleser sehr.

Somit können bei den Schülern positive Assoziationen bezüglich des Lesens entstehen, welche zu einer anhaltenden Lesemotivation führen können.

Der Spieltrieb der Kinder wird genutzt und zugleich Feinmotorik ausgebildet. Des Weiteren kann das rhythmische Empfinden befriedigt und die ursprüngliche Freude an Sprache gesteigert werden. Durch die Vermittlung von Freude und Genuss am Lesen können Kinder in ihrer Bereitschaft auch außerschulisch zu lesen, gestärkt werden.[13] Somit finden ein erstes ästhetisches Erleben und eine Sensibilisierung für die Besonderheiten und Möglichkeiten der Sprache statt, denn man kann mit lyrischen Texten:[14]

- erfahren, dass sich hinter wenigen Sätzen große Geschichten verbergen.
- staunen über die Treffsicherheit mit wenigen Worten.
- sich freuen an Wiederholungen, Übersteigerungen, Metaphern, Klängen und Rhythmen.
- Lust am Spiel mit der Sprache erleben und sich unterhalten lassen.
- spüren, dass sie sich mit eigenen Problemen, Interessen und Bedürfnissen in Beziehung setzen lassen.
- fühlen, dass Gedichte Stimmungen auslösen: Betroffenheit, Erleichterung, Wut, Trauer, Hoffnung usw.
- merken, dass gedruckte Worte auf Fragen Antworten geben können, aber auch neue Fragen aufwerfen, nachdenklich machen, angreifen, anklagen und verspotten.
nach oben

1.2 Didaktische Überlegungen

Der Lehrperson kann es nur dann gelingen Leseneugier zu wecken, wenn sie versucht handlungsorientierte Schülerinteressen aufzugreifen. Aus diesem Grund sind abwechslungsreiche Methoden der Texterschließung wichtig.

Lyrik für Kinder ermöglicht besonders Selbsttätigkeit und subjektive Auseinander-setzung, in dem sie neue Gedanken anregt, die Möglichkeit zur Kommunikation mit anderen eröffnet und zum Handeln auffordert. „Denke, sprich, erzähle, träume, verändere, gestalte!“ sind Angebote für Schüler, die es beim kindlichen Umgang mit Gedichten zu realisieren gilt. So kann Lyrik Bedürfnisse nach Spaß und Spannung befriedigen, lässt Lust am Spiel mit der Sprache erleben und ermöglicht entdeckendes Lernen. Denn Kinder eignen sich Texte an, indem sie zu ihnen malen, singen, sie spielerisch umsetzen, sie rhythmisch begleiten, sie sich vorsprechen, mit ihnen experimentieren und zu ihnen schreiben.[15]

Will man Texte mit Schülern auswendig lernen, so ist es am effektivsten, wenn man ein (mehrstrophiges) Gedicht immer wieder ganz durchliest oder spricht. Dies wird in der Lernpsychologie „G-Methode“ („Whole-Method“) genannt.[16] Diese Methode dauert zwar relativ lange, jedoch können Kinder hierdurch den Ablauf des Ganzen Textes erfassen.
nach oben

1.2.1 Die Bedeutung des Themas für die Schüler

Gegenwartsbedeutung

Jedes Kind hat aufgrund von Erzählungen eine eigene Vorstellung vom Nikolaus. Diese Vorstellungen sind zum Teil sehr unterschiedlich, da nicht alle Schüler aus einen christlich geprägten Land stammen. Da der Großteil der Schüler schon persönliche Erfahrungen mit dem Nikolaus gemacht hat, hat das Thema für sie eine hohe emotionale Bedeutung. Sie teilen gerne dem Rest der Klasse ihre Erlebnisse mit. Des Weiteren können die Schüler im Laufe des Unterrichts begreifen, dass es schön ist, sich um andere zu kümmern, wenn es ihnen schlecht geht.

Zukunftsbedeutung

Die Schüler beginnen allmählich zu lernen, sich auf eine Geschichte zu konzentrieren und deren Inhalt in eigenen Worten wieder zu geben. Dies stellt eine wichtige Kompetenz dar.

Weiterhin lernen die Schüler ein Gedicht kennen, da dies heutzutage in den Familien immer mehr in den Hintergrund gerät. Die Schule muss diesbezüglich einen großen Teil der Schaffung einer Lesekompetenz übernehmen, da viele Eltern selbst über keinen Bezug mehr zur Literatur verfügen.
nach oben

1.2.2 Lehrplanbezug

Das Unterrichtsthema kann u.a. in den Arbeitsbereich 1: „Miteinander sprechen“ eingegliedert werden. Dieser trifft beispielsweise in den geplanten Unterrichts-gesprächen zu, in denen die Schüler die Möglichkeit haben ihre Assoziationen zu einem Thema zu äußern.

Des Weiteren ist der Arbeitsbereich 2: „Lesen und Verstehen“ im Unterrichtszusammenhang zu nennen. Dies wird durch das Hören der Legende sowie des Gedichtes möglich.

Auch der Arbeitsbereich 4: „Schreiben: Schreiben und Gestalten“ ist von unserem Unterricht betroffen, da die Schüler einen Text mit Hilfe von Piktogrammen, zum besseren Verstehen, gestalten.
nach oben

2. Ziele des Unterrichts

Richtziel:

Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnisse über die Legende des Nikolaus von Myra erlangen. Des Weiteren sollen sie das Gedicht „Guter Nikolaus“ kennen lernen.

Grobziel:

Die Schülerinnen und Schüler sollen die Legende des Nikolaus von Myra verstehen und das Gedicht „Guter Nikolaus“ kennen lernen. Des Weiteren sollen die Schülerinnen und Schüler Freude an dem Klang des Gedichtes empfinden können.

Feinziele:

Kognitive Zieldimension:

Die Schülerinnen und Schüler

- lernen den Hintergrund des Nikolaus-Tages kennen.
- verstehen die Legende des Nikolaus von Myra.
- üben Zusammenhänge zwischen Bild und Text zu erkennen.

Affektive Zieldimension:

Die Schülerinnen und Schüler

- sollen sich in die damalige Situation der hungernden Menschen hineinversetzten können.
- sollen erkennen, dass Weizen für die Menschen der damaligen Zeit sehr wichtig war.
- Sollen Freude im Umgang mit Gedichten empfinden.

Kommunikative Zieldimension:

Die Schülerinnen und Schüler

- sollen über die soziale Kompetenz erlangen den Inhalt der Legende wieder zu geben.
- sollen ihre Erfahrungen mit dem Nikolaus-Tag an ihre Mitschüler weitergeben.
- sollen versuchen das Gedicht rhythmisch nachzusprechen.
nach oben

3. Überlegungen zum Lehr-/ Lernprozess

Unterrichtsschritte und Sozialformen:

Um W-Fragen zu vermeiden und um eine gewisse Spannung bei den Schülern aufzubauen, findet der Einstieg der Unterrichtstunde in Form eines Stillen Impulses statt.

Anschließend wird in Phase 1 mit Hilfe des Klassengesprächs die Motivation der Schüler gesteigert, in dem ein Großteil der Klasse sein Wissen bzw. seine Erfahrungen zum Thema mitteilen kann.

Durch die darauf folgende Erzählung der Legende des Nikolaus von Myra soll bei den Schülern das sinnentnehmende Zuhören sowie das Nacherzählen in eigenen Worten gestärkt werden. Das weitere Ziel ist, bleibende Eindrücke in den Gedächtnissen der Schüler zu erzeugen. Dies soll unter anderem durch ein besonders lebendiges Vorlesen erreicht werden. Um das anschließend geplante Nacherzählen der Legende für die Schüler zu erleichtern, wird von der Lehrperson ein Bild der in der Legende beschriebenen Begebenheit auf den Visualizer gelegt. Hierbei soll den Schülern, wie auch zu Beginn der Unterrichtsstunde Zeit gegeben werden, sich das Bild ausgiebig zu betrachten. In diesem Zusammenhang werden den Schülern unbekannte Begriffe erläutert, um das Textverständnis zu verbessern und den Wortschatz zu erweitern.

Um die in der Legende beschriebene Not der Menschen besser nachvollziehen zu können, bietet sich anschließend ein kleiner fächerverbindender Exkurs an. Ziel und Zweck ist es die Bedeutung des Weizens für die Menschen der damaligen Zeit zu verdeutlichen. So bekommen die Schüler nicht nur die Möglichkeit mit Weizen in Berührung zu kommen, dessen Wichtigkeit zu erkennen, sondern auch den wesentlichen Inhalt der Legende zu verstehen. Der Sinn besteht hierbei darin, einen Gegenwartsbezug des Themas herzustellen. Durch nochmaliges Erfragen des Inhaltes der Legende soll das Wissen der Schüler gefestigt, sowie diese Unterrichtsphase abgerundet werden.

Im Anschluss an die Hofpause soll den Schülern Albert Sergels Gedicht „Weihnachtsnüsse“ präsentiert werden. Zur Hinführung dient dabei, dass die Schüler ihnen bekannte Gedichte zum Nikolaus-Tag vortragen. Im weiteren Verlauf erläutert die Lehrperson, dass sie den Schülern ein Gedicht beibringen will, damit alle mindestens eines kennen.

Die Lehrperson liest nun das oben genannte Gedicht vor. Anschließend wird das im Anhang angefügte Arbeitsblatt ausgeteilt. Auf diesem ist der Text des Gedichtes zu finden, welcher ausschließlich in Großbuchstaben abgedruckt wurde, da die Schüler im Unterricht bisher nur diese kennen lernten. Dieses Arbeitsblatt soll nun mit Piktogrammen versehen werden, um den schwächeren Schülern den Inhalt des Gedichtes nochmals näher zu bringen und sie beim Erlesen des Textes zu unterstützen. Anschließend wird das Gedicht von der Lehrperson zur Wiederholung nochmals vorgelesen.

Abschließend ist noch das Aufräum-Ritual zu nennen, bei dem die Schüler ihre Sachen in dem Ranzen verstauen, ihre T-Shirts wegräumen, ihre Stühle hochstellen sowie ihre Jacken holen. Die Lehrpersonen koordinieren dabei den Ablauf.

Medien:

Im gesamten Unterricht verwende ich hauptsächlich den Visualizer, da der dieser aus dem Blickwinkel des jeweiligen Schülers gut einsehbar ist. Im Falle eines unvorhergesehenen Defektes des Visualizers besteht die Möglichkeit, das Bild des Nikolauses durch die Reihen zu geben. Für die Bearbeitung des darauf folgenden Gedichtes ist die Verwendung des Visualizers nicht bindend.
nach oben

4. Stundenverlaufsplan

Unterrichtseinheit: Nikolaus

Stundenthema: Die Legende des Nikolaus von Myra

Stundenziel: Die SchülerInnen die Legende des Nikolaus von Myra kennen. Sie sollen des Weiteren das Gedicht kennen lernen.

Stundenspezifische Voraussetzungen: Die SchülerInnen kennen den Nikolaustag und die Gestalt des Nikolaus.

Klasse: 1

Fach: Deutsch

ZeitUnter-
richts
-schritt
Lehrer-
aktivität
Schüler-
ktivität
Ziel &
Begründung
Unter-
richts
-form
5
min.
Begrüs-
sung
L. begrüßen
S, stellen sich
ihnen nach-
einander
vor und notieren
ihre Namen an
der Tafel
S begrüßen L.Frontal-
unter-
richt
10
min.
Einführ-
ung
L. legt das Bild
auf den Visualizer
und wartet auf
die Reaktionen
der S.

L. ruft S einzeln
auf.

L.: „Was wisst
ihr denn vom
Nikolaus?“
S erarbeiteten
das Stunden-
thema
durch die Be-
trachtung
des Bildes1 und
dessen Be-
sprechung
Der Stille
Impuls soll
bei den S
Interesse
wecken mehr
über das
Thema zu
erfahren,
ihnen
Zeit geben
sich
auf das
Thema
einzustellen
und darüber
nachzu-
denken.
Stiller
Impuls
20
min.
Hinführ-
ung
Erarbeit-
ung
L: „Ich will euch
jetzt eine
Geschichte
erzählen.“

LL. liest den S
die Legende vor.

L. legt das Bild
auf den Visualizer.

L. koordiniert
Schüler-
ergebnisse.

LL. erläutert den
S unbekannte
Begriffe der
Legende. Sie
gibt den S Tipps
bei der
Bedeutungs-
findung, falls
sie diese nicht
selbst finden
können.

L.: „Was ist
ein Bischof?“

L.: „Was sind
denn Seeleute?“

L.: „Warum ist
das Getreide
so wichtig für
die Menschen?“

LL. zeigt den S
den Weizen.
S hören der L.
zu und be-
trachten
Bild2
S finden die
erwähnten
Sach-
verhalte auf
dem Bild2 und
benennen diese.

Die S erläutern
die erfragten
Begriffe.

Mit der
Legende
sollen die S
den
Hintergrund
des
Nikolaus-
tages
kennen lernen.
Sie sollen des
Weiteren die
im Text
erwähnten
Sachverhalte
auf
dem Bild2
finden.
Ziel hierbei ist
es das Text-
verständnis der
S und ihre
sinn-
entnehmende
Betrachtungs-
weise zu
stärken.
Des Weiteren
sollen die S den
Inhalt des
Textes
in eigene
Worte fassen.
Durch
die Begriffs-
erläuterungen
soll der Inhalt
der Legende
nochmals
verdeutlicht
werden. Zudem
wird der
Wortschatz der
Schüler
erweitert und
ein fächer-
übergreifender
Bezug
hergestellt.

Frontal-
unter-
richt
Unter-
richts-
gespräch
Unter-
richts-
espräch
8
min.
Festig-
ung
L.: „Wer kann
mir jetzt noch
einmal erzählen,
was der Bischof
Nikolaus alles
getan hat um
den Menschen
in seiner Stadt
zu helfen?“

LL. ruft einzelne
S auf.

L. koordiniert
die Schüler-
ergebnisse.
Die S melden
sich.

Die auf-
gerufenen
S erzählen die
Legende nach.
Durch das
wiederholte
Hören der
Legende wird
diese gefestigt.
Außerdem
verbessern
die S das
o.g. Text-
verständnis.
Frontal-
unter-
richt
17
min.
PauseLL. schickt die
S nacheinander
ihre Jacken
holen.
Die S holen
nacheinander
ihre Jacken.
Eine Pause
erachten
wir an dieser
Stelle als
sinnvoll, da
die S eine
Erholungs-
phase
benötigen,
um somit
wieder
bereit für
eine neue
Arbeits-
phase
zu sein.
20
min.
Erarbeit-
ung
L. teilt das
AB aus.

L: „Was macht
ihr als erstes?“
L. legt das AB
auf Visualizer.

L. liest Gedicht
vor.

L.: Holt euch
einen Stift
aus dem
Mäppchen.“

L.: „Wer liest
mir jetzt den
ersten Vers
noch einmal
vor?“

L.: „Welches
Bild kann man
hinter den
ersten Vers
malen?“

L. stempelt
in zwischen-
zeitlich das
Datum auf
das AB.

L.: „Was
müssen wir
jetzt am
Ende der
Stunde mit
dem AB
machen?“

Puffer:

L.: „Ihr dürft
auf die
Rückseite
eures Blattes
einen
Nikolaus
malen.“
S melden sich.

S teilen dem L.
mit, dass
zunächst
der Name des
jeweiligen
Schülers
auf das AB
notiert
werden muss.

S holen einen
Stift
aus ihrem
Mäppchen.

S melden sich.

S lesen jeweils
einen Vers des
Gedichtes vor
und
machen
Vorschläge
zur bildlichen
Gestaltung
des AB.

S malen den
genannten
Vorschlag hinter
den jeweiligen
Vers.

S melden sich
und
teilen der L.
mit,
dass das AB
nun
in den Ordner
geheftet
werden
muss.

Die S malen
auf
die Rück-
seite
des AB
einen
Nikolaus.
Den S soll ein
Gedicht
zum Nikolaus-
tag
präsentiert
werden, da es
sich dabei
um Volksgut
unserer
Gesellschaft
handelt.
Die S sollen
das prosod-
ische
Sprechen
eines
Gedichtes
kennen
lernen und
ihre artikula-
torischen
Fähigkeiten
verbessern.
Des
Weiteren soll
durch
die visuelle
Begleitung
des Gedichtes
das
Gedächtnis
der S
unterstützt
werden.
Frontal-
unter-
richt
Frei-
arbeit

Medien: Tafel, Visualizer, Arbeitsblätter, Weizen, Bilder
nach oben

5. Reflexion

Aus meiner Sicht verlief die geplante Unterrichtsstunde zufrieden stellend. Die Schüler waren nach dem Einstieg in Form des Stillen Impulses sehr motiviert, so dass einige Schüler ihre Erfahrungen zum Thema preisgeben konnten. Um unser Stundenziel nicht zu verfehlen, brachen wir das Klassengespräch nach einiger Zeit ab, obwohl es bestimmt noch schön gewesen wäre, wenn sich alle Schüler hätten einbringen können.

Nach dem Vorlesen der Legende hätte man mehr Raum für Schüleräußerungen lassen sollen, um spontane Ideen der Schüler nicht zu unterdrücken. Auch war in diesem Zusammenhang die Stellung des Fernsehers nicht für alle Schüler optimal gelöst. Das nächste Mal sollte die Position des Fernsehers zuvor ausgiebig getestet werden, damit alle Schüler einen möglichst freien Blick darauf erhalten können. Auch hätten in der Unterrichtsstunde besondere Bildelemente per Zoom am Visualizer betont werden können, um den Schülern das Erkennen des Bild-/ Textzusammenhangs zu erleichtern.

Im Ganzen waren die Schüler viel schneller, als von der Lehrperson vermutet. Dies wurde besonders bei der Präsentation des Gedichtes deutlich. Die Schüler sprachen bereits beim zweiten Vorlesen erstaunlich gut, so dass es sich in besonderem Maße anbot, die Freude der Schüler dabei zu nutzen und das Gedicht weiter zu üben.

Das Zeichnen der Piktogramme am Ende der Stunde, fiel vielen Kindern schwer. Möglicherweise lag das schleppende Unterrichtstempo daran, dass sich die Lehrpersonen zuvor konkrete Piktogramme überlegt hatten auf welche sie hinaus wollten. Auch fehlte manchen Schülern, besonders Amy und Ian, die Motivation Piktogramme zu zeichnen, da sie das Gedicht auch ohne deren Unterstützung lesen konnten.
nach oben

Fußnoten:
[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/ wiki/Nikolaus_von_Myra (letzter Zugriff 16.1.2006)
[2] Vgl. Haas, Gerhard (1985), S.20
[3] Vgl. Ziesenis, Werner (1998), S.532 f.
[4] nach Zirbs (1998), S.223
[5] Vgl. Haas (1985), S.22
[6] Reger (2000), S.1
[7] Vgl. ebd. S.1-13
[8] Vgl. Franz (1979), S.74-88
[9] Vgl. Hassenstein (1998), S.633
[10] Reger (2000), S.28-33
[11] Vgl. Selnar (1998), S.17/18 und Dietrich (2002), S.258
[12] ebd. S.12
[13] Vgl. Franz (1979), S.139, S.146/147 und Hassenstein (1998), S.633
[14] Selnar (1998), S. 18/19
[15] Selnar (1998), S.22
[16] Reichgeld (1993), S.11
nach oben

Literatur:
- ebd.
- Franz (1979)
- Haas (1985)
- Hassenstein (1998)
- Reger (2000)
- Reichgeld, Manfred - Gedichte in der Grundschule, Oldenbourg (1993)
- Selnar, Petra - Kinder begegnen Gedichten, Oldenbourg Schulbuchverlag (Juli 1998)
- Ziesenis, Werner (1998)
- Zirbs (1998)
- http://de.wikipedia.org/wiki/ Nikolaus_von_Myra (letzter Zugriff 16.1.2006)
nach oben

 



Kommentare (0)


Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Material!
Kommentar schreiben