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Die Legende des Nikolaus von Myra
Datum: 18. November 2007 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Diese Unterrichtsstunde dreht sich um das Thema "Nikolaus von Myra". Die SchülerInnen lernen die Legende des Nikolaus kennen. Das alljährlich wiederkehrende Fest des heiligen Nikolaus ist immer wieder aktuell und kann für den Deutschunterricht in der ersten Klasse - passend zur Jahreszeit - verwendet werden. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Die Legende des Nikolaus von Myra
Die Legende des Nikolaus von Myra
Inhalt:
1. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen
1.1 Klärung des Unterrichtsgegenstands
1.1.1 Der Heilige Nikolaus von Myra
1.1.2 Die Legende
1.1.3 Gedichte im Anfangsunterricht
1.2 Didaktische Überlegungen
1.2.1 Die Bedeutung des Themas für die Schüler
1.2.2 Lehrplanbezug
2. Ziele des Unterrichts
3. Überlegungen zum Lehr-/Lernprozess
4. Stundenverlaufsplan
5. Reflexion
Literatur
1. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen
1.1 Klärung des Unterrichtsgegenstands
1.1.1 Der Heilige Nikolaus von Myra
Der Heilige Nikolaus von Myra, in der katholischen Kirche auch Nikolaus von Bari genannt, wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenig historisch belegte Tatsachen. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter die Armen verteilt haben, wodurch viele verschiedene Legenden über ihn entstanden. [1]
An dieser Stelle möchte ich auf die Brauchtümer zum Nikolaus-Tag verzichten, da ich diese beim Leser als bekannt voraussetze.
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1.1.2 Die Legende
Die Legende stellt eine „volkstümliche“[2] literarische Kurzform dar und verfügt somit über einen überschaubaren Umfang. Hierdurch eignet sich diese ideal für den Literaturunterricht.[3]
Ursprünglich stammt der Begriff der Legende aus dem Lateinischen „legendum“ = das zu Lesende; ein Text, der zu lesen ist. Seine Inhalte sind gekennzeichnet durch Geschichten über das Leben und Wirken von Heiligen. Im Weiteren Sinn bezeichnet der Begriff aber auch zeitlich weit zurückliegende, historisch nicht greifbare bedeutende Ereignisse. Der tugendhafte Lebenswandel und die Wunder, die der Heilige vollbracht haben soll, sind wichtiger Bestandteil der Legende. Dabei war die Tatsache, ob der oder die Heilige tatsächlich gelebt hatte, nebensächlich. Schon in den Apokryphen und in den Apostelgeschichten sind Legenden zu finden.[4]
Im Deutschunterricht werden Legenden, wie auch Sagen, häufig eher vernachlässigt, da sie an Märchen gemessen werden. Allerdings können sie einen entscheidenden Beitrag zur „Völkerverbindung“ liefern, in dem sie in den verschiedenen Kultur- und Religionsbereichen kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen können. Somit dienen sie der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.[5]
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1.1.3 Gedichte im Anfangsunterricht
Was ist Kinderlyrik?
Nach Reger sind unter Kinderlyrik Texte zu verstehen:
- „die in gebundener, nicht unbedingt gereimter Sprache
- und in einer bestimmten Form
- von Kindern und Erwachsenen
- für Kinder vom Kleinkindalter bis hin zu etwa 10 Jahren“ verfasst
- und von Heranwachsenden in der genannten Altersspanne rezipiert werden.[6]
Wichtigste Ausdrucksformen der Kinderlyrik sind:[7]
- Kinderreim
- Traditionelles Kindergedicht
- Kinderlied
- Kinder-Spiellied
- Sprachspiel (z.B. Piktogramme, Ideogramme und Typogramme als Teile der experimentellen Lyrik)
- Realitätskritisches Gedicht
Kennzeichen von Kinderlyrik:
Die traditionelle Kinderlyrik verfügt über einen verhältnismäßig festen metrischen Rahmen mit Endreim. Der Reim hat meist die Funktion als Gedächtnisstütze zu dienen. So ergibt sich, dass etwa 95% der Kinderlyrik in gereimter Form vorliegt.
Generell ist festzustellen, dass der Kinderreim Kurzzeilen mit 2, 3 oder 4 Hebungen bevorzugt. Das metrische Schema wird von Trochäen, Jamben und Daktylen bestimmt, was jedoch selten im ganzen Gedicht durchgehalten ist.
Die Reime werden in einer Art Sprechgesang vorgetragen. So liegt die Verbindung von Kinderlyrik und Musik nahe. Zum besseren Sprechen wird die Silbenzahl, wenn nötig, z.B. durch Apostrophierung eines Vokals dem Metrum angepasst. Die beliebteste Reimform der Kinderlyrik ist der Paarreim. Rhythmus, Melodie, Klänge, Wiederholungen, Kontraste sind wesentliche Kennzeichen der Kinderlyrik.[8]
Seitdem es Lesebücher gibt, werden jüngeren Schulkindern kindgemäße Gedichte angeboten, aber die Vorstellung davon, was kindgemäß ist, wandelt sich. War traditionelle Kinderlyrik noch von Erwachsenen verfasste Lyrik für Kinder so versteht man heute auch Gedichte von Kindern darunter. Dies entspricht dem Trend zum Adressaten- d.h. Schülerbezug.[9]
Kinderlyrik kann man dementsprechend nach ihrer Entstehung wie folgt unterscheiden:[10]
- anonyme volkstümliche Reime, Gedichte, Lieder und Rätsel für Kinder ( vor allem durch Texte Erwachsener geprägt)
- von Kindern verfasste Texte (bewusste Produktionen von Grundschülern, meist auf Anregung sowie unter Anleitung und Hilfestellung der Lehrperson)
- Kinderlyrik von Erwachsenen für Heranwachsende
- Gedichte für Erwachsene, die ohne Änderung Kinderlyrik wurden
Warum Gedichte im Anfangsunterricht?
Das oberste inhaltliche Lernziel von Gedichten im Anfangsunterricht ist Literaturkompetenz. Diese besitzen ansatzweise alle Kinder; doch sie entwickelt sich und muss im Literaturunterricht gefördert werden.
Für die Entwicklung der Literaturkompetenz ist die Familie von großer Bedeutung. Doch da Literatur (besonders Lyrik) für Kinder und ihre Eltern fremd geworden ist, steigt die Aufgabe der Schule, den Schülern so früh wie möglich einen Zugang zu Literatur zu verschaffen. So muss die Leseerziehung von Beginn an versuchen, die Neugierde des Leseanfängers wach zu halten. Lyrik bietet dabei u.a. den Vorteil der Kürze.[11]
Das Lesen lyrischer Texte gibt vielfältige Anreizmöglichkeiten:[12]
a) als Schlüssel zu einer bunten Fantasiewelt, unter Berücksichtigung des primären Lesebedürfnisses der Kinder nach Spaß und Spannung
b) als Anregung und Ermutigung zu einer aktiven wie auch produktiven Lesehaltung und sprachlicher Kreativität
c) als Erfahrung, dass man besondere Gedichte mit seinen Problemen, Interessen und Bedürfnissen in Beziehung setzten kann
d) als individuelles Lese-Erfolgserlebnis
Auch das Umsetzen von literarischen Vorlagen in Bild, Spiel, Tanz und Gesang sowie Möglichkeiten eigener sprachlicher Gestaltung motivieren Erstleser sehr.
Somit können bei den Schülern positive Assoziationen bezüglich des Lesens entstehen, welche zu einer anhaltenden Lesemotivation führen können.
Der Spieltrieb der Kinder wird genutzt und zugleich Feinmotorik ausgebildet. Des Weiteren kann das rhythmische Empfinden befriedigt und die ursprüngliche Freude an Sprache gesteigert werden. Durch die Vermittlung von Freude und Genuss am Lesen können Kinder in ihrer Bereitschaft auch außerschulisch zu lesen, gestärkt werden.[13] Somit finden ein erstes ästhetisches Erleben und eine Sensibilisierung für die Besonderheiten und Möglichkeiten der Sprache statt, denn man kann mit lyrischen Texten:[14]
- erfahren, dass sich hinter wenigen Sätzen große Geschichten verbergen.
- staunen über die Treffsicherheit mit wenigen Worten.
- sich freuen an Wiederholungen, Übersteigerungen, Metaphern, Klängen und Rhythmen.
- Lust am Spiel mit der Sprache erleben und sich unterhalten lassen.
- spüren, dass sie sich mit eigenen Problemen, Interessen und Bedürfnissen in Beziehung setzen lassen.
- fühlen, dass Gedichte Stimmungen auslösen: Betroffenheit, Erleichterung, Wut, Trauer, Hoffnung usw.
- merken, dass gedruckte Worte auf Fragen Antworten geben können, aber auch neue Fragen aufwerfen, nachdenklich machen, angreifen, anklagen und verspotten.
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1.2 Didaktische Überlegungen
Der Lehrperson kann es nur dann gelingen Leseneugier zu wecken, wenn sie versucht handlungsorientierte Schülerinteressen aufzugreifen. Aus diesem Grund sind abwechslungsreiche Methoden der Texterschließung wichtig.
Lyrik für Kinder ermöglicht besonders Selbsttätigkeit und subjektive Auseinander-setzung, in dem sie neue Gedanken anregt, die Möglichkeit zur Kommunikation mit anderen eröffnet und zum Handeln auffordert. „Denke, sprich, erzähle, träume, verändere, gestalte!“ sind Angebote für Schüler, die es beim kindlichen Umgang mit Gedichten zu realisieren gilt. So kann Lyrik Bedürfnisse nach Spaß und Spannung befriedigen, lässt Lust am Spiel mit der Sprache erleben und ermöglicht entdeckendes Lernen. Denn Kinder eignen sich Texte an, indem sie zu ihnen malen, singen, sie spielerisch umsetzen, sie rhythmisch begleiten, sie sich vorsprechen, mit ihnen experimentieren und zu ihnen schreiben.[15]
Will man Texte mit Schülern auswendig lernen, so ist es am effektivsten, wenn man ein (mehrstrophiges) Gedicht immer wieder ganz durchliest oder spricht. Dies wird in der Lernpsychologie „G-Methode“ („Whole-Method“) genannt.[16] Diese Methode dauert zwar relativ lange, jedoch können Kinder hierdurch den Ablauf des Ganzen Textes erfassen.
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1.2.1 Die Bedeutung des Themas für die Schüler
Gegenwartsbedeutung
Jedes Kind hat aufgrund von Erzählungen eine eigene Vorstellung vom Nikolaus. Diese Vorstellungen sind zum Teil sehr unterschiedlich, da nicht alle Schüler aus einen christlich geprägten Land stammen. Da der Großteil der Schüler schon persönliche Erfahrungen mit dem Nikolaus gemacht hat, hat das Thema für sie eine hohe emotionale Bedeutung. Sie teilen gerne dem Rest der Klasse ihre Erlebnisse mit. Des Weiteren können die Schüler im Laufe des Unterrichts begreifen, dass es schön ist, sich um andere zu kümmern, wenn es ihnen schlecht geht.
Zukunftsbedeutung
Die Schüler beginnen allmählich zu lernen, sich auf eine Geschichte zu konzentrieren und deren Inhalt in eigenen Worten wieder zu geben. Dies stellt eine wichtige Kompetenz dar.
Weiterhin lernen die Schüler ein Gedicht kennen, da dies heutzutage in den Familien immer mehr in den Hintergrund gerät. Die Schule muss diesbezüglich einen großen Teil der Schaffung einer Lesekompetenz übernehmen, da viele Eltern selbst über keinen Bezug mehr zur Literatur verfügen.
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1.2.2 Lehrplanbezug
Das Unterrichtsthema kann u.a. in den Arbeitsbereich 1: „Miteinander sprechen“ eingegliedert werden. Dieser trifft beispielsweise in den geplanten Unterrichts-gesprächen zu, in denen die Schüler die Möglichkeit haben ihre Assoziationen zu einem Thema zu äußern.
Des Weiteren ist der Arbeitsbereich 2: „Lesen und Verstehen“ im Unterrichtszusammenhang zu nennen. Dies wird durch das Hören der Legende sowie des Gedichtes möglich.
Auch der Arbeitsbereich 4: „Schreiben: Schreiben und Gestalten“ ist von unserem Unterricht betroffen, da die Schüler einen Text mit Hilfe von Piktogrammen, zum besseren Verstehen, gestalten.
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2. Ziele des Unterrichts
Richtziel:
Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnisse über die Legende des Nikolaus von Myra erlangen. Des Weiteren sollen sie das Gedicht „Guter Nikolaus“ kennen lernen.
Grobziel:
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Legende des Nikolaus von Myra verstehen und das Gedicht „Guter Nikolaus“ kennen lernen. Des Weiteren sollen die Schülerinnen und Schüler Freude an dem Klang des Gedichtes empfinden können.
Feinziele:
Kognitive Zieldimension:
Die Schülerinnen und Schüler
- lernen den Hintergrund des Nikolaus-Tages kennen.
- verstehen die Legende des Nikolaus von Myra.
- üben Zusammenhänge zwischen Bild und Text zu erkennen.
Affektive Zieldimension:
Die Schülerinnen und Schüler
- sollen sich in die damalige Situation der hungernden Menschen hineinversetzten können.
- sollen erkennen, dass Weizen für die Menschen der damaligen Zeit sehr wichtig war.
- Sollen Freude im Umgang mit Gedichten empfinden.
Kommunikative Zieldimension:
Die Schülerinnen und Schüler
- sollen über die soziale Kompetenz erlangen den Inhalt der Legende wieder zu geben.
- sollen ihre Erfahrungen mit dem Nikolaus-Tag an ihre Mitschüler weitergeben.
- sollen versuchen das Gedicht rhythmisch nachzusprechen.
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3. Überlegungen zum Lehr-/ Lernprozess
Unterrichtsschritte und Sozialformen:
Um W-Fragen zu vermeiden und um eine gewisse Spannung bei den Schülern aufzubauen, findet der Einstieg der Unterrichtstunde in Form eines Stillen Impulses statt.
Anschließend wird in Phase 1 mit Hilfe des Klassengesprächs die Motivation der Schüler gesteigert, in dem ein Großteil der Klasse sein Wissen bzw. seine Erfahrungen zum Thema mitteilen kann.
Durch die darauf folgende Erzählung der Legende des Nikolaus von Myra soll bei den Schülern das sinnentnehmende Zuhören sowie das Nacherzählen in eigenen Worten gestärkt werden. Das weitere Ziel ist, bleibende Eindrücke in den Gedächtnissen der Schüler zu erzeugen. Dies soll unter anderem durch ein besonders lebendiges Vorlesen erreicht werden. Um das anschließend geplante Nacherzählen der Legende für die Schüler zu erleichtern, wird von der Lehrperson ein Bild der in der Legende beschriebenen Begebenheit auf den Visualizer gelegt. Hierbei soll den Schülern, wie auch zu Beginn der Unterrichtsstunde Zeit gegeben werden, sich das Bild ausgiebig zu betrachten. In diesem Zusammenhang werden den Schülern unbekannte Begriffe erläutert, um das Textverständnis zu verbessern und den Wortschatz zu erweitern.
Um die in der Legende beschriebene Not der Menschen besser nachvollziehen zu können, bietet sich anschließend ein kleiner fächerverbindender Exkurs an. Ziel und Zweck ist es die Bedeutung des Weizens für die Menschen der damaligen Zeit zu verdeutlichen. So bekommen die Schüler nicht nur die Möglichkeit mit Weizen in Berührung zu kommen, dessen Wichtigkeit zu erkennen, sondern auch den wesentlichen Inhalt der Legende zu verstehen. Der Sinn besteht hierbei darin, einen Gegenwartsbezug des Themas herzustellen. Durch nochmaliges Erfragen des Inhaltes der Legende soll das Wissen der Schüler gefestigt, sowie diese Unterrichtsphase abgerundet werden.
Im Anschluss an die Hofpause soll den Schülern Albert Sergels Gedicht „Weihnachtsnüsse“ präsentiert werden. Zur Hinführung dient dabei, dass die Schüler ihnen bekannte Gedichte zum Nikolaus-Tag vortragen. Im weiteren Verlauf erläutert die Lehrperson, dass sie den Schülern ein Gedicht beibringen will, damit alle mindestens eines kennen.
Die Lehrperson liest nun das oben genannte Gedicht vor. Anschließend wird das im Anhang angefügte Arbeitsblatt ausgeteilt. Auf diesem ist der Text des Gedichtes zu finden, welcher ausschließlich in Großbuchstaben abgedruckt wurde, da die Schüler im Unterricht bisher nur diese kennen lernten. Dieses Arbeitsblatt soll nun mit Piktogrammen versehen werden, um den schwächeren Schülern den Inhalt des Gedichtes nochmals näher zu bringen und sie beim Erlesen des Textes zu unterstützen. Anschließend wird das Gedicht von der Lehrperson zur Wiederholung nochmals vorgelesen.
Abschließend ist noch das Aufräum-Ritual zu nennen, bei dem die Schüler ihre Sachen in dem Ranzen verstauen, ihre T-Shirts wegräumen, ihre Stühle hochstellen sowie ihre Jacken holen. Die Lehrpersonen koordinieren dabei den Ablauf.
Medien:
Im gesamten Unterricht verwende ich hauptsächlich den Visualizer, da der dieser aus dem Blickwinkel des jeweiligen Schülers gut einsehbar ist. Im Falle eines unvorhergesehenen Defektes des Visualizers besteht die Möglichkeit, das Bild des Nikolauses durch die Reihen zu geben. Für die Bearbeitung des darauf folgenden Gedichtes ist die Verwendung des Visualizers nicht bindend.
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4. Stundenverlaufsplan
Unterrichtseinheit: Nikolaus
Stundenthema: Die Legende des Nikolaus von Myra
Stundenziel: Die SchülerInnen die Legende des Nikolaus von Myra kennen. Sie sollen des Weiteren das Gedicht kennen lernen.
Stundenspezifische Voraussetzungen: Die SchülerInnen kennen den Nikolaustag und die Gestalt des Nikolaus.
Klasse: 1
Fach: Deutsch
| Zeit | Unter- richts -schritt | Lehrer- aktivität | Schüler- ktivität | Ziel & Begründung | Unter- richts -form |
| 5 min. | Begrüs- sung | L. begrüßen S, stellen sich ihnen nach- einander vor und notieren ihre Namen an der Tafel | S begrüßen L. | Frontal- unter- richt | |
| 10 min. | Einführ- ung | L. legt das Bild auf den Visualizer und wartet auf die Reaktionen der S. L. ruft S einzeln auf. L.: „Was wisst ihr denn vom Nikolaus?“ | S erarbeiteten das Stunden- thema durch die Be- trachtung des Bildes1 und dessen Be- sprechung | Der Stille Impuls soll bei den S Interesse wecken mehr über das Thema zu erfahren, ihnen Zeit geben sich auf das Thema einzustellen und darüber nachzu- denken. | Stiller Impuls |
| 20 min. | Hinführ- ung Erarbeit- ung | L: „Ich will euch jetzt eine Geschichte erzählen.“ LL. liest den S die Legende vor. L. legt das Bild auf den Visualizer. L. koordiniert Schüler- ergebnisse. LL. erläutert den S unbekannte Begriffe der Legende. Sie gibt den S Tipps bei der Bedeutungs- findung, falls sie diese nicht selbst finden können. L.: „Was ist ein Bischof?“ L.: „Was sind denn Seeleute?“ L.: „Warum ist das Getreide so wichtig für die Menschen?“ LL. zeigt den S den Weizen. | S hören der L. zu und be- trachten Bild2 S finden die erwähnten Sach- verhalte auf dem Bild2 und benennen diese. Die S erläutern die erfragten Begriffe. | Mit der | Frontal- unter- richt Unter- richts- gespräch Unter- richts- espräch |
| 8 min. | Festig- ung | L.: „Wer kann mir jetzt noch einmal erzählen, was der Bischof Nikolaus alles getan hat um den Menschen in seiner Stadt zu helfen?“ LL. ruft einzelne S auf. L. koordiniert die Schüler- ergebnisse. | Die S melden sich. Die auf- gerufenen S erzählen die Legende nach. | Durch das wiederholte Hören der Legende wird diese gefestigt. Außerdem verbessern die S das o.g. Text- verständnis. | Frontal- unter- richt |
| 17 min. | Pause | LL. schickt die S nacheinander ihre Jacken holen. | Die S holen nacheinander ihre Jacken. | Eine Pause erachten wir an dieser Stelle als sinnvoll, da die S eine Erholungs- phase benötigen, um somit wieder bereit für eine neue Arbeits- phase zu sein. | |
| 20 min. | Erarbeit- ung | L. teilt das AB aus. L: „Was macht ihr als erstes?“ L. legt das AB auf Visualizer. L. liest Gedicht vor. L.: Holt euch einen Stift aus dem Mäppchen.“ L.: „Wer liest mir jetzt den ersten Vers noch einmal vor?“ L.: „Welches Bild kann man hinter den ersten Vers malen?“ L. stempelt in zwischen- zeitlich das Datum auf das AB. L.: „Was müssen wir jetzt am Ende der Stunde mit dem AB machen?“ Puffer: L.: „Ihr dürft auf die Rückseite eures Blattes einen Nikolaus malen.“ | S melden sich. S teilen dem L. mit, dass zunächst der Name des jeweiligen Schülers auf das AB notiert werden muss. S holen einen Stift aus ihrem Mäppchen. S melden sich. S lesen jeweils einen Vers des Gedichtes vor und machen Vorschläge zur bildlichen Gestaltung des AB. S malen den genannten Vorschlag hinter den jeweiligen Vers. S melden sich und teilen der L. mit, dass das AB nun in den Ordner geheftet werden muss. Die S malen auf die Rück- seite des AB einen Nikolaus. | Den S soll ein Gedicht zum Nikolaus- tag präsentiert werden, da es sich dabei um Volksgut unserer Gesellschaft handelt. Die S sollen das prosod- ische Sprechen eines Gedichtes kennen lernen und ihre artikula- torischen Fähigkeiten verbessern. Des Weiteren soll durch die visuelle Begleitung des Gedichtes das Gedächtnis der S unterstützt werden. | Frontal- unter- richt Frei- arbeit |
Medien: Tafel, Visualizer, Arbeitsblätter, Weizen, Bilder
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5. Reflexion
Aus meiner Sicht verlief die geplante Unterrichtsstunde zufrieden stellend. Die Schüler waren nach dem Einstieg in Form des Stillen Impulses sehr motiviert, so dass einige Schüler ihre Erfahrungen zum Thema preisgeben konnten. Um unser Stundenziel nicht zu verfehlen, brachen wir das Klassengespräch nach einiger Zeit ab, obwohl es bestimmt noch schön gewesen wäre, wenn sich alle Schüler hätten einbringen können.
Nach dem Vorlesen der Legende hätte man mehr Raum für Schüleräußerungen lassen sollen, um spontane Ideen der Schüler nicht zu unterdrücken. Auch war in diesem Zusammenhang die Stellung des Fernsehers nicht für alle Schüler optimal gelöst. Das nächste Mal sollte die Position des Fernsehers zuvor ausgiebig getestet werden, damit alle Schüler einen möglichst freien Blick darauf erhalten können. Auch hätten in der Unterrichtsstunde besondere Bildelemente per Zoom am Visualizer betont werden können, um den Schülern das Erkennen des Bild-/ Textzusammenhangs zu erleichtern.
Im Ganzen waren die Schüler viel schneller, als von der Lehrperson vermutet. Dies wurde besonders bei der Präsentation des Gedichtes deutlich. Die Schüler sprachen bereits beim zweiten Vorlesen erstaunlich gut, so dass es sich in besonderem Maße anbot, die Freude der Schüler dabei zu nutzen und das Gedicht weiter zu üben.
Das Zeichnen der Piktogramme am Ende der Stunde, fiel vielen Kindern schwer. Möglicherweise lag das schleppende Unterrichtstempo daran, dass sich die Lehrpersonen zuvor konkrete Piktogramme überlegt hatten auf welche sie hinaus wollten. Auch fehlte manchen Schülern, besonders Amy und Ian, die Motivation Piktogramme zu zeichnen, da sie das Gedicht auch ohne deren Unterstützung lesen konnten.
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Fußnoten:
[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/ wiki/Nikolaus_von_Myra (letzter Zugriff 16.1.2006)
[2] Vgl. Haas, Gerhard (1985), S.20
[3] Vgl. Ziesenis, Werner (1998), S.532 f.
[4] nach Zirbs (1998), S.223
[5] Vgl. Haas (1985), S.22
[6] Reger (2000), S.1
[7] Vgl. ebd. S.1-13
[8] Vgl. Franz (1979), S.74-88
[9] Vgl. Hassenstein (1998), S.633
[10] Reger (2000), S.28-33
[11] Vgl. Selnar (1998), S.17/18 und Dietrich (2002), S.258
[12] ebd. S.12
[13] Vgl. Franz (1979), S.139, S.146/147 und Hassenstein (1998), S.633
[14] Selnar (1998), S. 18/19
[15] Selnar (1998), S.22
[16] Reichgeld (1993), S.11
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Literatur:
- ebd.
- Franz (1979)
- Haas (1985)
- Hassenstein (1998)
- Reger (2000)
- Reichgeld, Manfred - Gedichte in der Grundschule, Oldenbourg (1993)
- Selnar, Petra - Kinder begegnen Gedichten, Oldenbourg Schulbuchverlag (Juli 1998)
- Ziesenis, Werner (1998)
- Zirbs (1998)
- http://de.wikipedia.org/wiki/ Nikolaus_von_Myra (letzter Zugriff 16.1.2006)
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